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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

150 Anvalen. der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, ‚April. 1909, 
Beobachtungen aus allen Zonen ist fast 5 Millimeter, erhöht also 6 Millimeter, 
zo daß im Durchschnitt jährlich eine Wasserschicht von über 2 Meter verdunstet. 
Im SO-Passatgebiet würden 7,7 Millimeter — verbessert über 9 = über 81/, Meter 
jährliche Verdunstung ergeben, Das Maximum!) überhaupt wurde am 14. bis 
15. November auf 35° S-Br. und 50° W-Leg. mit 12.6 Millimeter beobachtet, Diese 
Beobachtung bietet gleichzeitig ein schönes Beispiel für die Bedeutung des 
Windes bei der Verdunstung, Am 15. abends war ein orkanartiger Pampero 
über das Schiff gezogen, und am 14. herrschte tagsüber Sturm von durchschnitt- 
licher Stärke 9, während In der Nacht der Wind auf Stärke 2 abflaute, Die 
relative Feuchtigkeit war etwa 60 Prozent. Es verdunsteten am Tage 8.6 Milli- 
meter, nachts noch 4 Millimeter, Zwei Tage später verdunsteten bei gleichfalls 
60 Prozent Feuchtigkeit, aber Wind Stärke 0 bis 1 tagsüber (6% V. bis 6 N} 4.2, 
nachts .1.4, zusammen 5.6 Millimeter gegen 12.6 am 14 bis 15. Die Sounen- 
scheindauer war am 14 11 Stunden, am 16. 12 Stunden, die Luft- und Wasser- 
temperatur waren an beiden Tagen gleich, 
Der tägliche Gang der Verdunstung geht zur Genüge aus Figur 4 heryrer. 
Das Verhältnis der Tagesverdunstung zur nächtlichen ist sehr schwankend, da 
) % die beeinflussenden Faktoren 
Fig. 4 starken Schwankungen unter- 
BY. 0, AN SR ON ST, #Y worfen sind. Im Durchschnitt ver- 
(3 dunstet bei sonst gleichen Ver- 
hältnissen nachts !/, bis MV, der 
Tagesmenge, Bei Kap Horn betrug 
die nächtliche Verdunstung bei 
feuchtem Wetter oft nur 4% bis 
U. der Tagesmenge, Es wurde 
aber stets, auch an sehr feuchten 
Tagen, eine wenn auch geringe 
— 0,3 bis 1.0 Millimeter -— Gesamt- 
verdunstung beobachtet, 
Die Untersuchungen über 
den Verdunstungsvorgang selbst, 
die in einem großen 35 Zentimeter 
liefen Gefäß angestellt wurden, 
sind noch nicht abgeschlossen, Es 
scheint, daß die durch die Ver- 
al dunstung ME gewordenen 
} - - Teilchen sofort in die Tiefe sinken, 
31. Oktober bis 1. November 1008. so daß ein Ansammeln {in der 
obersten. Schicht nicht eintritt. Das folgende Beispiel, Tabelle IL, gilt für den 
5, bis 6. November 1908, Es wurden mit Knudsenpipetten oben und unten, einmal 
auch auf 20 Zentimeter Tiefe, Proben entnommen und titriert, ebenso die 
Temperatur bestimmt. 
Tabelle IL 
zeit 6uay. ae, Face, * ya, I eva Fa I BUY. 
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” ! N 1 f | f 
87.04] 948 [37.10 259 laraa a7 [37.54 27.0 [a7.00 25,7 37.87 22.35 | 37,02, 22,5 
37.04 248 — | — 1873 270° ml m | ff | 
37.04 24.3 [37.15 25.8 {37.34 27.8 [87.57] 27.9 37.70) 25,7 [37.88:22.1 [37.04 22,5 
| Sao: Temp, | 8.7.0 Temp. | 8. %o! Temp. | S.%, Temp. | S. 7% Temp.| 8.40 Temp. | S. Yo, Temp. 
III. Die Oberflächenbeobachtungen. 
Nächst den Verdunstungsunfersuchungen wurden, teilweise in Zusammen- 
hang mit ihnen, Beobachtungen der Meeresoberfläche angestellt, BSalzgehalts- 
bestimmungen wurden morgens und abends um 6 Uhr — mach Bedarf auch 
4 Wenn nicht anders erwähnt, werden immer beobachtete unverbesserte Werte geyeben,
	        
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