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Annalen der Hydrographie und Maritinzen Meteorologie, April 1900,
Die Stürme wehen demnach überwiegend aus westlicher Richtung, besonders
im Winter, wo sie zugleich den Maximalwert ihres Vorkommens erreichen,
Welchen Einfluß die Stürme auf die Strömungen am Leuchtschiff Skagens
Riff auszuüben vermögen, ergibt sich. aus den Resultaten folgender Tabelle (vgl,
graphische Darstellung auf Tafel 15): N
Tabelle XL Beziehungen zwisehen Starm und Strom nach Jahren,
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1904| 18 | 16 | > 3 u] . “2000| N S 6 *
19051 12 12 1300 ö D 1051 22 Oo ll 2 2 100
Aus obigen Resultaten geht die völlige Abhängigkeit der Strömungen von
den östlichen (NO—S0) bzw. westlichen (SW—NW) starken Winden hervor. Bei
den starken Winden aus der Richtung NO und 0 lef nur ausfließende Strömung
and umgekehrt bei den starken SW—NW-Winden nur einfließende Strömung.
Bei den SO-Stürmen schwanken die Verhälinisse für die Jahre 1903 und 1904
etwas, diese Schwankungen sind jedoch gering, a
Wesentlich anders gestalten sich die Verhältnisse bei den Stürmen aus
nördlicher bzw. südlicher Richtung.
Hinsichtlich der nördlichen starken Winde ergaben die Berechmumgen
nach Monaten nachstehende Resultate;
Tabelle XIL Beziehungen zwischen. N-Stürmen and Strom nach Monaten.
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1905
Trotz der geringen Anzahl von Beobachtungen finden wir auf Grund obiger
Resultate eine Bestätigung hinsichtlich der Ergebnisse, die wir bei der Betrach-
tung sämtlicher (d.h, starker und schwacher) Winde erzielt haben, Aus obiger
Tabelle können wir ersehen, daß bei N-Stürmen während der Wintermonate, wenn
der Baltische Strom in der Regel schwach ist, und wenn die einfließenden Strö-
mungen überwiegen, nur einfließender Strom beobachtet wurde, Ist dagegen der
Baltisehe Strom in hoher Flut, so wird am Leuchtschiff Skagens Riff bei nördlichen
Winden, auch bei solchen von Windstärke 7 oder mehr, wohl meist ausfließende
Strömung beobachtet, also hauptsächlich während der Frühlings- und Sommer-