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‚Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1905,
scheinen besonders die Angaben für den anomalistischen Monat darzutun, Nach
ihnen entsprechen in den Winterhalbjahren hohen Barometerständen niedrige
Temperaturen und diesen geringe Windstärken, schwache Bewölkungen und kleine
Niederschläge.
Eine kritische Betrachtung der erlangten Resultate ist unerläßlich, wenn
man die gewonnenen Ergebnisse auf ihren wahren Wert hin prüfen will, Die
arste Bedingung, welche die ermittelten Zahlen, wenn sie auf Zuverlässigkeit
Anspruch. machen sollen, erfüllen müssen, ist die, daß sie die in ihrer Beob-
achtungsmethode begründete Fehlergrenze in merklicher Weise überschreiten.
Man hat also berechtigtes Mißtrauen zu hegen gegenüber‘ den periodischen
Änderungen, die sich nicht oder nur wenig über den Genauigkeitsgrad der ur-
sprünglichen Einzelbeobachtungen erheben. In unserem Falle würde dies die
bygrometrischen, anemometrischen, Bewölkungs- und Niederschlagsangaben
betreffen. Es wäre jedoch eine Verfehlung, wenn man auf Grund der vorliegenden
Zahlen einen wahrnehmbaren Mondeinfluß auf die genannien meteorologischen
Größen voreilig in Abrede stellen wollte, Immerhin dürfen hier für uns bei der
Feststellung eines etwaigen Mondeinflusses zunächst nur noch die Luftdruck-
and Temperaturschwankungen ernstlich in Betracht kommen, Aber selbst die
letzteren können vor einer strengeren Kritik kaum als gesicherte Ergebnisse
bestehen, Sie ermangeln nämlich der zweiten Erfordernis, die wir an die ge-
lundenen. Zahlen zu stellen haben und die darin. besteht, daß die ermittelte
Periode gegenüber der durch den Sonneneinfluß bedingten Schwankung an Größe
nicht allzuschr zurücktritt. Daß dies aber gerade bei den Temperaturbeobachtungen
im Vergleich zu den anderm Größen in ganz besonders hohem Grade der Fall
ist, beweisen die Tabellen 7 und 8.
Tabelle 7, Absoluter Betrag der Maxhnaländerungen aller metoorologischen Elemente für die
verschiedenen Zeitabschnitte,
Zeitraum
der Änderung
Saft Kt persiur
druck Tare *
mm mittel (Min. | Max.
Winterhalbjahr 4.70 | 10.28 | 9,75 10.69
Anomalist, Monat. | 1.04 | 1.36 1.16 1.42
Fropischer « SE RN
Synodischer « A
Absol.
Feuch-
tigkeit
mm
relative" Stärke
Feuch- des
tigkeit. Windes
no
$}
A
3.33 0.6 033
A261 2.6 0.24
28 19 0.46
0.40 1.0 O2
[Größe Ad, Kom-
Kr des
Windes von
Wo
Bewöl-
. kung
{4 80}
Tägk
| Nieder-
schlag
. mm
ÖT0 0.82 1.00 1.14
040 021 050 | 053
0ä4 | 0.42 1.08 45
| 054 026 | 070 | 100
Tabelle &, Änderungen der metesrologischen Elemente br den einzelnen Monaten, ausgedrückt
ij Prozenten ihrer durch den Sonneneinfluß im Laufe des Winterhalbjalres herbeigeführten
Maximaländerung.
Monat
Anomalistischer |
Fropischer
Synodischer
Luift-
druck
Lufttemperatur 3 ® ] E E | 23
; S S S SS
Tage a | Max SZ 3155
4. 1 BB RB, 18, 7
79 | 31 0 8] 5 | 20 |
31 a5 2813 Fe Fo
78
139
a7
Größe der Kom-
ponenten des
Windes von
ar 1 &
u} Tägl,
BewÖh: Nieder. | Mittel
Kung ahlas
är 20 46 45 34
Fr 51 | 93 | 74 | 2
77 32 64 24 41
Mittel | 50 | 2 im a3 pas[ a jaG3) %0 | ar LS | 8
In der Tabelle 7 sind die Veränderungen, welche die meteorologischen
Elemente. im Verlauf des Winterhalbjahres und während der einzelnen Mond-
umläufe erfahren, ihrem absoluten Betrage nach aufgezeichnet, Tabelle 8 dagegen
gibt die monatlichen Änderungen der genannten Größen in Prozenten der durch
die Sonne im Winterhalbjahre veranlaßten Schwankungen an, Nach obigem ist
aun zu vermuten, daß bei denjenigen Elementen, welche neben einer starken
Änderung unter dem KEinflusse der Sonne eine nur schwache monatliche