voran 7
Annalen der Hrydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1909,
Fast ohne Ausnahme beträgt der für die Strömungen aus der Richtung
SO—SW berechnete mittlere Salzgehalt weit unter 30% 44, für die Strömungen
aus der Richtung W—NW dagegen 31—32% 4 und darüber. Allerdings zeigen
die Resultate für Winter 1905, daß der mittlere Salzgehalt sowohl für. die
Strömungen aus der Richtung SO—SW als auch aus der Richtung W-—NW ein
hoher ist; aber immerhin sind die für die letzteren Strömungen sich ergebenden
Werte am größten, Zu dieser Jahreszeit war nämlich die Oberfläche des
Skagerraks und auch die des nördlichen Kattegatts fast ausschließlich mit dem
salzreichen. Wasser der Nordsee bedeckt, das durch die stark überwiegenden
Strömungen aus westlicher Richtung eingeführt wurde. Die Folge davon war,
laß durch die weit weniger häufig laufenden Strömungen aus südlicher Richtung
keine erhebliche Erniedrigung des OÖberflächensalzgehaltes am Leuchtschiff
Skagens Riff bewirkt werden konnte, zumal in der kalten Jahreszeit der Aus«
Auß aus der Ostsee im allgemeinen nur spärlich ist, Daß aber dennoch zu
dieser Jahreszeit (Winter 1905} bei länger anhaltender Strömung aus südlicher
Richtung der Oberflächensalzgehalt am Leuchtschiff abnahm, zeigen die im
Nautisk-Meteorologisk Aarbog 1905 angeführten Beobachtungsresultate, So wurde
z.B. im Januar 1905 beim Übergang der für längere Zeit vorherrschenden
Strömung aus westlicher Richtung in eine solche aus südlicher Richtung zwar
nicht sofort aber immerhin schon nach wenigen Tagen ein erhebliches Sinken
des Oberflächensalzgehaltes verzeichnet, indem nämlich zuvor das um Skagen
herum bis weit in das nördliche Kattegait getriebene Bankwasser wieder zurück-
gedrängt werden mußte, Die Beobachtungsresultate sind folgende:
Bis zum 12, Januar: W-Strom
Am 14. - u
„ BW-
18, € SS. x
18. x Se
——_-
BL
3320
332%
3320
2350
SL
Am 16, Jammar: S-Stroöm ==
X * So
MM, 7 S-
% 22, * Be *
« 23, + Bm
2000
= 285%
—
De
a
2, Die mittlere Temperatur (Oberfläche).
Ve). Tabelle Id, &. 119, und zwar die 2, Zahlenreihe einer jeden Jahreszeit, sowie die graphische
Darstellung auf Tafel 14.1
Die für die einzelnen Strömungen nach Jahreszeiten berechneten mittleren
Temperaturen lassen ebenfalls einen deutlichen Unterschied zwischen den aus-
Nießenden und einfließenden Strömungen erkennen, worauf bei der Betrachtung
der einzelnen Monate näher hingewiesen wurde. Aus den Berechnungen seien
folgende, der Tabelle Id entnommenen Resultate angeführt, (Vgl. hierzu die
zraphische Darstellung auf Tafel 14.)
Winter
MB,
LM +
905
Sommer
Frühline}
1908 2
L903 2
| sw T
Stromrichtung
sw Ww
-
WNW | xw
3.040 3.659
2.079 3.379
7.090
3.17 %
3019
3 439
|
ID
4.412
A A465
2,870}
799 |
850
AR
X DO
3.530
14.930 — (18,779) 146° | 14889
14.079 15.601> } 16.879 15.949 | 14689
Während die Resultate für den Winter der drei Jahre deutlich den Unter-
schied. zwischen den Strömungen aus der Richtung S—SW einerseits und den
Strömungen aus der Richtung W-—-NW anderseits zum Ausdruck bringen, zeigen
die für die warme Jahreszeit sich ergebenden Resultate einige Schwankungen.
Aber durch mancherlei Ursachen, wie z, B, durch häufige unperiodische Ver-