30% Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1900,
schwächeren. nicht Widerstand leisten möchien, Auf gleiche Weise Inssen sich
vielleicht die Verhältnisse bei Nahkiainen, Äransgrund usw, deuten,
Eine der Windstärke folgende Zunahme in der Stromstärke 1äßt sich überall
nachweisen, doch ist diese nieht linear, sondern sie findet langsamer statt,
Die Ablenkung des Stromes nimmt an allen. Stationen, außer bei Sydost-
brotten und vielleicht Snipan, mit der Windstärke ab. Beide diese Ausnahme-
orte liegen in oder nahe der Mecresenge des Nördlichen Quarks, Bei Sydost-
brotien zeigt sich die Zunahme deutlich, ;
An einigen Stationen ist das Abnehmen. der Ablenkung nicht regelmäßig,
Bei etwa 4 Beaufort wächst die Ablenkung, um dann wieder abzunehmen. Hier-
mit korrespondiert die Tatsache, daß in der Exzentrizität der Stromellipse zuerst
Abnehmen -— im allgemeinen. — bei 4 Beaufort eine Zunahme eintritt, nur nicht
bei Kobberegrund, wo die Exzentrizität stetig mit der Windstärke zunimmt.
In den Mitteln mehrerer Stationen werden sich diese Verhältnisse noch
deutlicher ergeben,
Ablenkung und Windstärke, Wir bilden die Mittel der Ablenkungen an
allen. Stationen, indem wir jeder Station dasselbe Gewicht zuerteilen; diese Mittel
bezeichnen wir künftig als zur Gruppe I gehörig. Weiter bilden wir die Mittel
der 7 im. offenen Meere gelegenen Feuerschiffe Plevna, Nahkiainen, Helsingkallan,
Storkallegrund, Grundkallan, Äransgrund und Werkkomatala, welehe wir zu der
Gruppe IL rechnen wollen,
. Ablenkung,
Windstärke, Beaufort. = a 4 x 0001 2 3 4 D—
Gruppe 1, alle Orte, vo. 4 «u = 399° 30 2° 209 27°
Il, die In freien. Meera zelegenen. 28° 23° 17° 169 9°
Jetzt finden wir die Abnahme deutlich ausgeprägt. Von 3 bis 4 Beaufort
zeigt sich eine Verzögerung der Abnahme; in der Gruppe I finden wir für die
beiden Windstärken sogar dieselbe Ablenkung, Wir können uns entsinnen, daß
bei Kobbergrund Abnahme vorhanden war, daß aber bei Sydostbrotten entgegen-
gesetzte Verhältnisse herrschten, bei Snipan aber nicht eindeutige.
Extrapolieren wir, so bekommen wir für die Gruppe IL bei der Wind-
stärke 0 eine Ablenkung von 34”, und wenn wir im Anschluß an die folgende
Darlegung betreffs der Stromstärke die Tatsachen im einer Formel ausdrücken
wollen, so beträgt die Ablenkung:
€ 8 1500
wo # die Windstärke in m/sec bedeutet, und diese wie bei den internationalen
hydrographischen Arbeiten. reduziert ist, also 1, 2, 4, 6 und 10 m/sec für 1, 2,
3, 4 und 5-— Beaufort, welcher letzte Wert nur sehr wenig kleiner ist’ als
6 Beaufort, Die Formel würde die Ablenkung mit 26,5°, 23°, 19° 16° und 10°
wiedergeben, also mit Fehlern yon bzw, 1,5% 0°, 2°, 0° und 1°. In der Formel
ist, ja der Anomalie bei 4 Beaufort nicht Rechnung getragen, Die Formel
136° — 15° würde bei Kobbergrund die Ablenkungen 120°, 114°, 105°, 98°
and 88° mit den Fehlern — 1% 4+11°% 4+2° 0° und 0° ergeben, bei Sydostbrotten
Aie Formel 25° £ 20° mit Fehlern von +3°, — 9°, 410° +7° und —1* die
Werte 45°, 54°, 65° 74° und 88°,
Stromstärke und Windstärke. Auf gleiche Weise erhalten wir:
- Mittlere Stromstärke, em/see,
Windstärke . 0. 0. x 1 8 3 4 —
Gruppe I, alle Orte... 54 75 94 117 al
Gruppe IL die freigelegenen 54 723 91 1L1 140
Es ist ganz deutlich die Stromstärke nicht der Windgeschwindigkeit
proportional, ziemlich gut aber der Quadratwurzel der Windstärke, sie wächst
aber vielleicht noch langsamer, Schreiben wir die Stromstärke — s und die
Windstärke == 7 und definieren wir mittels ;
= iv ad s = hr
die Konstanten Z und &, so finden wir, wenn wir für v die Beaufortwerte einführen :
Werte von . Werte von 3. | ; |
Windstärke, Beaufort 1. 2 3 4 6 | Windstärke, Beaufort 1 2 3° 4 6
Gruppe 1... 0. SA 53 54 38 61 Gruppe I, 2 40. A417 31 290 25
Hupe II... 0 BA 1 52 55 61 ÖGrappe Il +. 0.0. 74 36 30 28 2A