(64 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1909,
Tabelle enthaltenen Resultate haben sich auf Grund der Berechnungen aus den
Beobachtungen der ganzen Jahre ergeben;
Wind-
Achte
1903
10H
1005
1902... LOCH
N _ 29.12 (1sn] _ 31.29 (2%)! _ 2886 (> 29.79 _ (e)
NO K 26.93 (a1 ( 284 (= { 2687 33) 27.04 102}
Ö 2477 (6): 2662 26.4 ()] 25.08 (150)
50 11 2609 (#8) | 28.15 (46) |___ 26.87 {m)" 27.23 (139)
Ss | 929,96 (7! 29.24 (m) 30.09 {ep _ 29.79 (1)
SW 1 306 0), 310 (88)| | 3121 68) 30.01 (188)
W 20.44 (59): 31.31 (7) 30.6 (77) 30.51 (08)
NW 20.2 @)|| 30.95 Hd 20.53 | 30.28 (9)
*) Anzahl der Beobachtungen während des Jahres,
Der für die östlichen Winde (NO—S0) berechnete mittlere Salz-
yehalt beträgt weit unter 30°%, (besonders bei 0-Wind), bei den west-
lichen Winden (SW-—NW) dagegen belaufen sich die Mittelwerte auf
mehr als 30%, Im ersteren Falle handelt es sich also um Wasser aus
der Ostsee, im letzteren um Wasser aus der Nordsee (Bankwasser),
oder mit anderen Worten: Bei östlichen Winden wird am Leuchtschiff
Skagens Riff im allgemeinen ausfließende (SO—SW), bei westlichen
Winden einfließende (W-—NW) Strömung beobachtet, Die für die nörd-
lichen und südlichen Winde aus den Berechnungen erzielten Resultate deuten
auf Schwankungen hin, lassen aber im allgemeinen das Überwiegen der aus-
fließenden Strömung erkennen, (1903—1905:; 29,79% 4
(. Die Beeinflussung der tieferen Wasserschichten am Leucht-
schiff Skagens Riff durch den Wind,
Im Kattegat und vor allem im Skagerrak liegen Wasserschichten ver-
schiedenen Salzgehaltes und verschiedener Temperatur übereinander, Die größten
Tiefen des Skagerraks sind mit ozeanischem Wasser von 35%, und mehr erfüllt,
dessen Oberflächenniveau mancherlei periodischen und unperiodischen Schwan-
kungen unterworfen ist.!)
Über dem ozeanischen Wasser von 35% und mehr lagert Nordmeer-
wasser von 34—35%.o Bankwasser von 32—34 I und endlich baltisches Wasser
ron <30%.9. In den Tiefen am Leuchtschiff Skagens Riff (etwa 40m Tiefe) wird
nur selten Wasser von über 35% gefunden, Im Herbst und Winter, wenn die
Skagerrakoberfläche in der Regel mit Bankwasser überzogen ist, reicht dieses
Wasser von 32—34% am Leuchtschiff gewöhnlich bis zum Meeresboden, Der
Salzgehalt nimmt dann mit der Tiefe nur langsam zu, In der warmen ‚Jahres-
zeit jat die Skagerrakoberfläche in der Regel mit dem salzarmen Wasser der
Ostsee bedeckt, Da dann das Bankwasser fast völlig aus dem Skagerrak entfernt
ist und das Nordmeerwasser von 34—35°/9 höher an den Küstenbänken ansteigt
and die unteren Wasserschichten in der Gegend des Leuchtschiffes bildet, so
nimmt der Salzgehalt mit der Tiefe schnell zu, wie man aus den in den
Nautisch-Meteorologischen Jahrbüchern enthaltenen Tabellen ersehen kann.
_ Bezüglich der Temperatur gestalten sich die Verhältnisse anders, wie aus
den Resultaten der Tabelle 11% auf S. 116 hervorgeht. Es zeigt sich, daß die
Temperatur im Winter von der Oberfläche bis zur Tiefe mit wachsendem Salz-
gehalt steigt, im Sommer dagegen fällt. Im Frühling und im Herbst vollzieht
»j Vgl. O0. Pettersson: Über die Wahrscheinlichkeit von periodischen und unperiodiechen
Schwankungen in dem Atlantischen Strom usw. (in Ure Svenska Hydr. Biol, Kom. Skrifter 11).
Desgl. O. Pettersson: Über die Wahrscheinlichkeit von periodischen Schwankungen in dem
Atlantischen Strom und seinen Randgewässern. Ann. d. Hydr, 1906.
%) Auf welche Weise die in dieser Tabelle enthaltenen Resultate berechnet sind, ist auf
& 115 angegeben.