Pollitz, Th.: Die Stürme im südlichen Indischen Ozean usw. 539
den Durchschnittswert weit überragt. Vergleichen wir, ähnlich wie bei Betrachtung
der Dauer, die Stürme der vier Quadranten in der Breite der Hauptsegelroute
(43° S), derart, daß die Drehung in Kompaßstrichen als Funktion der »Länge«
in einem Diagramm. dargestellt ist (siehe Fig, 2).
Fig. 2.
Durchschnittliche Winddrehung der nach ihrer Anfangsrichtung geordneten Stürme in 43° S-Br.
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aussen Dürchschnitt aller Richtungen,
Die Durchschnittsdrehung erreicht ihren höchsten Wert, fast 7 Strich, in
50° O-Le. und nimmt dann ständig nach Osten ab; zwischen 115° und 120° fällt
sie bis unter 4 Strich, um dann nochmals in 150° ÖO-Lg. beinahe 6 Strich zu
erreichen, Die Kurve der NW-Stürme übertrifft das Mittel im westlichen Ozean,
verläuft aber sonst ziemlich dicht neben der Durchschnittiskurve, Die NO-Stürme
stehen überall an der Spitze, Vom Kap bis in 120° O-Lg. wird der Wind stets
mehr als 9 Strich gedreht, zwischen 70° und 110° sogar über 10 Strich, und erst
südlich von Australien nimmt die Drehung ab, bleibt jedoch auch hier noch über
dem Mittel, Unter a sch, Fig. 3
schnitt bleiben die SO-Stürme, Durchschnittliche Win drehn z 1aC) Anfangs-
die ‚bei Tasmanien ihr Maximum urchsc El eG OteN lea EEE AS
bezüglich ihrer Winddrehung mit
fast 5 Strich erreichen, während
die SW-Stürme kaum mehr als
3 Strich drehen, meistens aber
noch weniger.
Aus dem Diagramm geht
deutlich hervor, daß bpolare
Stürme weniger Neigung haben,
ihre Richtung zu ändern als
äquatoriale; und zwar zeigen die
Stürme in der betrachteten Breite
die Tendenz, den Wind in den
SW-Quadranten zu drehen, Die
NO-Stürme haben demnach den . zZ — os.
größten Drehungswinkel zurück- zu 36° 0° "S.Bn
zulegen, 9 bis 10 Kompaßstriche, ‚wenn Durchschnitt aller Richtungen.
die aus NW schon einen kleineren, 5 bis 6 Striche; die SW-Stürme schwanken
nur um 2 bis 3 Striche in ihrem Quadranten umher, und die SO-Stürme drehen
4 bis 5 Striche, aber dem gesetzmäßigen Sim entgegen. Darauf wird noch zurück-
zukommen sein,
Führen wir die analoge Betrachtung auf einem Meridian aus, in der
Figur auf 60° O-Lg., untersuchen wir also die Drehung, wie sie sich mit zu-
nehmender Breite auf diesem Längenkreis ändert, so ergeben sich den vorigen
ähnliche Resultate (siehe Fig. 3).