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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

400 Annalen der Hydrographie umd Maritimen Meteorologie, September 1900, 
1.3° unter dem Mittelwert aus 10jährigen Bechachtungen, 29 Tage waren Frost- 
tage, und von diesen wieder 6 Eistage, Die tiefste Temperatur mit -— 12,8° trat 
am 20, die höchste mit 10.2° am 12, ein, die Schwankung beirug demnach 23.0°. 
Die monatliche Niederschlagshöhe erreichte 13,4 mm; am 30, ging der ge- 
samte Niederschlag von 8.23 mm in Schneeform nieder, 
Die Bewölkung von 5.8 Zehnteln ist erheblich größer als der Mittelwert, 
dementsprechend kamen 9 trübe und mur 4 heitere Tage zur Auszählung gegen 
7 und 9 als Mittelwerte. 
Der Sonnenschein -Autograph registrierte 128.2 Stunden gleich 42% der 
möglichen Dauer. - 
Die Eisdecke taute während des ganzen Monats nicht auf, der Boden war 
stets, wenn auch zuweilen nur wenig gefroren, Am 18, und 19, hatte sich infolge 
Temperaturwechsels Glatteis und Eisanhang gebildet, Der in der Nacht vom 29, 
zum 30. gefallene Schnee bedeckte etwa 8 Tage lang den Boden. 
Februar 1908. Der’ Monat Februar zeichnet sich durch eine ganz un- 
gewöhnlich kalte Witterung aus, namentlich die erste Dekade wies eine ununter- 
broöchene Reihe von außerordentlich niedrigen Minimaltemperaturen auf, Diese 
anhaltende Kälte wurde durch die vorherrschende nördliche Luftströmung herbei- 
geführt, welche ihren Ursprung im dem über dem Innern lagernden Gebiet hohen. 
Luftdrucks hatte, 
Im einzelnen betrachtet, fehlt es im Monat fast ganz an durchgreifender 
Änderung in der Wetterlage, ; 
Zu Beginn des Monats herrschten frische nordwestliche Winde, welche am 
5, unter dem Einfleß einer im Norden erschienenen Depression zu vollem Sturm 
anwuchsen, Die Temperatur hielt sich in den Morgenstunden durchschnittlich 
auf etwa — 7°, nur am 5. und 6. ging sie unter der Einwirkung der stärkeren 
Winde bis auf — 9° herab und zeigte auch in der Mittagstunde noch — 5.0° 
and — 7,6%. Eine flache Depression, welche am 20. und 21. über Teingtau fort- 
zog, brachte geringe Erwärmung, sonst stieg die Temperatur bis zum 26, bei 
meist schwächeren nordwestlichen Winden nur langsam. Einen Umschlag in der 
ganzen Wetterlage führte erst eine an diesem Tage im oberen Yangtsetal er- 
schienene Depression herbei. Bei frischen südöstlichen Winden stieg die 
Temperatur rasch um fast 10° Mit dem weiteren Vordringen des Minimums 
kam es am 27, zu geringen Niederschlägen. Am 29. setzte wieder frischer nörd- 
licher Wind ein, welcher einen erneuten Rückgang der Temperatur herbeiführte. 
Starke bis stürmische Winde wurden zu den Terminbeobachtungszeiten notiert; 
Am 2, NW Stärke 6; am 5. NW Stärke 8 und NNW Stärke 8; am 6, NW Stärke 7; 
am 17, NNW Stärke 6; am 22. NNW Stärke 6; am 29, N Stärke 7, 
In seinen Mittelwerten ist der Monat durch sehr niedrige Temperatur und 
starke Bewölkung ausgezeichnet. 
Die höchste Temperatur trat am 28, bei 7,6°, die niedrigste am 1, bei 
—12.8° ein; die absolute Schwankung betrug also 20.4°, Die mittlere Monats- 
temperatur von 1.9° ist um 19° niedriger als das Mittel aus den 10jährigen 
Beobachtungen, An 26 Tagen blieb das Minimum, an 7 unter diesen auch das 
Maximum der Temperatur unter 0° 
Die gefallene Regenmenge erreichte die Höhe von 3.2 mm gegen 7,8 als 
Mittelwert. 
Die Bewölkung von 5,0 Zehnteln ist etwas größer als das bisherige Mittel; 
es kamen nur 1 heiterer und 5& trübe Tage zur Auszählung, Der Sonnenschein- 
Äutograph registrierte 147.1 Stunden, das sind 48% der möglichen Dauer, 
Winter 1907/08, Die außerordentliche Strenge des vergangenen Winters 
zeigte sich auch in den Mittelwerten der einzelnen meteorologischen Elemente, 
Die beobachtete Mitteltemperatur von — 0.6° ist 1.2° zu niedrig; zweimal er- 
reichte das Minimumthermometer den bisher noch nicht eingetretenen Stand. Yon 
128° Aus den Mitteln der Extreme ergibt sich als mittlere Temperatur- 
schwankung 7,8°. Die höchste Temperatur war 18,2%, so daß die Schwankung 
26.0° betrug, Die Zahl der Frosttage belief sich auf 78; unter diesen waren 
17 Eistage.
	        
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