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Full text: Jahresbericht 1873

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Soviel ist aber gewiss, dass eine Beschleunigung der Veröffent- Beschleuni- 
lichungen wesentlich dazu beitragen wird, den Credit des Instituts aufrecht zu y^öfienth- 
erhalten. Es steckt ein grosses Maass aufopferungsvoller Hingebung, warmen c h, m g en 
wissenschaftlichen Triebes und selbstverleugnenden Patriotismus in jedem Wetter 
buch, welches mit gefüllten Spalten an die Seewarte zurückgeliefert wird. Kein 
Schiffsführer wird freilich so unvernünftig sein, immer zu verlangen, dass seine 
zahlreichen, mühsam gesammelten Beobachtungen nun sofort untersucht und ver 
öffentlicht werden. Aber jeder Schiffsführer wird in aller Bescheidenheit erwarten 
dürfen, dass ein Institut, welches solche Anforderungen an ihn gestellt hat, 
seinerseits auch so ausgerüstet ist, dass ihm selber innerhalb weniger Jahre seine 
Arbeiten mit Zins und Aufschlag von dem Institute zurück erstattet werden. 
Die Beobachtungen müssen so rasch als möglich in Angriff genommen, 
discutirt und zusammengestellt mit den übrigen, dem Seefahrer 
zurückgegeben werden. In dem Sinne begrüssen wir mit Freuden die in 
Aussicht gestellte Erweiterung der bislang mehr privaten Seewarte zu einer 
Reichs-Ceutralstelle für Meereskunde. Wie in materieller Beziehung die Erbschaft 
angetreten wird, ist ja eine gleichgültige Frage; in intellectueller Hinsicht werden 
die Spuren der Vorgängerin nie zu verkennen sein. Zudem war der Reformplan 
in allen wesentlichen Grundzügen schon seit mehr als 2 Jahren von uns selber 
entworfen und unterzeichnet. Es ist also ein billiger Wunsch, dass er endlich 
verwirklicht werde, und ist jede Förderung des Unternehmens dankbar zu be 
grüssen ; nur glauben wir nicht, dass das vorgesehlagene Budget für längere Zeit 
reichen wird, da die Massen der zu bewältigenden Materialien gar zu riesig anwaohsen. 
Ein Blick auf den äusseren Betrieb der Seewarte wird diese Ansicht, mehr 
als Worte vermögen, rechtfertigen. 
Das Institut ist in diesem verflossenen Jahre beschäftigt von im Ganzen 
75 Rhedereien und 
h eimathsberechtigt: 
172 Schiffen, worunter 29 Dampfer, und zwar waren 
Aeussere 
Thätigkeit 
des 
Instituts, 
Rhedereien 
und Schifte. 
1. in 
Preussen . . . . 
21 Rhedereien 
mit 27 
Schilfen. 
2. 
Mecklenburg . 
3 
» 3 
3. » 
Oldenburg . . . 
12 
» 23 
> 
4. v 
Bremen 
19 
» 65 
darunter 24 Dampfer, 
5. » 
Hamburg 
18 s 
» 51 
» » 5 » 
6. » 
der Fremde. . 
2 
» 3 
An 
Segelanweisungen sind ausgestellt 
für Segelschiffe 123, 
speziell für Dampfer 1, 
nachdem bekanntlich bereits in No. III und IV der »Mittheilungen aus der 
Seewarte« die Dampferwege zwischen dem Kanal und Newyork ausführlich und 
für alle Monate des Jahres waren untersucht worden. 
Zahl der 
Segelan 
weisungen. 
Von diesen Segelanweisungen erhielten; 
1. Preussische Schiffe aus Danzig 1, Stettin 1, Stralsund 3, Barth 2, 
Greifswald 2, Blankenese 3, Papenburg 15, im Ganzen 27, 
2. Mecklenburgische Schiffe (Rostock) 3, 
3. Oldenburgische » aus Elsfleth 18, Brake 5 . . . . 23, 
4. Bremische » 29, 
6. Hamburgische > 39, 
6. Fremde » 3, 
im Ganzen 124. 
2
	        
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