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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

132 Annalen. der Hydrographie und Maritinen Meteorologie, März 1909, 
sein. in. seiner Monographie »Mittelwerte von Temperatur und Salzgehalt in der 
dänischen CGewässern«, über welche in. diesem Hefte 3, 138 noch ein besonderes 
Referat sich ndet, Hier handelt es sich darum, auszugsweise das Ergebnis 
des Vergleiches zwischen Aräometerbestimmungen und Titrierungen der Wasser- 
proben von dänischen Leuchtschiffen mitzuteilen, Von November 1902 Bis De- 
zermber 1906 sind allmonatlieh und für das Wasser verschiedener Tiefen die 
Differenzen Titrierung (T) «= Aräometer (A) berechnet; im Jahresmittel ergeben 
sich, wenn die Zahlen aus den verschiedenen Tiefen auch gemittelt werden, 
folgende Differenzen: 
Horn 
Riff 
| N LA | Kobber- | Anholt | Schultz” ! Lappe | Gijedser 
| Skagen Rinne | grund * Kuob | Grand | Ciund | Rift 
— A in *%, Salzgehalt, 
1903 0.45 038 ° =015 | 021 006 | 028 007 | 070 
1904 | — 0.05 | 026 | 0 | 02 | 02 | 021 | 00 | 067 
1905 006 | 018 | 0.14 0.19 ' 0.07 —005 | 002 | 0.6 
1908 11-0106 * 12 ül4 ! 816 09 . ==007 | 8043 ! 047 
In den weitaus meisten Fällen ergab hiernach das Aräcmeter einen ge- 
ringeren Salzgehalt als die Titration; nur im Sommer und Herbst zeigt sich. eine 
nicht unerhebliche Zahl von Abweichungen nach der entgegengesetzten Richtung. 
Der mittlere Fehler der dänischen Aräcometerbeobachtungen ist, für das ganze 
Jahr, für alle Tiefen und alle Feuerschiffe zusammen genommen, von Jacobsen 
zu + 0,27 (siehe oben) herechnet; der wahrscheinliche Fehler ist hiernach 
+ 0.18. Man könnte, wenn man die Aräometerbeobachtungen so gut wie möglich 
zu korrigieren die Aufgabe hat, mach Jacobsen die in "/,, ausgedrückten Salz 
gehalte mit -- 0,2 verbessern, 
Sehen wir uns nach sonst bekannten Vergleichen zwischen Salzgehalts- 
bestimmungen auf chemischem Wege und solchen auf aräcmetrischem Wege um, 
so Kegen sie vor von der »Gauß«-1) und von der »Planet«-Expedition.*) Von 
der »Valdivia«-Expedition®) sind Vergleiche von Aräometerbeobachtungen und 
Pyknometerwägungen, die den Chlortitrierungen ebenbürtig zu erachten sein 
dürften, vorhanden, Ich habe über sie mit dem Ergebnis berichtet, daß die 
Äräometer an Bord der »Valdivia« bei niedrigen Beobachtungstemperatuüren etwas 
zu niedrige, bei hohen Temperaturen zu hohe Werte zeigten; im Durchschnitt 
aller Proben errechnet sich ein etwas zu hoher Salzgehalt, Dasselbe ist nun der 
Fall bei den an Bord des »Gauß« und des »Planet« angestellten Vergleichen. 
v. Dry galski’) hatte nicht weniger als drei verschiedene Systeme von Aräocmetern 
mit, nämlich ein Senkaräometer nach Nansen, ein Gewichtsaräometer nach 
Krümmel und einen gewöhnlichen Satz fein geteilter Aräometer; alle drei 
Systeme gaben, verglichen mit den aus dem Chlorgehalt abgeleiteten Salzgehalten, 
ebenfalls zu hohe Salzgehalte, und zwar waren die Mittel der Differenzen 
Titration (T) — Aräometer (A) und die mittleren Fehler in der Reihenfolge der 
eben angeführten Aräometerarten folgende: 
T—A in % Salzgehalt 
Mittlere Differenz > . —0M — 02 — 0.08 
Mittlerer Fehler . . A011 00 lt 
Brennecke? endlich gibt für 24 Wasserproben an Bord des »Planet« 
die Vergleiche von Titration und Aräometern und findet ebenfalls, daß seine 
Aräometer durchweg zu hohe Salzgehaltswerte lieferten, im Mittel um — 0,21 % 4} 
den mittleren Fehler habe ich aus den 24 Vergleichen zu - 0.096, den wahr- 
scheinlichen zu "| 0,06 berechnet, 
Auf allen drei Expeditionsschiffen, besonders deutlich auf den zwei zuletzt 
genannten, haben also die Aräometer verschiedenster Konstruktion, verschiedener 
A 
IM 
VeröffentL des Inst. £ Meereskunde, Berlin 1902, Heit 1, 8, 38, 
Forschungsreise SM. S, »Planet«, 1X, Bd.: Özeanographie, Balin 1900. S. 16, | 
WiesenschaftlL Krechnisse der Tiefsee-KExnpedition, I. Bd Ozeanographie, Jema 1002. 8 54.
	        
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