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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1008,
Durch Ihre räumliche und zeitliche Ausdehnung sind aus neuerer Zeit noch
folgende Staubfälle bemerkenswert: |
Zeit des Auftretens Ausdehnung des Stanbfalles
25,—26, XIL 1906 0 X-Br. und 17° W-Ly. südlich bis 17° N-Br. und 18° W-Le.
8.—12. IL 1907 85 © >70 « nördlich « 20% « 40
14.—16. XI. 1906 | 209 « 2« 20° «* südwestlich « 14” « x 23°
2— 4 IL.1905 | 249? « * 21° « südwestlich « 5° « 299
7—11. 1,1906 | 21° *® « 95% « südlich « 6° « « 9286
2—10 I. 1007 79 * 26° « nordöstlich * 14° « & 229
0.—21. IL 1906 109° © « 26% x« südlich . 06% « «© 259
Zum Schluß mögen hier noch zwei Staubniederschläge aufgeführt werden,
die in der Nähe der La Plata-Mündung beobachtet sind, wohin die Staubmassen
jedenfalls aus dem Innern Argentiniens getragen wurden. Es sind dies folgende:
An Bord des D. »Hathor« herrschte am 5. Juli 1908 nachmittags in 40° S-Br,
und 50° W-Lg. ziemlich starker Staubfall. An Deck war alles mit einer schwarz-
braunen Staubmasse bedeckt. Der Wind war Nord, Stärke 4. Ferner berichtet
das Schulschiff »Herzogin Cecilie«: »Wir bemerkten am 4, August 1902 morgens
in 831° S-Br. und 47° W-Lg. beim Losmachen der Segel, daß sie mit einer leichten.
yelben Staubschicht überzogen waren, Am Tage vorher hatten wir einen
Pampero zu überstehen.« Jentzsch.
Kleinere Mitteilungen.
i. Über die sekundären Oszillationen des Meeresspiegels. Hierdurch
möchten wir unseren verbindlichsten Dank Herrn Dr, Wegemann dafür aus-
sprechen, daß er unsere vorliegende Arbeit ausführlich studiert und einen Auszug
davon in den »Ann, d. Hydr. usw.« 1908, S, 532 u, ff, veröffentlicht hat. Da im
unserer Schrift zufällig einige sehr wichtige Druckfehler, die schon von Herrn
Dr. Wegemann bemerkt wurden, vorgekommen sind, so haben wir den Wunsch,
den Lesern dieser Zeitschrift die folgenden Korrekturen bekannt zu geben:
1. Die Tiefen der Buchten sind immer in »Fathoms« (= 1.829 Meter},
aber nicht in »Meter«, angegeben, so daß die Konturlinien in den Topographien
die Linien der gleichen Tiefe von so viel von »Fathoms« bezeichnen, wie sie den
beigeschriebenen Ziffern entsprechen,
Die von Herrn Dr. Wegemann ausgeführten Umrechnungen, in der die
Fathomlinien als die Meterlinien angenommen worden sind, sind daher nicht richtig.
2. In der in »Phil. Mag.« und in »Proc. Tokio Phy-Mach. Soc.« gegebenen
Formel für die Mundkorrektion fehlt »4« vor den Klammern, während die in »Jour,
Coll, Sci,« gegehene Formel richtig ist. K. Honda, T. Terada und D, Isitani.
Durch die vorstehenden. Berichtigungen erledigen sich die von mir ge-
machten bezüglichen Einwände, Nach der Angabe in den »Explanations« zu den
topographisehen Skizzen mußte man annehmen, daß die Isobathen nach Metern
konstruiert seien, Die unter dieser falschen Voraussetzung von mir berechneten
Zahlen sind deshalb in folgender Weise zu verändern (»Ann, d, Hydr. usw.«
1908, S, 589):
Ötaru: 1169; HI 82; II 9.2; IVY 231%
Tsuruga: I 60.2‘; II 50,5’; IIL 45.6°; IV 17,9; V 10.38%
Demnach liefern für Otaru die Knotenlinien I und IV ‚tatsächlich beob-
achtete Perioden; für Tsuruga I, V und eine Zwischenlage zwischen III und IV.
Jedenfalls lassen sich leicht für alle Buchten Knotenlinien bestimmen, die die
beobachteten Perioden zur Folge haben, Wegemann.
2. Wind- und Wetterverhältnisse im Bismarck-Archipel. Nach Bericht
S; M, S. »Planet«, Kommandant Kapitänleutnant Nippe.
Der NW-Monsun setzte auf den Admiralitäts-Inseln im Jahre 1908 am
18. November, in der Blanche-Bucht am 16. November ein. Das um fünf Wochen
spätere Einsetzen des Nordwest im Dezember 1907 wurde im Arcbipel allgemein
als Ausnahmefall bezeichnet,
Hinsichtlich der Niederschläge zeigen die Admiralitäts-Inseln bemerkens-
werte Eigentümlichkeiten. Charakteristisch ist die Häufigkeit und Plötzlichkeit;