Pol
I
it
%
‚T
bh
„AD
16
S
tü
Ta
ie
im
südl
icher
}
I
D
di:
SC.
h
en
Ö
ZEN
n
us
.
53
5
die nordwestlichen hier nur unmerklich an Zahl hinter den südwestlichen
Stürmen zurückstehen, so erscheint es doch berechtigt, auch diesem Gebiete eine
Ausnahmestellung zuzuerkennen, da bei den NW-Stürmen gleich nach ihrem Be-
yinn der Wind nach SW dreht, und so die größte Stärke des Windes aus SW
empfunden wird.
Das Ausnahmegebiet vor den Sunda-Inseln, in dem die Stürme mit west-
lichen Anfangsrichtungen vorherrschen, ist das einzige dieser Art, das in seiner
Eigentümlichkeit große zeitliche Verschiedenheiten aufzuweisen hat, und zwar ist
die südliche Begrenzungslinie dieses Gebietes in den verschiedenen Jahreszeiten
eine andere. Die winterliche Südgrenze zieht von Padang auf Sumatra mit nach
Norden konkavem Bogen bis an den zehnten Breitenkreis; ihr Verlauf westlich
von 75° O-Le. konnte wegen Mangel an Beobachtungen nicht ermittelt werden,
Im Sommer liegt die Grenze um mehrere Grad südlicher und biegt in 100° O-Lg
2ach SO um, gegen den australischen Kontinent zu. Zwischen diesem und
Java treten in den Sommermonaten Stürme aus südwestlichen Richtungen
auf, während westlich von Sumatra Anfangsrichtungen aus W bis NW vor-
herrschend sind.
Die Dauer der Stürme. (Tafel 39, Karte 1.)
Die Berechnung der durchschnittlichen Dauer der Stürme ist insofern mit
Schwierigkeiten verknüpft, als der Beobachter auf dem Meere von Stunde zu
Stunde seinen Ört wechselt; die beobachtete Dauer ist also nur ein relativer
Begriff, der wohl genau anzugeben vermag, wie lange ein Schiff unter dem
Einfluß eines Sturmes gestanden hat, der aber nicht den absoluten Betrag der
Dauer für einen bestimmten Punkt bedeutet. Die Bewegungsrichtung und Ge-
schwindigkeit des Schiffes wären aus der Berechnung zu eliminieren, wenn es
Schiffswege gäbe, die sowohl in der einen als auch in der entgegengesetzten
Richtung von den beobachtenden Fahrzeugen befahren würden, Da diese Vor-
aussetzung jedoch in keiner Weise erfüllt ist — denn die Segelschiffsrouten der
ausfahrenden Schiffe liegen in ganz anderen Gebieten als die der heimfahrenden,
und ihre Geschwindigkeit kann einmal durch den Sturm vergrößert, in einem
anderen Fall aber verkleinert oder sogar ganz aufgehoben werden —, so haben
die in der vorliegenden Arbeit berechneten Werte der Sturmdauer auch nur eine
relative Bedeutung.
Die kartographische Darstellung zeigt in der Gegend des 30, Breiten-
kreises eine schnelle Aufeinanderfolge der Kurven gleicher Sturmdauer, die dem
Umstande zuzuschreiben ist, daß südlich von 30° S-Br. nur die schweren Stürme
in die Betrachtung gezogen sind, die naturgemäß auch am längsten andauern,
In den tropischen Gebieten zwischen der Linie und 10° S-Br, finden nur
kleine Passatverstärkungen statt, deren Dauer 10 Stunden nicht überschreitet;
diese Passatstürme, die die Windstärke 9 Beaufort nur selten übertreffen, sind
weiter südlich oft von beträchtlicher Dauer, besonders in der Mitte des Ozeans;
zwischen 60° und 70° O-Lg. macht die 20b-Kurve, die sich sonst ziemlich in
30° S-Br. hält, einen weiten Bogen nach Norden, der bis 12° S-Br, heranreicht,
Hier haben die beobachteten tropischen Örkane teilweise zu der eigenartigen
Gestaltung der Kurve beigetragen. — Die Linien gleicher Sturmdauer zeigen in
der Mitte des Ozeans und innerhalb der gemäßigten Zone ein nördliches Aus-
biegen; in gleicher Breite ist demnach die Dauer der Stürme in der Nähe der
Kontinente kleiner als auf offenem Meere. Von der Mitte des Ozeans nimmt die
durchschnittliche Dauer nach Osten regelmäßig ab, so daß man in der Baß-Straße
nur etwa mit Stürmen zu rechnen braucht, die 10 bis 12 Stunden kürzer sind
als in der Gegend der Inseln St, Paul und Neu-Amsterdam. VYerfolgt man die
Sturmdauer von etwa 85° O-Lg. nach Westen, so zeigt sie erst eine Abnahme,
dann aber wieder eine Zunahme, und zwar im Süden von Afrika. So liegt vor
dem Kap eine geschlossene Kurve, in derem Innern eine Durchschnittsdauer von
mehr als 35 Stunden erreicht wird, Dieses Maximum rührt hauptsächlich von
den Jangandauernden Stürmen her, gegen die die heimkehrende Seglerflotte in
dieser Gegend zu kämnfen hat, Einen Durchschnitt von über 35 Stunden er-