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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

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die nordwestlichen hier nur unmerklich an Zahl hinter den südwestlichen 
Stürmen zurückstehen, so erscheint es doch berechtigt, auch diesem Gebiete eine 
Ausnahmestellung zuzuerkennen, da bei den NW-Stürmen gleich nach ihrem Be- 
yinn der Wind nach SW dreht, und so die größte Stärke des Windes aus SW 
empfunden wird. 
Das Ausnahmegebiet vor den Sunda-Inseln, in dem die Stürme mit west- 
lichen Anfangsrichtungen vorherrschen, ist das einzige dieser Art, das in seiner 
Eigentümlichkeit große zeitliche Verschiedenheiten aufzuweisen hat, und zwar ist 
die südliche Begrenzungslinie dieses Gebietes in den verschiedenen Jahreszeiten 
eine andere. Die winterliche Südgrenze zieht von Padang auf Sumatra mit nach 
Norden konkavem Bogen bis an den zehnten Breitenkreis; ihr Verlauf westlich 
von 75° O-Le. konnte wegen Mangel an Beobachtungen nicht ermittelt werden, 
Im Sommer liegt die Grenze um mehrere Grad südlicher und biegt in 100° O-Lg 
2ach SO um, gegen den australischen Kontinent zu. Zwischen diesem und 
Java treten in den Sommermonaten Stürme aus südwestlichen Richtungen 
auf, während westlich von Sumatra Anfangsrichtungen aus W bis NW vor- 
herrschend sind. 
Die Dauer der Stürme. (Tafel 39, Karte 1.) 
Die Berechnung der durchschnittlichen Dauer der Stürme ist insofern mit 
Schwierigkeiten verknüpft, als der Beobachter auf dem Meere von Stunde zu 
Stunde seinen Ört wechselt; die beobachtete Dauer ist also nur ein relativer 
Begriff, der wohl genau anzugeben vermag, wie lange ein Schiff unter dem 
Einfluß eines Sturmes gestanden hat, der aber nicht den absoluten Betrag der 
Dauer für einen bestimmten Punkt bedeutet. Die Bewegungsrichtung und Ge- 
schwindigkeit des Schiffes wären aus der Berechnung zu eliminieren, wenn es 
Schiffswege gäbe, die sowohl in der einen als auch in der entgegengesetzten 
Richtung von den beobachtenden Fahrzeugen befahren würden, Da diese Vor- 
aussetzung jedoch in keiner Weise erfüllt ist — denn die Segelschiffsrouten der 
ausfahrenden Schiffe liegen in ganz anderen Gebieten als die der heimfahrenden, 
und ihre Geschwindigkeit kann einmal durch den Sturm vergrößert, in einem 
anderen Fall aber verkleinert oder sogar ganz aufgehoben werden —, so haben 
die in der vorliegenden Arbeit berechneten Werte der Sturmdauer auch nur eine 
relative Bedeutung. 
Die kartographische Darstellung zeigt in der Gegend des 30, Breiten- 
kreises eine schnelle Aufeinanderfolge der Kurven gleicher Sturmdauer, die dem 
Umstande zuzuschreiben ist, daß südlich von 30° S-Br. nur die schweren Stürme 
in die Betrachtung gezogen sind, die naturgemäß auch am längsten andauern, 
In den tropischen Gebieten zwischen der Linie und 10° S-Br, finden nur 
kleine Passatverstärkungen statt, deren Dauer 10 Stunden nicht überschreitet; 
diese Passatstürme, die die Windstärke 9 Beaufort nur selten übertreffen, sind 
weiter südlich oft von beträchtlicher Dauer, besonders in der Mitte des Ozeans; 
zwischen 60° und 70° O-Lg. macht die 20b-Kurve, die sich sonst ziemlich in 
30° S-Br. hält, einen weiten Bogen nach Norden, der bis 12° S-Br, heranreicht, 
Hier haben die beobachteten tropischen Örkane teilweise zu der eigenartigen 
Gestaltung der Kurve beigetragen. — Die Linien gleicher Sturmdauer zeigen in 
der Mitte des Ozeans und innerhalb der gemäßigten Zone ein nördliches Aus- 
biegen; in gleicher Breite ist demnach die Dauer der Stürme in der Nähe der 
Kontinente kleiner als auf offenem Meere. Von der Mitte des Ozeans nimmt die 
durchschnittliche Dauer nach Osten regelmäßig ab, so daß man in der Baß-Straße 
nur etwa mit Stürmen zu rechnen braucht, die 10 bis 12 Stunden kürzer sind 
als in der Gegend der Inseln St, Paul und Neu-Amsterdam. VYerfolgt man die 
Sturmdauer von etwa 85° O-Lg. nach Westen, so zeigt sie erst eine Abnahme, 
dann aber wieder eine Zunahme, und zwar im Süden von Afrika. So liegt vor 
dem Kap eine geschlossene Kurve, in derem Innern eine Durchschnittsdauer von 
mehr als 35 Stunden erreicht wird, Dieses Maximum rührt hauptsächlich von 
den Jangandauernden Stürmen her, gegen die die heimkehrende Seglerflotte in 
dieser Gegend zu kämnfen hat, Einen Durchschnitt von über 35 Stunden er-
	        
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