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Full text: Jahresbericht 2016-2017 - Über Wasser - Unter Wasser : Offshore-Windenergie und Wracksuche in Nord- und Ostsee

36 in neues Forschungsschiff entsteht 
Die geringen Unterwassergeräuschemis 
sionen sollen die Tierwelt schützen und 
die wissenschaftlichen Arbeiten an Bord 
optimieren. 
Das zukünftig größte Schiff In der Flotte 
des BSH wird die Aufgaben der derzeit in 
Fahrt befindlichen ATAIR In der Wracksu 
che und der Seevermessung überneh 
men. Zusätzlich wird es meereskundliche 
Messfahrten wie zum Beispiel die jährliche 
Sommeraufnahme durchführen, für die 
das BSH derzeit jährlich ein Forschungs 
schiff chartert. Die ATAIR wird In Nord- 
und Ostsee sowie Im Nordostatlantik 
unterwegs sein. 
Das Schiff bietet Platz für 18 Personen 
Besatzung und 15 Wissenschaftlerinnen 
und Wissenschaftler. Zur Ausrüstung 
gehören unter anderem zwei Nasslabore, 
ein Trockenlabor, ein Ozeanographie- und 
Hydrographielabor, eine Einrichtung zur 
Luftschadstoffmessung in der Seeschiff 
fahrt sowie ein Arbeitskran und Schiebe 
balken für geologische Arbeiten am 
Meeresboden. Ein 200 Quadratmeter 
großes freies Arbeitsdeck wird ebenso 
vorgehalten wie zusätzlicher Raum und 
Stellplätze für Labor- und Transportcon 
tainer und weitere wissenschaftliche 
Zuladungen von mindestens 150 Tonnen 
Gewicht. Dabei kann es sich sowohl um 
mobile Winden als auch zusätzliche 
meereskundliche Geräte handeln. Eine 
umfangreiche Tauchausrüstung mit 
Taucherdruckkammer ist ebenfalls an 
Bord untergebracht. 
Die Konzeption und Planung des Neubaus 
sowie die Durchführung des gesamten 
Vergabeverfahrens wurde federführend 
vom Referat Schiffstechnik der Bundes 
anstalt für Wasserbau (BAW) in Hamburg 
In enger Zusammenarbeit mit dem Projekt 
team des BSH wahrgenommen. In dieser 
Zusammensetzung wird ebenfalls der 
Konstruktions- und Bauprozess bis zur 
Fertigstellung durch das internationale 
Schiffbauunternehmen Fr. FassmerGmbH 
& Co. KG begleitet. Die Indienststellung 
der neuen ATAIR ist für Anfang 2020 
geplant. Die Kosten werden bei rund 
114 Millionen Euro liegen.
	        
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