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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

429 Annalen der TIydrovraphie and Maritimen Meicorologie, September 1900. 
sondern auch sie in den durch permanenten Magnetismus und Vertikalinduktion 
und den durch Horizontalinduktion hervorgerufenen Teil zu zerlegen und die 
jeder der drei Kräfte zukommenden Stärke, die in Intensität konstant, in Richtung 
veränderlich durch ihre Komponente auf jedem Strich der Kompaßrose einwirken, 
abzuleiten. Diese Intensitäten werden allerdings zur in einem nahezu konstanten 
Koeffizienten gegeben, aber es genügt in vielen Fällen, ihre relativen Werte zu 
kennen, Der Erfinder gibt mehrere sehr einfache Verfahren an zur versuchs- 
weisen. Ahleitung dieses Koeffizienten 
Der elektromagnetische Kompaß wird so ein absolutes Meßinstrument und 
gestattet, das Verhältnis der mittleren Richtkraft an Bord zur örtlichen Horizontal- 
intensität festzusfellen, mit anderen. Worten das 4 am Orte des Gebers, 
Bisher konnte man das Dygogramm nur nach umständlicher Deviations- 
bestimmung auf mehreren Stricehen sufzeichnen, es bot nur ein theoretisches 
Interesse, Mit dem Apparat des Herrn Dunoyer dagegen liefert das Dygogramm 
direkt die Beobachtung, aus der man die für Aufstellung der Deviationstabelle 
oder Ausführung der Kompensation nötigen Daten ableiten kann, Außerdem gibt 
der Erfinder eine Methode an, um ohne Änderung der magnetischen Verhältnisse 
am Aufstellungsorte des Gebers durch Einschalten eines passenden Widerstandes 
und einige einfache Änderungen in der Anordnung des Empfängers, von diesem 
die richtigen magnetischen (mißweisenden) Kurse anzeigen lassen kann, was be- 
sonders der Beachtung wert ist. Außerdem wird das Instrument die Aufklärung 
einiger noch dunkler Punkte der Deviationstheorie, z. B. der magnetischen 
Reibungsarbeit (Hysterese) ermöglichen, die bisher die Schwierigkeit der Be- 
stimmung der Konstanten fast unlösbar machten, 
Die mit dem elektromagnetischen Kompasse auf dem Linienschiffe »Patrie« 
angestellten Versuche haben in jeder Beziehung die Voraussagungen des Er- 
finders erfüllt und sind so überzeugend gewesen, daß die Marine ihre Fort- 
setzung mit einem auf ihre Kosten anzufertigenden, vervollkommneteren. Konmaß 
beschlossen. hat. 
Bein Schlußurteil faßt der Berichterstatter dahin zusammen; Der elektro 
magnetische Kompaß des Herrn Dunoyer ersetzt in den Panzertürmen und auf 
Unterseebooten, wo die Richtkraft so gering ist, daß der gewöhnliche Kompaß 
versagt, diesen; er vereinfacht die Bestimmung der Deviationskoeffizienten an 
Bord und wird die Untersuchungen erleichtern, zu denen jene Kenntnis nötig 
ist, d. h. zur Kompensation und zur Aufklärung noch nicht genügend erforschter 
Punkte der Deviationstheorie, 
Das Instrument ist daher berufen, der Navigierung im allgemeinen. und 
besonders der Panzerschiffe große Dienste zu leisten. Aus diesen Gründen verleiht 
die Kommission mit Zustimmung der Akademie Herrn Louis Dunoyer einen 
Preis von 2500 Ir. aus dem ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zur Belohnung 
von. Fortschritten, die geeignet sind, die Leistungsfählgkeit der französischen 
Seestreitkräfte zu erhöhen, M. 
3. Poeloe Lacet als Kohlenstation. Im Juniheit der Zeitschrift »De Zee« 
von 1909 finden sich folgende aus der »Shipping World« entnommene bemerkens- 
werte Angaben über die Insel Poelos Laoet als Kohlenstation: Es ist von Norden 
aus eine sichere Einfahrt mit 94m Tiefe bei Niedrigwasser vorhanden, Die 
Kohlenbrücke, auf der ein Kohlentip und zwei Kräne stehen, hat 6.7 m Wasser 
längsseit, Mit dem Kohlentip sollen 1000 % Innerhalb 24 Stunden übergenommen 
werden können, Ferner ist noch ein mit Schienengleisen versehener Pier vor- 
handen, auf dem die Kohlen längsseit gefahren umd in das Schiff gekippt werden 
können, Der Preis der Kohlen beträgt 17 sh. p. £ gegen 35sh auf Java, Was 
die Heizkraft der Kohle betrifft, so soll sich der Verbrauch 20%, höher stellen 
als bei Cardiffkohlen, Die Laocetkohle brennt gut, und es läßt sich leicht Dampf 
halten. Nur braucht sie reichliche Luftzufuhr und läßt viel Asche. 
Über den Heizungsbetrieb mit diesen Kohlen berichtet der leitende Maschinist 
eines englischen Dampfers; .»Die Laoetkohle brennt gut und ist von besserer 
Qualität als die japanische Kohle, Die Feuer brauchen nicht geschürt werden, 
nur die Rosten muß man von Zeit zu Zeit mit dem Haken klarieren. Es darf 
nur wenig zur Zeit aufgefeuert werden, auch ist es vorteilhaft, die Rosten etwas
	        
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