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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

v, Schaper, H.: Zur Ableitung der Derviationsgleichung, 
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Eine die Beweiskraft des ganzen übrigen Gedankenganges aufhebende Lücke ist 
aber auch hier vorhanden; denn wenn man, wie es bei Breusing (und ebenso 
in den drei anderen Büchern) geschieht, in der streng richtigen Gleichung 
HN d == 8,008 E-SiNZ-—@-SiNn 5 «COSZ ; 
sogleich £ = z Setzt, so gibt man damit (wie weiter unten gezeigt wird) die 
Möglichkeit einer befriedigenden Einführung des A aus der Hand, und es bleibt 
dann freilich nur übrig, wegen wirklicher Beweise auf die Lehrbücher der 
Deviation sich zu berufen, — In dem vom Reichs-Marine-Amt herausgegebenen 
Lehrbuch der Navigation kommt die hier berührte Schwierigkeit nicht in 
Frage, insofern dort die Ablenkungsformel (die strenge sowohl als auch die an- 
genäherte) ohne Beweis mitgeteilt wird, nachdem allerdings vorher einige Formeln 
für halbkreisige und viertelkreisige Ablenkung entwickelt sind!) | 
Den besprochenen Darstellungen gegenüber muß unbedingt die Forderung 
erhoben werden, die Zahl als das einzuführen, was sie wirklich ist, 
nämlich als eine reine Rechnungsgröße; hinterher steht es dann ja noch 
immer frei, den Namen »mittlere Richtkraft nach magnetisch Nord, gemessen in 
Einheiten der erdmagnetischen Horizontalintensität« zu erklären, 
In. der nun folgenden Ableitung der Gleichung (1a), welche die genannte 
Forderung, unter Aufrechterhaltung der Einfachheit und Anschaulichkeit, erfüllen 
will, ist noch ein anderer Fehler der üblichen Darstellungen beseitigt, der mit 
der verkehrten Auffassung des 4 in engstem Zusammenhange steht. Gewöhnleh 
wird, nachdem die Bestandteile B-sinz, C-cosz, D-sin2z einzeln abgeleitet 
sind, gesagt, es ergebe sich nun die Gesamtablenkung, falls sie einen gewissen 
Betrag nicht überschreite, einfach als Summe der Einzelablenkungen?, In Wahr- 
heit liegt aber die Sache so. Die gesonderte Betrachtung der verschiedenen 
Schiffskräfte ergibt, korrekt durchgeführt (vergl. die unten folgende Dar- 
stellung), die Ablenkungen: Q 
8 x 
3 = Hain 16 9B75 80 = H-sin 19 0885 0 = SE 18 ner 
während die Gesamlablenkung Sure . 
. R—8 
SC A ET 
gegeben ist. Es findet also keineswegs bloße Addition der Einzelablenkungen 
statt, vielmehr tritt in den beiden ersten Gliedern rechts der Nenner 2 
neu hinzu, — 
Zur Ableitung der Gleichung (1a) beweise ich zunächst den Satz: Es sei 
H die Horizontalintensität des Erdmagnetismus, K, die horizontal nach vorn, 
K; die horizontal nach Steuerbord gerichtete Komponente des schiffsmagnetischen 
Feldes, z der Kompaßkurs, ö die Ablenkung; dann gilt streng die Gleichung: 
sin $ — N sin z-+ Sr 0004 . 
Um dies zu erkennen, setzen wir zu- 
nächst K, und K,; zu einer Gesamtkraft K 
zusammen, die mit der Richtung nach vorn 
den Winkel @ (»Steuerbordswinkel«) bilden 
möge. Setzen wir ferner die Kraft K mit H 
zusammen, 80 ergibt sich aus der Figur nach 
dem Sinussatz: 
sind = S-sin(z+ 0) oder 
sin d =— DS, sin BARS gr 
Nun ist aber 
K-cos a4 = Kr 
K-sin & == Ks 
so daß wir durch Einsetzen dieser Werte die 
zu beweisende Gleichung (3) erhalten. 
Yan OÖ. 8 121, 127, 133. 
* Manchmal wird sogar die Zulässigkeit dieser Sumhmation als selbstverständlich betrachtet und 
überhaupt kein Wort darüber verloren! 
Ann. d. Tivdr. usw... 1900 Heft Y
	        
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