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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

152 Annalen der Hrdrögraphie und Maritimen Meteorologie, April 1909 
wurde dann bis il 4ömiı von mir ununterbrochen die Temperatur gemessen 
Ergebnis: 
25.0, 24.9, 25.0, 248, 247, 2146, 246, 245, 246, 24,5% 
Beobachtungen über die Wasserfarbe wurden nicht regelmäßig angestellt. 
Die Forelskala reicht für viele Fälle nicht aus, da vor allem die olivgrünen und 
auch milchigen Beitöne fehlen; auch hängt die Farbe zu sehr von der Bewölkung 
ab, Darüber aber Untersuchungen auszuführen, war aus Zeitmangel nicht möglich. 
Besonders auffällige Färbungen wurden natürlich aufgezeichnet, Meistens erhielt 
ich bei Oliyfarbe reichere Planktonmassen. 
IV. Sonstige Beobachtungen, 
Die Bestimmung der relativen Feuchtigkeit hing gleichfalls mit den Ver- 
dunstungsuntersuchungen zusammen, und deshalb mußten dieselben Beobachtungs- 
zeiten, die an und für sich einer Mittelbildung ungünstig sind, eingehalten werden, 
Beobachtet wurde mit einem Aßmannschen Aspirationspsychroömeter auf dem 
Achterdeck außenbord der Regeling und vielfach zwleichzeitig 3 Meter über Dack 
um 6% morgens, 124 mittags und 6% abends. 
Die von anderen Beobachtern im Nordostpassatgebiet gefundene äußerst 
veringe relative Feuchtigkeit, die allerdings wohl nur für den Winter, wenn der 
Passat mehr aus Östen kommt, gilt und die Schott einen Dürchschnittswert von 
66 Prozent berechnen ließ, wurde bei den anormralen Verhältnissen, unter denen 
die »Pangani« das Gebiet durchsegelte, nicht beobachtet, Nur zweimal fand ich 
54 Prozent, meist über 70 und einmal sogar 93 Prozent relative Feuchtigkeit, 
Dagegen war die relative. Feuchtigkeit sehr gering vom 14. bis 16, November 
auf 35 bis 37° 8-Br. und 49 bis 52° W-Le, Die Beobachtungen von 6% morgens 
und abends ergeben — soweit bei der relativen Feuchtigkeit überhaupt Mittel- 
bildung erlaubt ist — nur 50 Prozent relative Feuchtigkeit. Auffällig ist 
ferner, daß auch bei Kap Horn mehrfach, noch dazu bei Westwinden, nur 60 bis 
65 Prozent Feuchtigkeit festgestellt wurden, 
Etwa 20 Mal wurde auch in der Takelage in verschiedenen Höhen bis 
zur geheißten Royalraa. — etwa 60 Meter über dem Meere — mit dem Aspirations- 
psychrometer beobachtet. Es war aber nur die regelmäßige Temperaturabnahme 
mit der Höhe sowie zeitweilig auch eine Abnahme der relativen Feuchtigkeit um 
3 bis 4 Prozent zu konstatieren, Die niedrigste relative Feuchtigkeit wurde am 
16, November, als an Deck 50 Prozent waren, in 20 Meter Höhe mit 48 Prozent 
abgelesen. Sie nahm dann mit der Höhe nicht weiter ab. 
Mit dem Horlacherwindmesser, der, mit einer kleinen Batterie verbunden, 
in von der Umdrehungsgeschwindigkeit abhängenden Intervallen Klingelzeichen 
gibt, wurde bei Stürmen im Südatlantischen Ozean und bei Kap Horn die Wind- 
geschwindigkeit gemessen, Die von den Seeleuten geschätzte Windstärke stinımte 
init den Messungen sehr gut überein, wenn man zum Vergleich die von Knipping 
im Perthesschen Seeatlas aufgestellte Tabelle benutzt, Die Umrechnungen von 
Hann und Köppen im Handbuch der Meteorologie paßten weniger. Der Apparat 
arbeitete anfangs bis 30 Meter in der Sekunde, Später zeigte er aber selbst bei 
örkanartigen Stürmen nie über 21 Meter. Meine Erfahrungen an Bord mit den 
beiden Windmessern gehen dahin, daß das Fueßsche Handanemometer üÜber« 
haupt nicht stark genug ist, während das Horlacherinstrument, das bedeutend 
kräftiger gebaut ist, viel zu umständlich zu handhaben ist, Deshalb könnte in 
der Takelage selten beobachtet werden. Übrigens ergaben die Beobachtungen 
bis 30 Meter Höhe über Wasser merkwürdiger Weise bei Sturm keine größere 
Geschwindigkeit als an Deck, obwohl die Aufstellung frei von störendem Einfluß 
durch die Takelage war, 
Für biologische Beobachtungen mangelte es an Zeit, Es konnte nur im 
Südatlantischen Ozean, im Kap Horn-Gebiet und im Stillen Ozean regelmäßig 
Plankton vefischt werden.
	        
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