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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Querfurt, Hz Die Einwirkung der Winde auf die Strömungen im Skagerrak und Kattegat uam 213 
Stationen S Skag.). Nur ganz in der Nähe der Küsten wurde Bankwasser von 
S3— 3407 und 2-—4° C, gefunden, während der übrige Teil des Skagerraks von 
Wasser höheren Salzgehaltes (> 34%.) bedeckt war, welches bis weit nach © 
als Oberflächenstrom in das Skagerrak einströmte und selbst an der Station 
8 Skag, 10 (58° 46' N-Br. und 10° 21’ O-Lg.) am 17, Februar gefunden wurde. 
Einen deutlichen Einblick in die hydrographischen Verhältnisse des Skagerraks 
im Februar 1905 gewährt Profil II, Februar 1905, Aus den Beobachtungs- 
resultaten an den entlang der schwedischen Küste gelegenen Stationen geht 
hervor, daß das baltische Stromwasser während der betreffenden Zeit aus dem 
Skagerrak verschwunden. war. An allen in der Nähe der schwedischen und 
norwegischen Küste gelegenen Stationen: 
5 Skag, 15 {56° 15,8’ N-Br. und 11° 26,8° O-Lac)' 8 Skag, 14 (58° 40.0 N-Br. und 11° 05,7’ O-Le.) 
S Skag. 10 (38° 10.3 » « 11°8320 « ) SSkag, 13 {58°30' & 0 9° x} 
S Skag, 17 (585993 20€ 0« 1°34P « 1, 
wurde an der Wasseroberfläche ein Salzgehalt von > 31 9 und eine ent- 
sprechend hohe Temperatur gemessen, | 
Daß unter der Einwirkung des am Morgen des 15. Februar aus östlicher 
Richtung wehenden Windes das baltische Wasser im Kattegat wieder weiter nach 
N strömte, geht aus den Beobachtungsresultaten an der Station SSkag, 0 
(57° 41’ N-Br. und 11° 24” O-Lga) hervor, woselbst am 15. Februar morgens sich 
Öberflächenwasser von 29.69% und 1.5° ©, vorfand. Auch am Leuchtschiff 
Läsö-Trindel (57° 26,3’ N-Br. und 11° 16.5’ O-Lg.) sank der Öberflächensalzgehalt 
am 15, Februar von 30%, auf 28,5% (8, Nautisch-Meteorologisches Jahrbuch 1905), 
Aus obigen Ausführungen geht also deutlich hervor, daß die am Anfange 
der speziellen Betrachtung der hydrographischen Verhältnisse im Februsr 1903, 
1904 ı&. 1905 auf S. 209 u. 210 gebrachte allgemeine hydrographische Situation des 
Skagerraks und Kattegats während der Wintermonate, die sieh auf Grand jahre- 
langer Beobachtungen ergeben hat, keineswegs während der ganzen Dauer dieser 
Jahreszeit auch nur annähernd zum Ausdruck kommt, Es gestalten sich viel- 
mehr selbst im Winter die hydrographischen Verhältnisse in den dänischen und 
schwedischen Gewässern verschiedentlich derart, daß sie, abgesehen von der 
Temperatur, den für die warme Jahreszeit charakteristischen hydrographischen 
Zustand repräsentieren. Kin Vergleich der Frofile für Februar ist geeignet, 
dies in deutlicher Weise zu veranschaulichen. Während im Februar 1903 und 
1905 die Skagerrakoberfläche sowie die Oberfläche des nördlichen Kattegats mit 
salzreichem Wasser überzogen war, gestalteten sich im Februar 1904 die Ver- 
hältnisse ganz anders, Nicht nur an der ganzen Kattegatoberfläche, sondern 
auch an der Oberfläche eines großen Teiles des Skagerraks wurde Wasser 
baltischen Ursprungs gefunden, 
Die Ursache dieser verschiedenartigen Gestaltung in der Hydrographie des 
Skagerraks und Kattegats während der kalten Jahreszeit ist, wie oben des 
näheren ausgeführt wurde, dem Einflusse der Winde zuzuschreiben, Während 
im Februar 1903 und 1905 fast ausschließlich westliche Winde wehten, die zum 
Teil von erheblicher Stärke waren, herrschten im Februar 1904 östliche Winde 
(70%, sämtlicher Windbeobachtungen) vor, Die Folge davon war, daß im 
Februar 19023 und 1905 das im allgemeinen zu dieser Jahreszeit ohnehin starke 
Einströmen des salzreichen Wassers der Nordsee noch gefördert, der Baltische 
Strom dagegen erheblich reduziert und zeitweise sogar gänzlich aus dem 
Skagerrak verdrängt wurde, Anders jedoch im Februar 1904, wo unter der 
Einwirkung der Östlichen Winde das aus der Nordsee einströmende salzreiche 
Wasser zurückgedrängt und durch das aus dem Kattegat ausströmende Wasser 
baltischen Ursprungs ersatzt wurde. 
IL. Die hydrographischen Verhältnisse des Skagerraks und Kattegats 
im Mai 1903, 1904 und 1905, 
Im Frühjahr (März—Mai) beginnt der Baltische Strom, der dann aus der 
Östsee wieder größere Wassermassen mit sich führt, sich weiter an der Skagerrak- 
Oberfläche auszubreiten und ‚das salzize und wärmere Wasser aus der Nordsee
	        
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