accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 34, 1911

Ergebnisse einer ozeanographischen Forschungsreise in dem Atlantischen und dem südöstlichen Stillen Ozean, 73 
Die Beobachtungen ergeben für die Temperatur eine regelmäßige Abnahme mit der Höhe. Das 
Minimum ist 0,4, das Maximum 0,8, das Mittel aus 16 ganzen Serien 0,57° C für 48 m Höhendifferenz. 
Dagegen lassen sich Regelmäßigkeiten für die relative Feuchtigkeit nicht erkennen. Nur am 10. Oktober 
fand sich nach oben eine starke Abnahme der relativen Feuchtigkeit von 70°/o auf 63°/o. Sonst ist die 
relative Feuchtigkeit auf der Royalrah annähernd dieselbe wie unten. Wenn Differenzen Vorkommen, so 
sind sie gering, und häufig ist die relative Feuchtigkeit oben etwas größer. Einige Male zeigt sich in 
mittlerer Höhe das Minimum. Unterschiede der absoluten Feuchtigkeit unten und oben sind natürlich 
vorhanden, da die relative Feuchtigkeit annähernd gleichbleibt, während die Temperatur stets abnimmt. 
Im ursprünglichen Plan lagen regelmäßige Messungen der Windgeschwindigkeit mittelst Anemo 
meter. Der Fueßsche Windmesser versagte jedoch beim ersten schweren Sturm. Deshalb wurde der noch 
vorhandene Horlacher Windmesser für die Sturmgebiete im Südatlantischen Ozean aufgespart, da die 
Windaufzeichnungen für die Verdunstungsmessungen besser nach Schätzung erfolgen 1 ). 
Auf dem Meere wird bekanntlich die Windgeschwindigkeit von den Seeleuten nach der Beaufort- 
Skala geschätzt, und es ist nötig, diese Schätzung auf das absolute Maß zu reduzieren. Zu diesem Zweck 
sind zahlreiche vergleichende Beobachtungen auf See, an der Küste und auf dem Lande ausgeführt, wobei 
naturgemäß für geringere und mittlere Windstärken durch viele Werte genügende Genauigkeit erzielt ist, 
während für große Windstärken noch Meinungsverschiedenheiten bestehen. 
Koppen 2 ), dem meistens gefolgt wird, bildet aus allen Werten folgende Skala, die bis Windstärke 
lü reicht (Tabelle 41). Durch graphische Interpolation lassen sich dann Zahlen für die Windstärke oberhalb 
Beaufort 10 finden, und zwar 24 und 27 m in der Sekunde. Diese Werte sind aber zu niedrig, wie ge- 
Tabelle 41. 
Beaufort-Skala . . . 
1 
2 
3 
4 
5 
6 
7 
8 
9 
10 
Meter in der Sekunde 
(nach Köppen) 
1,7 
3,1 
4,8 
6,7 
8,8 
10,7 
12,9 
15,4 
18,0 
21,0 
Tabelle 42. 
Meter in der 
Sekunde 
Geschätzte 
Windstärke nach 
Beaufort 
Bezeichnung 
13,5 
7 
Steifer Wind 
14,0 
7 
! » 
15,8 
8 
Stürmischer Wind 
16,5 
8 
19,5 
9 
Sturm 
20 
9 
» 
18 
9 
n 
18,6 
9 
» 
20,6 
10 
Schwerer Sturm 
21 
10 
» 
30 
11 
Orkanartiger Sturm 
') Siehe S. 12. 
2 ) Köppen, Neuere Bestimmungen über das Verhältnis zwischen der Windgeschwindigkeit und Beauforts Stärke 
skala. Archiv der Deutschen Seewarte XXI, Jahrgang 1898. 
Archiv 1911, Nr. 1. 
10
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.