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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Taifun Im Südchinesischen Meer am ©, Dezember 1908. 
7 XIL 
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XI. 
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XI. 
5 [N-Br. | O-Lg. 
Wind I dd ” 
Rich- EEE £ 
tung Stärke AS | 3 | = 
Sp 
Bemerkungen 
Dampfer »Segorvia« von Shanghal nach 
1 WI Floridastraße "NNO 8 163.6 16 5 NNA 
NzO 7—8 64610 oa NNU 
240 aus sol NNO 8—10)64,6/10| org NNO 
NNO 9 62.310) or NNO?® 
NO 010619101 org NOzN 7 
NO 10-41 62.8110} org NO 7 
NO 10-1161.1/10| oqr NO 8 
; | |NNO 10 1629/10 or NO 7 
229 321115° 97 N 10—9163,61101 or NO 7—6j 
Dampfer »Istria« von "Ton-* +» ach Shanghai, 
17 N 6—5 61.4| 101 or | Dünung. 
8 | N 7 [63.510 or Dünung. 
112 bo 341115°52 N 8—0 (696 10 rqo 11®%bB passierten das Wrack einer 
. ; zB chinesischen Dschunke, 
14, NNO 8—7 640.101 qr Böig mit heftigem Regen, 
8 . NO 9-—10 64.0 0 ug! Sturm mit orkanartigen Böen... 
| 12 | NO 7—9 [64.58/101 qpo 91 Wind und See nehmen ab. 
Rickmers« vor Singapore, 
35/10 oqr Trübe, regnerisch. 
1.110 oqr Stürmischer Wind, schwere See, 
51.4 107 ogr Desgleichen, 
50,5 10 | oqr Hohe, wilde See, 
56.610] 0qr Sturm mit anhaltendem Regen, 
41.910 o4r Hohe, wilde See; Deck und Laken 
60.3 10| oqr beständig unter Wasser. 
59.4110] 0gr Desgleichen. 
Dampfer »Andree 
19V 1230 1541189281 NO F£ 
+ XNNO 
NNO 8 
NNO 9 
NNO 9 
NNO 97 
NNO 8 
{NOzN 9 
Ein anderer Dampfer, »C. Ferd. Laeisz«, von Manila nach Tsingtau be- 
stimmt, fand südlich vom Taifungebiet am 9, Dezember mittags auf 16° 45’ N-Br., 
119° 19° O-Lg, nur noch ganz leichte NO- bis N-Winde vor, Bar, 759.7 mm, Je 
mehr der Dampfer sich aber dem Sturmgebiet näherte, desto stärker wurde der 
NO-Monsun und die NO-Dünung, Bald jedoch, schon am 11, Dezember in der Frühe, 
nachdem der Taifun die China-See verlassen hatte, traten normale Witterungs- 
verhältnisse wieder auf, Es ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, 
daß die Japanischen Inselgruppen, als die Liu-Kiu-Gruppe usw, sowie das südliche 
Japan selbst an den Tagen vom 11. bis 13. Dezember durch das in nordöstlicher 
Richtung abziehende Taifunzentrum beeinflußt wurden. Der Dampfer »Scandia«, 
von Yokohama nach Kobe bestimmt, verzeichnet wenigstens auf seiner Reise 
stürmische, mit hoher See aus derselben Richtung verbundene NNW-Winde, 
Es ist anzunehmen, daß das über Südchina und den angrenzenden Meeres- 
teilen lagernde Hochdruckgebiet das Abbiegen der Taifunmitte verursacht hat, 
Der Taifun zog an der Grenze dieses Nochdruckgebietes entlang und hat sich 
wahrscheinlich auf dem Wege zum Stillen Ozean hin verlaufen, 
Dezembertaifune sind übrigens in der China-See eine seltene Erscheinung, 
aber es kann wohl nach dem vorliegenden Beobachtungsmaterial vorausgesetzt 
werden, daß diese Depression nach ihrer Entwicklung mit großer Stärke auf- 
getreten ist und mit beträchtlicher Geschwindigkeit ihren Weg verfolgt hat. 
Daher fand S, M. S. »Arcona« denn auch auf dem eingeschlagenen SO-Kurse an 
der hinteren linken Seite der Taifunbahn eine so wilde See und stürmische 
Winde vor, so daß das Schiff bei den Patras zum zweiten Male beigedreht werden 
mußte, um hier erst das Fortschreiten des Taifuns auf seiner Bahn und besseres 
Wetter abzuwarten. P2.
	        
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