Kleinere Mitteilungen,
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weit östlich vom Schiff nach Norden, Die Schiffsörter am 4. und 5, September
sind gegißt und unsicher; dadurch wird aber nichts Wesentliches in der Lage
vom Schiff zum Taifun geändert, Das Lenzen würde in diesem Fall mit dem
Wind »Steuerbord ein« noch wirksamer gewesen sein. E. K.
4%. Beobachtungen S. M. S. »Panther« vor Lüderitzbucht, In der Zeit
vom 18, VI. bis 19, VIL 1908, also während 31 Tagen, herrschten tagsüber aüd-
liche bis südwestliche Winde, die meistens zwischen Stärke 2 bis 3 schwankend,
einige Male die Stärke 5 erreichten, und nur ein einziges Mal in einer Böe als
Windstoß von Stärke 7 auftraten. Nachts herrschten nordöstliche bis südöstliche
faue Landbrisen oder Windstillen, In den Abend- ode den Morgenstunden,
meistens während des Überganges von See- zur Landbrise oder umgekehrt, trat
an 10 Tagen Nebel auf, Die Strömungen sind nur bei Tage beobachtet worden.
Es waren ausschließlich Windtriften, die durchschnittlich kaum !/, Sm Gesehwin-
digkeit in der Stunde hatten, und nur einige Male 0.4 Sm stündliche Ge
schwindigkeit erreicht haben.
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben,
Liebenthal, Dr. Emil: Praktische Photometrie. 8° XY u. 445 & Braun-
schweig 1907, Friedrich Vieweg und Sohn. Preis 19.4,
Das vorliegende Werk des durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Photometrie seit langen
gekanriten Mitgliedes der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt kommt einem Mn wissenschaftlichen und
jechnischen Kreisen Kingst gefühlten Bedürfnisse entgegen. Unter dem Einfluß des gewaltigen Auf-
schwunges der modernen Beleuchtungstechnik hat sich die Photometrie nach der theoretischen wie nach
ler experimentellen nd technischen Seite zu einem Spezialfach von solcher Ausdehmung entwickelt,
laß es für einen Physiker oder Techniker, der sich ihm nicht ausschließlich widmet, fast unmöglich
zewonlen ist, den Fortschritten auf diesem Gebiete bis ins einzelne za folgen, Eine zusammenfassende
Darstelhung des gegenwärtigen Standes dieses Spezialfaches, war umsomehr Bedürhis geworden, als die
wisher erschienenen Bücher über den Gegenstand, die von Krüß, Palaz und Stine, den hentigen Ver«
hältnissen nicht mehr entsprechen. Der Verfasser entschloß sich deshalb auf Anregung von Kohl-
rausch, diese Lücke unserer wissenschaftlich«technischen Literatur auszufüllen, wozu er sowohl. durch
seine langjährige Bernfstätigkeit an der Reichsanstalt wie durch seine im Verkehr mit Fachmännern
Jes_ Beleuchtungswesens erworbene Kenntnis der Bedürfnisse der Praxis als ganz besonders befähigt
arscheint. Die ung dieser Aufgabe ist nicht leicht, da das Buch xleichzeitig den Bedürfnissen der
Praxis dienen und den Anforderungen der Wissenschaft genügen soll. Es muß somit gemeinverständlich
and wissenschaftlich zugleich sein. Inwieweit der Verfasser diesen beiden schwer zu vereinigenden
Forderungen gerecht geworden isl, muß vor allem die Erfahrung lehren, die die Praktiker mit dem
Buche machen werden. Mit Recht aber weist der Verfasser darauf hin, daß zur erfolgreichen Er-
ex lieung Eier her Fragen lie Fähigkeit, zuverlässige Einstellungen zu machen, Hicht Austoicht,
sondern. daß dazu ein gewisses Maß mathematischer und physikalischer, speziell opech Kenntnisse
unerläßlich ist, Das Buch ist in zwölf Kapitel geteilt, die folgende Gegenstände behandeln:
J. Quellen und Wesen des Lichtes, — 11. Energetische Grundlagen, A, Teilung eines Energie-
stromes bein Auftreffen auf cinen beliebigen Körper. B. Bestrahlung (Lambertsche Gesetze), ©, Aus-
strahlung. — IIL, Photometrische Grundlagen, A, Physiologische Wirkung der Lichtstrablen auf das
Auge, B. Lamberts photometrische Gesetze. CC, Folgerungen aus den ESS Gesetzen.
D. Stirke der Ausstrahlung, — IV, Einheitslampen und Zwischenlichtquellen. A. Bedingungen für
eine Lichteinheit, B. Flammeneinheitslampen, I. Altere Dochtlampen. II Mit Leuchtens gespeiste
Lampen, III, Die Hefnerlampe. IV, Pentanlampen, V. Neuere Vorschläge. ©. Glühkörper-Einheits-
lampen. D, Vergleichende Versuche zwischen «en einzelnen Lichteinheiten, E, Vereinbarungen über
photometrische Größen und Einheiten. F, Zwischenlichtquellen. — V. Photometer (für gleichfarbige
um nahezu gleichfarbige Lichtquellen). A, Allgemeine Gesichtspunkte. B, Anwendung des Entfernungs-
gesetizes. ©, Schwächung durch andere Mittel als durch Entfernungsänderung — VI. Photometrieren
verschiedenfarbiger Lichtquellen. A, Einstellung auf gleiche Helligkeit, B. Methode gleicher Sebschärfe.
©. Flimmerphotometrie, — VII. Spektralphotometrie. — VII. Bestimmung von mittleren Lichtstärken,
A, Definitionen. B. Berechnung der mittleren räumlichen Lichtstärke und der hemisphärischen Licht-
stärken, I. Durch Messung in viclen Ausstrablungsrichtungen, II, Durch eine einzige Messung oder
wenige Messungen. — IX. Photometrische Einrichtungen, — X. Lichtverteilung und spezifischer Ver-
branch der gebräuchlichsten Lichtquellen, — XI. Verteilung der Beleuchtung, —= XII Vorschriften
für photometrische Prüfungen. . I
Anhangsweise sind außerdem noch verschiedene Gegenstände besprochen, deren ausführliche
Behandlung im Text den Zusammenhang unterbrochen oder Wiederholungen erforderlich gemacht hätte.
Hierher gehören die wichtigsten Sätze der Fehlerrechnung, die Messung räumlicher Winkel, die
sphärischen Koordinaten, die Fresnelschen Reflexionsgesetze, das Lambertsche Absorptionsgesetz,
das Austreffen des Lichtes auf planparallele Platten und beliebig gestaltete Körper, die Sätze über die
mittelbare Lichtstrahlung, die Beglaubigung der Hefnerlampe, die Bestimmung hoher Temperaturen
durch Strahlungsmessung und endlich eine Sammlung von Übungsaufgaben,