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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

{50 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Apr 1900, 
auch an den Resultaten aus den jahreszeitlichen Berechnungen deutlich zu er- 
kennen ist. 
Der hohe Prozentsatz der ausfließenden Strömung für Winter 1904 erklärt 
sich daraus, daß, wie wir aus Tabelle III auf Seite 154 ersehen können, im Monat 
Februar 1904 die östlichen Winde ausnahmsweise stark überwiegen (70°, sämt- 
licher Windbeobachtungen), Die Folge davon war, daß am Leuechtschiff Skagens 
Riff hauptsächlich ausfließende Strömung beobachtet wurde, die durch die nörd- 
lichen Winde nicht wesentlich gehemmt werden konnte. 
Zei den S-Winden überwiegt trotz erheblicher Schwankungen doch die 
ausfließende Strömung, besonders während der warmen ‚Jahreszeit, wenn der 
Baltische Strom in hoher Flut ist. Der hohe Prozentsatz der einfließenden 
Strömung für Frühling 1903 ist eine Folge des starken Überwiegens der west- 
ächen Winde und somit auch der einfliekenden Strömungen im März 190%, 
worauf bei der Betrachtung der einzelnen Monate näher hingewiesen wurde. 
e&. Bezichungen zwischen Wind und Strom nach Jahren. 
Die Berechnungen aus den Beobachtungen der ganzen Jahre liefern endlich 
[olgende Resultate (vgl. dazu die graph. Darstellung auf Tafel 15): 
Yabehle IX. Bezichnnzgen zwischen Wind und Strom nach Jahren. CS 
* ı8 m] dia 
„4 1958| 1538 
3 PEN = = 5 
= BE or | 2-7 5 Fo: 
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3=3]32% FE 
ZT 33 
S32 
BA 
N. Wind Ua 151 16 | 701 46 130 S-Wind 1903 32 163 |48 
19041 156 95 61] 61 199 1003 278 171 [2 
1905 167 "160 a0 67 yo 1905 935° 165 \70 8 
NO-Wind 19083, 2209 | 200 | 8 20 [1237 W-Wind 1903 369 Da J26jp 274 | 
1001| 212 | 178 | 94 34 176 1904! 306 | 99 [20| 31 E 
19057 28% 1 207 "Sal 26 177 19005 934 05 Tas! 330 | 72 
O-Wind 1903, 216 201 93) 1501 7 W-Wind 1903| 4283 87 j27] 336 | 79 
1004| 2 | ar En 4 |? 1004| 106 | s1 [2] 1215 | si 
1005" _256 215961 11 74 1905} 521 79 [261 442 155 
SO-Wind 1] 258 | 182 | 5 76 |I2 XW-Wind | 160 49 | 1 | 
1904] 231 a ISA 20 118 19041 185 as [31] 127 | 69 
EL 212 94 22 194 1905| 190 60 22] 20 165 
Auf Grund obiger Resultate können wir die bei unserer Untersuchung 
über die Abhängigkeit der Strömungen am Leuchtschiff Skagens Rilf vom 
herrschenden Winde erzielten Ergebnisse folgendermaßen kurz zusammenfassen: 
1. Bei N-Winden. kann sowohl ausfließende als auch einfließende Strömung 
Jaufen, doch überwiegt im allgemeinen die erstere. 
9. Bei östlichen Winden (N0O-—50) läuft in der Regel ausfließender Strom, 
hauptsächlich jedoch, wenn der Wind direkt ans O weht, 
3, Bei S-Winden kann sowohl ausfließende als auch einfließende Strönmng 
laufen, am häufigsten wird jedoch ausfließende Strömung beobachtet. 
4, Bei westlichen Winden (SW—NW) läuft in der Regel einfließende Strö- 
aung, am häufigsten, wenn der Wind direkt aus W weht. 
ad. Die BeeinÄussung der Strömungen durch Stürme, 
Die Abhängigkeit der Strömungen vom herrschenden Winde tritt am deut- 
lichsten bei Stürmen (Windstärke 7 und darüber der zwölfteiligen Beaufort-Skala) 
Zervor, Wir wollen daher inı folgenden den Einfluß, den speziell die starken 
Winde auf die Strömungen anı Leuchtschiffe Skagens Riff auszuüben vermögen, 
festzustellen versuchen. 
Nach den Angaben in den Nautisch-MeteorologischenJahrbüchern 1903 bis 1905 
wurde am Leuchtschiff Skagens Riff auf Grund der an jedem Tage sechsmal an- 
vestellten Beobachtungen im Jahre 1903 in 202, 1904 in 182 und 1905 in 144 Fällen 
zugleich mit der Richtung des Windes die Windstärke 7 oder mehr verzeichnet,
	        
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