accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Die Witterung und phänologischen Erscheimangen zu Tsingtau im ‚Jahre Dez, 1907 bis Nor, 1908. 409 
und einem Gebiet niederen Druckes über den nördlichen Küstenländern bis zum 
Ende des Monats kühles, häufig regnerisches Wetter vorherrschte. Nur am 25, 
trat, im Rücken eines über Tsingtau fortziehenden Minimums, vorübergehend noch- 
mals heiteres wärmeres Wetter ein, 
Starke und stürmische Winde wurden zu den Terminbeobachtungszeiten 
beobachtet: Am 7, 50 Stärke 6; am 8, SSO Stärke 6; am 14. S Stärke 7; am 
18. NNW Stärke 7; am 25. NO Stärke 6; volle Sturmstärke (8 der Beaufort- 
Skala) wurde jedoch nur vorübergehend am Abend des 13. und in der Nacht 
zum 18. erreicht. Der Jahreszeit entsprechend kam die überwiegende Mehrzahl 
aller Winde aus südlichen Richtungen. 
In seinen meteorologischen Mittelwerten charakterisiert sich der Juni als 
nahezu normal. 
Die mittlere Tagestemperatur sowie diejenige der drei Termine zeigten nur 
unbedeutende Abweichungen vom 10 jährigen Mittelwert, Sie schwankte zwischen 
ihrem höchsten Wert von 30.0° am 7, und ihrem tiefsten von 139° am 13. um 
16.1°. An 11 Tagen stieg die Temperatur auf 25° oder darüber. 
Die Gesamtniederschlagsmenge erreichte eine Höhe von 84.1 mm und ging 
an 15 Regentagen nieder. Größere, die Höhe von 20 mm übersteigende Regen- 
mengen fielen am 13, und 17. Die Maximalmenge innerhalb 24 Stunden betrug 
29.3 mm. Von der Gesamtsumme fielen während der Tagesstunden (7% V, bis 94 N.) 
28,9 mm, in den Nachtstunden 55.2 mm, 
Die Bewölkung von 6.1 Zehnteln ist etwas größer als normal, Als heitere 
Tage kamen 3, als trübe 9 zur Auszählung, Der Sonnenschein-Autograph registrierte 
215.7 Stunden, das sind 49%, der möglichen Dauer, 
Gewitter traten am 5. und 13. auf, Besonders bemerkenswert ist dasjenige 
des 13. wegen seiner seltenen Dauer, Am Abend dieses Tages gelangten in der 
näheren Umgebung von Tsingtau mehrere Gewitter zugleich zur Entwicklung, 
welche mit anhaltender Heftigkeit während der ganzen folgenden Nacht hindurch 
tobten und erst am Vormittag des 14, in südöstliche Richtung abzogen, Mit dem Ein- 
setzen der ersten Entladungen ging am Abend des 13. eine heftige Hagelbö nieder, 
Nebel herrschte in größerer Dichtigkeit am 14, 15, 16, 21. 22, 28, 24. 
und 2% Diesige Luft trat ferner vielfach in den Morgen- und späteren Abend- 
stunden auf, 
Juli 1908, Die Witterung wurde wesentlich bedingt durch die Zugehörigkeit 
zu dem großen Gebiet niedrigen Luftdruckes, welches in dieser Jahreszeit über 
dem Innern des asiatischen Kontinents ausgebreitet liegt. Das Wetter war daher 
bei fast ständig bewölktem Himmel meist verhältnismäßig kühl und trübe, De- 
pressionen, welche vielfach von Gewittern begleitet waren, zogen in rascher Folge 
vorüber und brachten häufige, jedoch selten ergiebige Niederschläge. 
Der Monsun wehte in leichter bis frischer Stärke fast ununterbrochen aus 
südlicher bis südöstlicher Richtung, Starke und stürmische Winde wurden zu 
den Terminbeobachtungszeiten beobachtet: Am 18, SSO Stärke 7; am 19, SO 
Stärke 8, S Stärke 6 und SSO Stärke 6; am 23, S Stärke 6; am 28. SSW Stärke 6; 
nur am Abend des 18. und Vormittag des 19. entwickelte sich der Wind bei 
Annäherung einer aus westlicher Richtung kommenden Depression vorübergehend 
zu voller Sturmstärke. 
Die mittlere Tagestemperatur betrug 226° gegen 23.4° als 10 jährigem 
Mittelwert. Im allgemeinen zeigte sich ein regelmäßiges Steigen der Temperatur 
von Anfang bis Ende des Monats, so daß die letzte Dekade sogar noch eine 
etwas höhere Temperatur wie normal hatte, Das Maximum trat am 29, bei 31.4°, 
das Minimum am 4, bei 17.7° ein, die Schwankung beirug sonach 13,7°, 
Die Niederschlagsinenge des Monats erreichte nur eine Höhe von 50.4 mm 
gegen 168.6 mm als Mittel aus 10 Jahren, Rechnet man den Regentag von 72V, 
bis 75V. so fielen die Niederschläge an 15 Tagen; unter Fortfall der gering- 
fügigen, die Höhe von 0.2 mm nicht überschreitenden Tagesmengen reduziert 
sich die Zahl der Regentage auf 10, Auf die Tagesstunden von 7hV, bis 9u N, 
entfallen von der Gesamtsumme 45,2 mm, auf die Nachtstunden nur 5,2 mm. Die 
größte Menge der innerhalb 24 Stunden gefallenen Niederschläge erreichte nur
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.