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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

ZU 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Metcorologie, Septembir 1909. 
Die gefallene Regenmenge yon 16.0 mm fiel am 28, 30. und 81. Nebel 
von größerer Dichte und längerer Dauer trat, wie schon eingangs erwähnt, 
am 16, auf, 
Die Bewölkung von 5,3 Zehnteln entspricht nahezu dem Mittelwert, Heiters 
Tage gelangten 5, trübe 7 zur Auszählung,. Der Sonnenschein-Autograph registrierte 
148.3 Stunden = 40%, der möglichen Dauer, 
Leichterer Nebel herrschte ferner am Morgen des 17, und Mittag des 28, 
Da stärkere Fröste nicht mehr einsetzten, konnten. die Erdarbeiten un- 
gestört fortgesetzt werden. 
April 1908 In seinen durchschnittlichken. Witterungserscheinungen stellt 
sich der Monat als ungewöhnlich kühl und trocken dar, 
Was die einzelnen Wetterlagen anbetrifft, so gehören die Tage bis zum 3, 
noch der Ende vorigen Monats eingetretenen Periode niederen Lufidruckes an, 
Die Witterung war bei leichten bis frischen südöstlichen Winden meist warm; am 
2. fielen geringe Niederschläge, Mit dem weiteren Fortschreiten dieses Tiefdruck- 
gebietes in Östlicher Richtung herrschten bis zum 5. vorübergehend nördliche, 
am Tage meist südöstliche Winde bei niedriger Temperatur, In den folgenden 
Tagen, vom 9. bis 12, kam Teingtau dann in den Bereich einer im Süden er- 
schienenen Depression, welche nordostwärts vorrückte und bei anfangs noch süd- 
Sstlichen, später östlichen und nordöstlichen Winden geringe Temperatursteigerung 
sowie häufige, wenn auch nur wenig ergiebige Niederschläge herbeiführte, Eine 
heue Periode der Witterung setzte mit dem 13, ein, indem von diesem Tage ab 
sich der Luftdruck über größeren Gebieten ausgeglichen hatte, was bis zum 22. 
meist heiteres und trockenes Wetter bei Jeichten, zeitweise frischen südöstlichen 
Winden. zur Folge hatte. Am 23, erschien wiederum eine Depression in west- 
licher Richtung, welche anfangs stürmische südliche, nach ihrem Passieren südlich 
von Tsingtau am 24, heftige nördliche Winde zur Entfaltung brachte, Unter der 
Einwirkung der kalten nördlichen Luftströmung trat an diesem Tage ein 
Temperatursturz von. mehr als 10° ein. Vom. 25. an herrschten dann bis Schluß 
des Monats bei nur geringen Luftdruckunterschieden meist leichte südliche 
Winde bei steigender Temperatur, 
Starke bis stürmische Winde wurden zu den Terminbeobachtungszeiten 
beobachtet: Äm 6. N Stärke 6; am 19. SO Stärke 6; am 22. 5 Stärke 6; am 28. 
S Stärke 6 und SO Stärke 6; am 24. NO Stärke 6 und N Stärke 10. Bemerkens- 
wert ist der Sturm vom 24, durch die Mitführung größerer Sandmengen, 
Die Mittelwerte der einzelnen meteorologischen Elemente lagen durchweg 
erheblich unter dem 10jährigen Mittel. | 
Die höchsten Tagestemperaturen zeigten meist nur wenig Änderung, nur 
in der ersten Dekade machten sich geringe Schwankungen bemerkbar, Die 
mittlere Tagestemperatur wich vom Mittel der 10 Beobachtungsjahre um — 1.4° 
ab, Die höchste Temperatur trat am 21. bei 17.4°, die niedrigste am 5. bei 14° 
ein, die Schwankung betrug demnach 16.0°. 
Heitere Tage kamen 8, trübe 9 zur Auszählung. N 
Der Sonnenschein-Autograph registrierte 178.5 Stunden == 45%, der mög. 
Kechen. Dauer, | 
Die monatliche Niederschlagsmenge von 7,9 mm liegt beträchtlich unter 
dem bisher beobachteten Mittelwert (31.5 mm). Sieht man von den geringfügigen 
unmeßbaren Niederschlägen ab, so diel die gemessene Regenmenge wesentlich am 
%, 9, 10, 11, 12, 23, 24, und 80. 
Nebel trat in größerer Verbreitung gar nicht, diesige Luft in den Morgen- 
stunden. häufig auf, 
Mai 1908, Die Witterung stand häufig unter dem Einfluß von Depressionen, 
welche in rascher Folge auftraten und in den. Wetterlagen. große Unbeständigkeit 
hervorriefen, Im Monatsanfang rückte ein Gebiet niedrigen Luftdruckes von 
Westen heran, während gleichzeitig ein Maximum die japanischen Inseln. bedeckte, 
Die Witterung war bei anfangs frischen südöstlichen, mit dem weiteren Vor- 
dringen der Depression in östliche Richtung auf Nordost holenden stürmischen 
Winden kühl und regnerisch. Yom 3. bis 14. war, abgesehen von geringfügigen
	        
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