379 . Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorolagie, Juni 1900,
ran. Holland durch die verschiedene Farbe von See- und Ebbewasser schr gut
zu beobachten, wo See- und Flußwasser sich augenscheinlich schr schlecht ver-
mischen, Allmählich wird das Ebbewasser zwischen den Dämmen spezifisch
leichter und die Stroamgeschwindigkeit geringer, bis endlich das Seewsasser unter
dem Ebbewasser des Tidestroms eindringt. Daß diese Erscheinung in dem » Neuen
Wasserweg« so kräftig auftritt, ist erklärlich, weil dieser bei einer Flutgröße von
nur 1,67 m verhältnismäßig schmal ist und infolgedessen die in jeder Tide nach
See geführte Süßwassermenge im Verhältnis zu der während der Flut ein-
strömenden Salzwassermenge größ ist. Am Hoeck van Holland ist gegen das
Ende der Ebbe das Wasser an der Oberfläche auch süß, so daß dann der Über-
vanz von Süß- zu Seewasser plötzlich am Seeende des nördlichen Dammes und
selbst bei Flut in emer kurzen Stromstrocke stattfindet,
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Die Zahlen zeben die Tiefen im dm unter Niedrigwasser an.
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Ganz anders gestaltet sich der Verlauf der Erscheinung bei Tideströmen,
bei denen die bei Flut einkommende Seewassermenge im Verhältnis zu der Ober-
wassermenge sehr groß {ist und erst in gewissem Abstand von der Mündung
unter normalen Verhältnissen Süßwasser angetroffen wird, also niemals in der
Mündung eine Veränderung des spezifischen Gewichts und somit ein plötzlicher
Übergang von Süß- in Seewasser stattfindet. Zu solchen Tideströmen gehören
u. x. Schelde, Themse, Elbe, Weser wm a.
Fir, 3 (A
Die Untersuchungen über die
Veränderung des spezifischen. Ge-
wichts auf verschiedenen Punkten
des neuen Wasserweges während
einer Anzahl voller Tiden im Jahre
1905 lassen auf Grund der Ergeb-
nisse darauf schließen, daß der Ein-
Muß des verschiedenen spezifischen
Gewichts noch weitergehender dest,
als wie bis heutigen Tages ange.
nommen. wird. Um dieses zu be-
weisen, kann auf Fig. 3, 4 und 5
verwiesen werden, von denen sich
Fig, 3 auf einen Punkt A. nahe der
Mündung, Fig, 4 auf einen Punkt B
in. einigen Külometern Abstand auf-
wärts von. A und Fig, 5 auf einen
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