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Annalen der Hrdrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1900,
Die Unabhängigkeit von den Windrichtungen ergibt sich aber auch noch
aus einer anderen Tatsache.
Aus den Tabellen 5A und B ergeben sich die Stärken von Wind und
Strom brı und ice im Jahresmittel; siche Tabelle 6, Die den Tabellen zugrunde
liegenden Maßzahlen sind hierbei an sich völlig willkürlich, Man kann aber
doch eine gewisse Gegensätzlichkeit des westlichen und des Östlichen Teiles
des Mittelmeeres erkennen. Bildet man nämlich die Mittelwerte der Verhältnis-
zahlen ism/iwyın so erhält man im Östlichen Teil 0.35 und im westlichen 1.74. Es
ergibt sich hieraus ohne weiteres, daß, wenn im Östlichen Teil des Mittelmeeres
die Strömung ihrem vollen Betrag nach darch den Wind verursacht würde, dies
im westlichen Teil mindestens bis zum Gebiet des Feldes 4 (Isp/iyrr = 3127),
also bis auf einen Abstand von etwa 10° von der Gibraltar-Straße nicht der Fall
sein könnte, daß dort vielmehr unter übrigens gleichen. Umständen von. der
Strömung ein Betrag, der den vom Wind verursachten um das Mehrfache
übersteigt, durch andere Umstände bedingt sein muß. Diese anderen Umstände
können natürlich nur Verschiedenheit in der Verteilung des Salzgehaltes und
der Temperatur sein.
Tabelle
— TStat. 298 |Stat. 227 |Stat, 226 Stat. 225 Stat. 224 Stat, 223 Stat, 222! Stat. 221 Stat, 220] Stat, 219
Tiefer N-Bry | N-Br. | N-Br. | N-Br, | N-Br. , N-Be. | N-Br. | X-Bre. N-Br. | N-Br.
350 30° | 460 50° 85° 55 35° 30 |360 800 d | 360 1 | 860 28 30% 38 | 870 Bir
fie | W-Ix. | W-Le | W-Le | W.ig. Wlg, | WIig, | Wlg Ochg. La
Wie | Wie | Wie | Wie ! W.lg, Wie, | Wig | Wig Ole | Ole
EA
30
{00
150
200
250
400
00
|
25.071
51.345
102,708
154.064
205.461
256.880
411.244
KA
Mae
Ö55
717
100
520
Od
Drucke in Metern einer Wassersäule ron der Dichte 2,
P76 E71 RAS 5 680 706
AB 350 „3 ar 360 A420
T26 „10 7 ES FR 856
139 ı „12 | „106 226 7 30)
STE 561. „658 73 aA
474
ABS
Ar
1
HA
544
344
752
162
A210
„HS |
606
396
12
242
‚AS
AT
082
BB. Drucke, reduziert miter der Annahme, daß die horizontale Grenzschieht zwischen dem einströmenden
atlantischen und dem ausströmenden Mittelmeerwasser bei 150 m Tiefe liegt, Ak Normalstation gilt 228.
98 #39 50% 23 532 20 620 70 6 518
50 319 279 302 222 ‚200 300 „ES2 „2465 | 218
100 681 ‚6A 662 ‚640 23 ‚674 „620 54 | 24
150 06£ 004 061 06t 061 061 | X%61 | 064 | (064
200 ASE 500 | 513 26 * 310 490 S14 512 ‚504
Ze H18
40
€, Die Flächen gleichen Druckes Hegen bei Station 228 um N cm höher bzw. niedriger
als hei den übrigen Stationen.
25
50
100
150
200 |
A
%
A)
42.0
Ti
AO
2,3
m
|
Pad
60
aA
00
39
E6
‘%
5
9
DR
U
DO
BA
51
13,9
&0
O2)
— iQ
A
4,2
20
Pa
a}
X
1
16.4
83
9.0
A
1 X
EI | ‚58
LO2 1 13.0
10 79
0 0
x1 „4.2
Es entsteht hierbei unmittelbar die Frage, von welcher Größenordnung
diese Verschiedenheiten in dem betreffenden Gebiet sein mögen. Hierüber geben
num die Beobachtungsreihen des Admiraks Makaroff aus dem Jahre 1889 Auf-
schluß,!) Die Reihen der Stationen 219 bis 228 geben bis 200 m ausnahmslos
und bis 400 m bei sieben Stationen ein klares Bild der Wärme- und Salzgehalt-
verteilung. Die Tabelle 7A enthält die Drucke in Wassersäulen (Meter) vom
spezifischen Gewicht 1, welche bei der betreffenden Tiefe unter der Meeresober-
X Makaroff, Le Vitfatz, Band IL Seite 248 bis 151.