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Soviel ist aber gewiss, dass eine Beschleunigung der Veröffent- Beschleuni-
lichungen wesentlich dazu beitragen wird, den Credit des Instituts aufrecht zu y^öfienth-
erhalten. Es steckt ein grosses Maass aufopferungsvoller Hingebung, warmen c h, m g en
wissenschaftlichen Triebes und selbstverleugnenden Patriotismus in jedem Wetter
buch, welches mit gefüllten Spalten an die Seewarte zurückgeliefert wird. Kein
Schiffsführer wird freilich so unvernünftig sein, immer zu verlangen, dass seine
zahlreichen, mühsam gesammelten Beobachtungen nun sofort untersucht und ver
öffentlicht werden. Aber jeder Schiffsführer wird in aller Bescheidenheit erwarten
dürfen, dass ein Institut, welches solche Anforderungen an ihn gestellt hat,
seinerseits auch so ausgerüstet ist, dass ihm selber innerhalb weniger Jahre seine
Arbeiten mit Zins und Aufschlag von dem Institute zurück erstattet werden.
Die Beobachtungen müssen so rasch als möglich in Angriff genommen,
discutirt und zusammengestellt mit den übrigen, dem Seefahrer
zurückgegeben werden. In dem Sinne begrüssen wir mit Freuden die in
Aussicht gestellte Erweiterung der bislang mehr privaten Seewarte zu einer
Reichs-Ceutralstelle für Meereskunde. Wie in materieller Beziehung die Erbschaft
angetreten wird, ist ja eine gleichgültige Frage; in intellectueller Hinsicht werden
die Spuren der Vorgängerin nie zu verkennen sein. Zudem war der Reformplan
in allen wesentlichen Grundzügen schon seit mehr als 2 Jahren von uns selber
entworfen und unterzeichnet. Es ist also ein billiger Wunsch, dass er endlich
verwirklicht werde, und ist jede Förderung des Unternehmens dankbar zu be
grüssen ; nur glauben wir nicht, dass das vorgesehlagene Budget für längere Zeit
reichen wird, da die Massen der zu bewältigenden Materialien gar zu riesig anwaohsen.
Ein Blick auf den äusseren Betrieb der Seewarte wird diese Ansicht, mehr
als Worte vermögen, rechtfertigen.
Das Institut ist in diesem verflossenen Jahre beschäftigt von im Ganzen
75 Rhedereien und
h eimathsberechtigt:
172 Schiffen, worunter 29 Dampfer, und zwar waren
Aeussere
Thätigkeit
des
Instituts,
Rhedereien
und Schifte.
1. in
Preussen . . . .
21 Rhedereien
mit 27
Schilfen.
2.
Mecklenburg .
3
» 3
3. »
Oldenburg . . .
12
» 23
>
4. v
Bremen
19
» 65
darunter 24 Dampfer,
5. »
Hamburg
18 s
» 51
» » 5 »
6. »
der Fremde. .
2
» 3
An
Segelanweisungen sind ausgestellt
für Segelschiffe 123,
speziell für Dampfer 1,
nachdem bekanntlich bereits in No. III und IV der »Mittheilungen aus der
Seewarte« die Dampferwege zwischen dem Kanal und Newyork ausführlich und
für alle Monate des Jahres waren untersucht worden.
Zahl der
Segelan
weisungen.
Von diesen Segelanweisungen erhielten;
1. Preussische Schiffe aus Danzig 1, Stettin 1, Stralsund 3, Barth 2,
Greifswald 2, Blankenese 3, Papenburg 15, im Ganzen 27,
2. Mecklenburgische Schiffe (Rostock) 3,
3. Oldenburgische » aus Elsfleth 18, Brake 5 . . . . 23,
4. Bremische » 29,
6. Hamburgische > 39,
6. Fremde » 3,
im Ganzen 124.
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