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Annalen der Hydrographie und Meteorologie, September 1909,
Starke und stürmische Winde wurden zu den Terminbeobachtungszeiten
beobachtetz Am 24, SO Stärke 7; am 25, N Stärke 8 und 6; am 27. NNW Stärke 7
und 6, Außerhalb dieser Zeiten wurden. stürmische Winde ferner am 8, beobachtet.
In. seinen. Mittelwerten charakterisiert sich der Oktober bei normalem
Luftdruck besonders durch hohe Bewölkunz und erheblich zu große Nieder-
schlagsmengen.
Die mittlere Tagestemperatur betrug 16.4°, die höchste trat am 18, bei
23.,2°, die niedrigste am 29. und 30. bei 7.1° ein; die Schwankung betrug dem-
nach 161% Die Morgen- und Abendtemperaturen lagen durchschnittlich etwas
über ihren normalen Werten, nur vom 25, bis 30, trat unter dem Einfluß der
stürmischen Winde ein stärkerer Rückgang ein,
Die Gesamtmenge des Niederschlags erreichte eine Höhe von 82,8 mm und
fiel wesentlich nur in der letzten Dekade, Besonders reichliche, die Höhe von
20 num erheblich übersteigende Niederschläge ginzen am 23, und 24. nieder.
Die Luftfeuchtigkeit erreichte bei 10.4 mm Dunstspannung einen mittleren
Wert von 74%.
Heitere Tage kamen 8, trübe 10 zur Auszählung,
Sonnenschein wurden. 184,5 Stunden =53°% der möglichen Dauer registriert.
November 1908, In den ersten Tagen des Monats stand die Witterung
unter dem Einfluß von Depressionen, welche aus westlicher Richtung kommend,
in rascher Folge über Tsingtau fortzogen und trübes regnerisches Wetter im
Gefolge hatten. Die Winde wehten in leichter Stärke aus wechselnden Richtungen,
die Temperatur war normal, Eine wesentliche Änderung des Witterungscharakters
trat mit dem 5. ein, Das Gebiet hohen Luftdrucks, dessen Kern über dem Innern
des Kontinents lagerte, breitete sich bis über die Küste hin aus und führte rein
Antizyklonale Verhältnisse herbei: niedrige Temperatur bei trockener Luft und
meist wolkenlosem Himmel, Diese Wetterlage erhielt sich fast unverändert
während des ganzen Monats, Eine Verstärkung der bestehenden Verhältnisse,
größere und plötzliche Rückgänge der Temperatur sowie stürmische nordwest-
liche Winde, brachten einzelne Depressionen, welche, aus der Gegend des Baikal-
sees kommend, nördlich von Tsingtau vorüberzogen und nach anfänglich leichteren
südlichen Winden mit größerer Temperaturerhöhung in ihren Rücken die ge-
schilderten Wirkungen hervorbrachten, Solche flachere Depressionen zogen am
8, 20, und 22, eine tiefere am 26, vorüber und führten an diesen Tagen zu
stärken nordwestlichen Winden, welche zeitweise Yolle Sturmstärke erreichten und
empfindliche Temperaturrückgänge verursachten. Namentlich die Depression vom
56. war auf ihrem Zuge nach Osten über größeren Gebieten von schweren
Stürmen begleitet,
Starke und stürmische Winde wurden zu den Terminbeobachtungszeiten
beobachtet: Am 8, NNW Stärke 7; am 20. NNO Stärke 8; am 22. NNW Stärke 7;
am 26, NNW Stärke 7 und 8 wie WNW Stärke 8; am 29, SSO Stärke 6. Der
Sturm vom 26, führte geringe Sandmengen mit sich,
In seinen Mittelwerten war der November durch niedrige Temperatur und
Bewölkung ausgezeichnet.
Die mittlere Tagestemperatur erreichte eine Höhe von 7.9° gegen 8,5° als
10jährigen Mittelwert, Die Morgentemperaturen waren erheblich zu niedrig, sie
gingen von 9,3° in der ersten auf 5,2% in der zweiten und 28° in der dritten
Dekade zurück, Das Maximum der Temperatur trat am 3. bei 18.0°, das Minimum
am 30, bei — 33° ein; die Schwankung betrug demnach 21,3°, An drei Tagen,
sogenannten Frosttagen, blieb das Minimum der Temperatur unter 0°,
Die Niederschlagsmengen erreichten eine Höhe von 15,2 mm und fielen in
den ersten 4 Tagen des Monats; sie überschreiten das 10 jährige Mittel um 5.9 mm.
Die Bewölkung war außerordentlich gering, 2.7 Zehntel gegen 3,8 als Mittel-
Heitere Tage kamen. 15, trübe 1 zur Auszählung:
Sonnenschein wurden 202,5 Stunden = 66% der überhaupt möglichen
Dauer registriert, In den Morgenstunden war die Luft häufig diesig, Reifbildungen
namentlich in der letzten Dekade nicht selten.
wert,