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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Einfluß des verschiedenen spezifischen Gewichte von Salz- und Süßwasser auf «die Strömungen usw, 073 
stand aufwärts von B bezieht, Ist nun während einer vollen Tide z. B. jede 
Viertelstunde das spezifische Gewicht an der Oberfläche und längs der Sohle 
in diesen drei Punkten beobachtet worden, so können die Ergebnisse graphisch 
dargestellt werden, indem das spezifische Gewicht als Ordinate und die Beob- 
achtungszeit als Abszisse aufgetragen wird. Wie zu erwarten ist, wird in © 
das volle spezifische Gewicht des Seewassers (+47 1.025) nicht erreicht, in B 
während einer kürzeren Zeitdauer als in A. In A wird das Wasser längs 
der Schle niemals vollkommen süß und an der Oberfläche nur kurze Zeit, in 
GC ist die Vergrößerung des spezifischen Gewichts an der Oberfläche gering 
und von kurzer Dauer. In Wirklichkeit geht die Veränderung des spezifischen 
Gewiehts nicht so allmählich vor sich, wie in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellt ist, 
weil während der Übergangszeit des Süß- in Salzwasser und umgekehrt das spe- 
zifische Gewicht fortwährend auf und nieder geht. An den Grenzen, zwischen 
denen es schwankt, ist jedoch Hebung oder Senkung zu erkennen. 
Fig. 5. (0. 
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Trägt man num A, B und € in ein Längenprofil des Tidestroms ein, so 
kann man zu verschiedenen Augenblicken das spezifische Gewicht an der Ober- 
Näche und längs der Sohle in diesen Punkten angeben und annähernd durch 
[nterpolation das spezifische Gewicht in anderen Punkten finden. Durch Ver- 
bindung der Punkte von gleichem spezifischen Gewicht erhält man Linien, die 
die Verteilung des Salzgehalts im Strom zwischen A und C in jedem gewünschten 
Augenblick angeben, In den Fig, 6 und 7 ist dies um 5% und um 1i% d, h. in 
den Augenblicken der kräftigsten Flut und Ebbe, geschehen. Die Linien 00‘ 
Ann, d, Hydrr, new. 1909, Heft YI 
Fiz. 7 (Ebbe)
	        
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