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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Möhler, J.; Uber die Verwendung von Sterndistanzen zur Bestimmung der Sextantenfehler anf Sce. 83 
zuleiten, zeichnet man eine Kurve, deren Ordinaten durch die gemessenen Winkel, 
deren Abszissen durch die abgeleiteten Feller gebildet werden, Nach Ausführung 
dieser Kurve wird man sehen, daß man sogar mit einem so außergewöhnlich 
fehlerhaften Instrument, wie das war, von dem hicr die Rede ist, genaue Beob- 
achtungen machen kann, wenn man sich die Mühe macht, eine solche Fehlerkurve 
herzustellen... Die hier in Frage kommende Kurve ist leider wegen der großen 
Schwankungen der Fehler zu ausgedehnt, als daß sie hier veröffentlicht werden 
könnte. Um jedoch die Bildung der Kurve an einem Beispiel zeigen zu können, 
setze ich die durch Messung derselben Sternpaare erlangten Fehlerbestimmungen 
eines anderen Instrumentes hierher. Dieses etwas bessere Instrument hatte für 
die vorher zusanmımenge- 
stellten Distanzen der Reihe 
nach folgende Fehler: — 30”, 
—39”, — 49", — 52”, 49”, 
37" und -- 12”. 
In Fig. 7 bedeuten die 
am unteren Rande stehen- 
den Zahlen (Abszissen) die 
Winkel des Sextanten, die 
an den Seiten stehenden 
(Ordinaten) die den Winkeln 
entsprechenden Fehler. Die 
eingetragenen Kreise ent- . 9L- 
sprechen den direkt aus der 
Beobachtung abgeleiteten Fehlern, die sie verbindende Kurve yibt die Fehler für 
die dazwischen liegenden Winkel. — Den gemessenen Distanzen entsprechend 
sind Kreise eingetragen bei der Abszisse 18° 36’ und der Ordinate —30”, dann 
bei der Abszisse 26° 30’ und der Ordinate —39” usw. Für einen Winkel von 
30° würden wir z. B. einen Fehler von — 42”, für einen solchen von 95° einen 
Fehler von -—27” ablesen. 
X) 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Der Batticaloa-Orkan vom 9. März 1907. Der Bezirk von Battiealoa 
an der Ostküste Ceylons wurde am 9. März von einem schr heftigen Orkan heim- 
gesucht, der zwar keine große Ausdehnung hatte, aber in der Bahnnähe 
und in der Umgebung der Küste arge Verheerungen anrichtete. Nach einem in 
der »Times of Ceylon« veröffentlichten Berichte des Gouverneurs erreichte er 
abends oder in der Nacht die Küste, beschränkte sich aber in seinen Ver« 
heerungen an Land auf die Ebene, Der Verlust an Menschenleben wird auf 47 
angegeben, bei einer Gesanıtzahl von 60000 des Bezirks immerhin ein hoher 
Betrag. Besonders empfindlich war — abgesehen von den zerstörten Wohnungen 
und dem großen Verlust an Vich — die Vernichtung der größeren Hälfte der 
Kokospalmen, anscheinend des Hauptreichtums des Bezirks, Nach den Angaben 
über die Ausdehnung des verwüsteten Gebietes in der Nord--Südrichtung zu 
schließen, 23 Sm, hat die Orkanmitte die Ostküste in 7.4A°N-Br, 81.7°O-Lg. erreicht, 
Aus den täglichen Indischen Wetterberichten und -Karten vom 9, und 
10. März für 8» V, geht hervor, daß der Orkan aus östlicher Richtung kam, Da 
sie aber mur eine Beobachtung täglich enthalten, eben die um 8 V,, und an der 
Ostküste Ceylons die Batticalon zunächst liegende Station Trincomali in 8,5° N-Br. 
immerhin 70 Sm nördlich von der Orkanbahn blieb, enthalten die Wetterkarten 
und -Berichte vor und nach dem Orkan nur Andeutungen über ihn. In Trincomali 
wurde nämlich beobachtet um 8u VL:
	        
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