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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 16 (1888)

Kleine Notizen. 
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keine andere derartige Dünenform vorhanden ist, so empfichlt sich dieselbe als 
gute Ansegelungsmarke. 
Auf große Entfernung war der Colguhoun- oder Quonwoas-Berg zu er- 
kennen; derselbe besteht aus zwei Bergkegeln, zwischen denen sich ein kleinerer 
Berg befindet, 
Das Wetter war während dieser Zeit an der Küste meistens trübe und 
empfindlich kühl. Dicht bei Angra Pequena begann unsichtiges und nebeliges 
Wetter. Gegen Mittag klarte es in der Regel etwas auf, und gegen Abend 
wurde es dann aber meist wieder dick und trübe, Besonders stark war der 
Nebel Morgens, wo er sich in grofsen Tropfen oder staubregenartig nieder- 
schlug. Dieses unsichtige nebelige Wetter dauerte trotz einer Briese bis 
Stärke 5 mit geringen Unterbrechungen bis zu 14° S-Br. 
Der an der Walfisch- Bucht wohnende Agent, Herr Koch, hat dem 
Kaiserlich Deutschen General-Konsulat zu Kapstadt angezeigt, dafs er beim 
Insichtkommen eines Schiffes Nachts ein weifßses festes Feuer anzünden lälst.') 
Dasselbe befindet sich 7,5 m über der Meeresfläche und ist zwischen den Pei- 
lungen SO und SW bei klarer Luft ca 8 Sm weit sichtbar. Man mufs beim 
Einsegeln das Feuer zwischen SzW!/4W und S'A4W in Peilung bringen, um von 
der Spitze Pelican freizubleiben, und darauf zusteuern, bis man 8 m Wassertiefe 
erreicht hat, um daselbst zu ankern. 
2. Bemerkungen über den Maulmain-Flufs. Westküste von 
Hinter-Indien. Bengalischer Meerbusen. („Hydrographische Nachricht“ 
No. 22/99. Pola 1888.) Nach einem Berichte des Kommandanten des öster- 
reichisch-ungarischen Schiffes „Fasana“, Freg.-Kapt. Emil Edler von Wohl- 
yemuth, hat sich das Flufsbett des Maulmain- (Moulmein-) Flusses®) im 
Vergleich mit dem auf der Br. Adm.-K. 1845 (Tit. IX: 289) eingezeichneten 
vollständig verändert. ; 
Die Inseln sind durchweg größser geworden. Besonders auffallend ist 
die Veränderung auf der Strecke von den Natmoo-Docks bis zu den Mopoon- 
Docks, wo die kleine, in der Mitte einer ausgedehnten Sandbank eingezeichnete 
Insel beinahe zur Ausdehnung der ganzen Sandbank angewachsen und mit 
Djunglen und Feldern bedeckt ist. Auf dieser Mopoon genannten Insel ist auf 
der Seite des Fahrwassers eine hölzerne weiße Bake errichtet, welche ca 2 Sm 
rw. SW*/4S von der Mopoon-Pagode entfernt liegt. 
In dem Theil des Flusses zwischen Kyan Kioung und den Natmoo-Docks 
liegen mehrere Tonnen aus, welche das jeweilige Fahrwasser bezeichnen. Ihre 
Lage ist mit diesem stets veränderlich. 
3. Oelraketen und Oelbomben. Nachdem in neuerer Zeit die be- 
ruhigende Wirkung des Oels auf die See wieder mehr Glauben und Anerkennung 
gefunden hat, sind verschiedene Projektile, Oelraketen und Oelbomben, konstruirt 
worden, um mittelst derselben von Land oder von Bord aus nach einer be- 
stimmten, direkt nicht zugäuglichen Stelle ein Quantum Oel zu befördern und 
durch dasselbe eine Glättung der See hervorzubringen. Die mit solchen Apparaten 
angestellten Versuche sind sehr verschieden und nicht immer zur Zufriedenheit 
ausgefallen, was zum Theil wohl der Mangelhaftigkeit der Apparate, zum Theil 
der bedingten Wirkung des Oels in Küstenbrandungen, die meistens als Objekt 
der Untersuchung dienten, zuzuschreiben ist. Auch die Deutsche Gesellschaft 
zur Rettung Schiffbrüchiger hat mehrfach solche Versuche unternommen, welche 
ein um so größeres Interesse verdienen, als sie nachzuweisen scheinen, dafs die 
genannten Apparate, sowie das Oel überhaupt, wohl geeignet sind, die freie 
See zu glätten, dafs die Wirkung des Oels in einer Brandung jedoch sehr 
geringfügig ist. 
‘) Vgl. „Nachr, f. Seef.“ 1888, No. 1172. 
2) Vgl. „Indian Ocean Directory“ von Findlay, London 1882, pag. 1132, und „Bay of 
Bengal Pilot“, London 1887. pag. 303.
	        
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