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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1909, 
Im folgenden soll angenommen werden, daß diese Beseitigung wirklich 
erfolgt ist. 
b. Einfluß des Distanzfehlers, 
Falsch wäre es, diesen Einfluß nach der ersten Gleichung (7) zu berechnen. 
Vielmehr ist zu beachten, daß der einem Distanzfehler entsprechende Fehler der 
mittleren Greenwicher Zeit seinerseits in den Jahrbuchgrößen Fehler erzeugt, die 
mit den soeben betrachteten Fehlern dp, dp+*, dax nicht verwechselt werden 
Jürfen, Nennen wir den gesuchten Fehler der mittleren Greenwicher Zeit dt, 
so haben wir jetzt dpk = yC-di 
dp = pa-dt }- . © m & ws 
dar = a&k-dt 
in (6) einzuführen und die entstehende Gleichung nach dt aufzulösen, Ohne 
Schwierigkeit ergibt sich die Formel an 
dt eoM-pyC -+eosS-preinM-sinp Cd — X) 
die für einen Fixstern in 
fa ra 4b > 
co M-pyCd-Ln M-sinpl al 
übergeht, 
Wie zu erwarten war und wie der Vergleich von (16) mit (3) unter Be- 
achtung von (4) bestätigt, ist der Nenner rechts nichts anderes als I, die Distanz- 
Änderung in der Zeiteinheit, Das heißt aber: die mn (16) und (17) ausgedrückte 
Beziehung ist genau dieselbe, die bei Benutzung von Monddistanzephemeriden durch 
den Proportionallogarithmus erhalten wird. Ein spezifischer Einfluß des Winkels M 
ist nicht vorhanden, und wir können abschließend sagen: Ein Distanzfehler 
hat bei Anwendung der «-Methode genau denselben Einfluß auf die 
mittlere Greenwicher Zeit wie bei Anwendung der direkten Methode 
4. Zwei Beispiele. 
Im ersten der folgenden Beispiele ist die Distanz abnehmend, im zweiten 
zunehmend; hiernach sind die Vorzeichen der Formeln (13) (14) (16) (17) aus- 
zuwählen. Im ersten Beispiel ist das Distanzgestirn die Sonne, im zweiten ein 
Fixstern, so daß im ersten Beispiel die Gleichungen (13) und (16), im zweiten 
(14) und (17) Anwendung finden. Besonders hervorgehoben sei, daß das zweite 
Beispiel trotz des nach Goodwin sehr ungünstigen Wertes M == 131° — er ge- 
braucht in einem solchen Falle den Ausdruck »completely out of court« — ebenso 
scharfe Resultate liefert wie das erste Beispiel mit M = 79°, — Ferner sei darauf 
hingewiesen, daß die zunächst angenommene mittlere Greenwicher Zeit t, absichtlich 
am einen verhältnismäßig großen Betrag, etwa 10"PM in jedem der beiden Bei- 
spiele, falsch gewählt ist. | . 
In jedem Beispiel sind zunächst für zwei um 1’ voneinander verschiedene 
Distanzen mit Hilfe der Distanzephemeriden des Nautischen Jahrbuchs unter Berück- 
sichtigung zweiter Differenzen die mittleren Greenwicher Zeiten berechnet, Mit 
liesen direkt erhaltenen Werten stimmen die nach der «&«-Methode 
anter Anwendung von (13) und (16) oder (14) und (17) gefundenen gut 
überein. Unterschiede von wenigen Zeitsekunden sind freilich vorhanden, waren 
aber auch zu erwarten; denn da das berechnete P ebenso wie die Jahrbuch- 
werte a € und x * auf Zehntelzeitsekunden abgerundet sind, so kann schließlich 
ungünstigen Falles ein Fehler von nahezu 0.15% entstehen, der die mittlere 
Greenwicher Zeit um 4 bis 5%* fälschen würde. 
Erstes Beispiel, 
Angenäherte M.G, Z. = 1905 Juli 27, 12% 50min, 
Distanz Sonne—Mond == 51° Y' 0” (abnehmend). 
A. Direkte Rechnung, (Nanutisches Jahrbuch: Breusings Tafeln.) 
Es ergibt sich 
M, CO. Z. = 124 58min 5lsek 
M. G. Z. = 12b 56min 47sek
	        
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