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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

I58 Annalen der Hycrographie und Mayritimen Meteorologie, Oktober 1908, 
weichungen 4 + (90° — 1) und d4— (80° — 1} bezeichnet. Der Punkt G wird 
mit dem Mittelpunkt verbunden und auf dieser Linie von G aus eine Entfernung 
abgesetzt, die gleich der Entfernung von N nach dem der Höhe H_ entsprechen- 
den Punkte der N-—8-Skala ist, Der mit Hilfe des Zirkels durch diesen und die 
Pankte 4 + (90° — H) und 4 — (90° — H} zu legende Kreis ist die durch H be- 
stimmte Ortslinie. Es ist zweckmäßig, die größere der beiden beobachteten 
Höhen mit H zu bezeichnen. 
Der Ort des zweiten Gestirns (g) ist bestimmt durch den Stundenkreis, 
der um die Differenz der geraden Aufsteigungen der beiden Gestirne (4 -— a) 
vom Nullmeridian entfernt ist, und die Abweichung d. Auf dem durch € 
gehenden Stundenkreis werden die Punkte mit den Abweichungen $ + (20° — h) 
und d— (90° — h) bezeichnet, Dann wird der Abstand von g vom Mittelpunkt 
auf der N—8-Skala vom Mittelpunkt ausgehend abgemessen, Die Ablesung sei 8, 
Auf der Verbindungslinie des Mittelpunktes mit g werden dann vom Mittelpunkt 
ausgehend die beiden Strecken ahgesetzt, die auf der N-—S-Skala den Ab- 
weichungen 8 + (90° — bh) und s — (90° — h} entsprechen. Durch die vier Punkte 
5 + (90° — hh d— (90° Ih 8 + (90° — h} und s — (90° —h) oder durch drei 
von ihnen, falls das Netz der Meßkarte zum Absetzen des vierten nicht ausreicht, 
wird mittele des Zirkels ein Kreis gelegt, der die durch h bestimmte Ortslinie ist. 
Nötigenfalls ist die N—S-Skala nach den Gesetzen der stereographischen 
Projektion zu verlängern. Sehr erleichtert wird die Methode, wenn die ver- 
längerte N—5S-Skala auf dem Lineal eingezeichnet wird." 
Einer der Schnittpunkte der beiden. Ortslinien ist der rohe Ballonort, seine 
Breite und der Stundenwinkel T des Gestirns G können unmittelbar abgelesen 
werden, Aus 7 ergibt sich die Länge in bekannter Weise, 
2%, Die Meihode der Variation des Winkels am Gestirn 
Mittels der Meßkarte wird der dem mutmaßlichen Ballonort entsprechende 
Winkel am Gestirn (Q) bestimmt, Mit zwei Annahmen für diesen Winkel, Q 
und Q,, die im genügendem Abstand zu beiden Seiten von (} liegen, der Ab- 
weichung 4 und der beobachteten Höhe HM. werden aus der Meßkarte zwei Orte 
(71 bzw. Ay BP, und 7. bzw. A, ®,) entnommen, In gleicher Weise liefert die 
zweite beobachtete Höhe zwei Orte (A, m, und ZA, %), Der wahrscheinliche 
Ballonort ergibt sich daraus nach einem der folgenden Gleichungssysteme: 
pP (OB YA — A) CA — Ay) A nl 
dw rw. TE U JA ig 
= £ = Fall — Ar} 
D=g= DLR. @l) 
4 = Qu F- (0, — Qu) 
der 
fm Bm pl A (A Ad (DI 
ke A = AfA Ay) 
> Bm m Dt 
{ g = A, TE ( — 00) 
Die Ausgangswerte Q, und Q,, a, and q, sind möglichst so zu wählen, 
daß sich „A, A, mit 2, 4, und ®, 0, mit #, qu überschneiden, Unbedingtes Er- 
fordernis ist das jedoch nicht, wenn die Wertepaare der einen Gruppe von 
denen der anderen nur nicht zu weit abliegen. 
Es ist nieht erforderlich F und £ zu berechnen, einer der Werte genügt, Man 
bekommt dann nur einen der Winkel am Gestirn, je nachdem © oder q. Der andere 
muß dann mit dem wahrscheinlichen Ballonort aus der Meßkarte bestimmt werden, 
Die genaue Berechnung schließt sich eng der rohen an, Zu beiden Seiten 
der gefundenen rohen Winkel am Gestirn werden in. passenden, aber engeren ÄAb- 
ständen als bei der rohen Bestimmung, wieder je zwei Winkel (Q, und Q,, qı 
und <q.) angenommen und die zugehörigen Orte in genauer Weise durch Hilfs- 
1) Es wird beabsichtigt, die Meßkarte #o einzurichten, daß die obere Scheibe abgenommen 
and an ihrer Stelle ein solches Lineal eingesetzt werden kann.
	        
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