Gebiet
A
16
1 F
18
Pollitz, Th.: Die Stürme im südlichen Indischen Ozean usw,
AM
WC
SA
links | alle) rechts
Jinks | alle | rechts
links | alle | rechts
+ ®
19 | 24 4
12 | 12 | 2] - 6
58 | 6 - 2 | 2 |
% % >
5
x
|
20 4 st
26 | 46! 9
26 32 | 4
19 | 28 4
> 16 |
9
NW
Hank | alle | rechts
58 76
51 96
5 | 86
35 | 38
5
541
6
\
40° bis 50° | 54 | 62! 6 | 5 | 42 | 28 | 98 | 1060| 27 | 203 | 222 | ı2
Zwischen der Linie und 20° S-Br., in dem Gebiet der SO-Stürme, erfahren
diese in ihrem Verlauf meistens keine wesentliche Anderung der Windrichtung;
unter 87 Fällen liegen nur 34 mit einer Winddrehung vor, und zwar sind davon
19 Stürme links- und 15 rechtsdrehend. Die im allgemeinen seltenen NO-Stürme
des Streifens sind größtenteils Ausschießer. Anders verhalten sich die West-
stürme, die das Ausnahmegebiet D (Tafel 39, Karte 1} charakterisieren. Zwar
ändern auch sie gewöhnlich ihre Richtung während des Sturmes nicht. Tritt
dagegen eine Drehung auf, — und das ist gerade der Fall bei den sommerlichen
Weststürmen im Gebiet D — so ist sie gegen den gesetzmäßigen Drehungssinm
der Südhemisphäre, also rechts herum gerichtet, während die Wahrscheinlichkeit
einer Linksdrehung nur sechsmal so klein ist.
Diese Tatsache, daß westliche Stürme krimpen und östliche zum großen
Teil ausschießen, deutet darauf hin, daß sich die stürmischen Zyklonen des unter-
suchten Meeresstreifens zwischen 0° und 20° S-Br. westwärts bewegen, sowohl im
Norden als auch im Süden des Gebietes; und zwar scheint ein Teil der Zyklonen
an der Grenze von Passat- und Monsungebiet sich zu bilden und an dieser ent-
langzuziehen, während ein andrer Teil, hauptsächlich im Südsommer, parallel
zur NW-Küste von Australien nach Westen zieht (siehe Fig. 4).
In dem Streifen zwischen 20° und 30° verlaufen noch 49%, aller Stürme
ohne eine Windänderung, Von 93 SO-Stürmen sind 24 Ausschießer und 18 Krimper;
diese rechtsdrehenden Stürme treten zumeist in der Nähe Afrikas auf, Im Gebiet 5,
um Südmadagaskar herum, stehen 10 Krimper 7 linksdrehenden Stürmen gegen-
über, NO-Stürme sind nur eine seltene Erscheinung; sie treten besonders im
westlichen Teil des Streifens als tropische Orkane auf und sind dann mit einer
bedeutenden Drehung behaftet; im Mauritiusfeld beträgt die Windänderung 7 bis
8 Strich und stellt sich hier mit einer Wahrscheinlichkeit von 7:2 als aus-
schießende Bewegung ein. Von den in dem ganzen Streifen beobachteten West-
stürmen sind nur zwei Fälle rechtsdrehend, während im übrigen 38 Weststürme
ohne Drehung und 39 mit einer Linksdrehung verlaufen, Schließen wir daraus
auf die Bewegung der Minima. Ausschießende Weststürme werden dadurch
hervorgerufen, daß sich im Süden des Streifens die Zyklonen von West nach
Ost bewegen; linksdrehende Oststürme deuten auf eine entgegengesetzt gerichtete
Zugstraße im Norden des Gebietes hin; die in den westlichen Gewässern auf-
tretenden krimpenden SO-Stürme rühren her von südöstlich ziehenden Zyklonen
im Östen der Beobachtungspunkte, während die linksdrehenden NO-Stürme im
Mauritiusfeld die Folge einer südwestlichen Bewegung im Nordwesten des Feldes
sind, Im Osten von Madagaskar findet also ein Umbiegen der ursprünglich
westwärts ziehenden Zyklonen nach SW und dann nach SO statt. Die para-
bolischen Bahnen der tropischen Orkane erreichen hier ihre Scheitelpunkte,
Die Gewässer um die Südostküste Afrikas herum (Gebiet C auf Tafel 39,
Karte 1) sind durch häufige SW-Stürme ausgezeichnet, die den Wind fast immer
links drehen; das deutet darauf hin, daß sich über dem Agulhasstrom eine Zug-
straße befindet, auf der Zyklonen nach NO, der Meeresströmung entgegenwandern.
Viel schwächer ausgebildet ist eine parallel der Küste laufende, aber der Bahn
der SW-Stürme entgegengerichtete Straße mit NO-Stürmen von bedeutender Links-
drehung. Die Nähe der afrikanischen Küste ist vornehmlich durch diese beiden
Sturmrichtungen. ausgezeichnet, von denen die letztere allerdings stark hinter