Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1907.
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Glashütte i,/Sa., A. Kittel in Altona, A. Lange & Söhne in Glashütte i./Sa. und
F, Lidecke in Geestemünde im ganzen 36 Instrumente deutschen Ursprungs ein-
yeliefert worden. Die ausgesetzten Preise wurden verliehen:
1. Preis den Chronometerfabrikanten A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter Nr. 52,
A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter Nr. 37,
A. Kittel für das Chronometer Nr. 275,
A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter Nr. 34,
W. Bröcking für das Chrono-
meter Nr. 1916,
A. Lange & Söhne für das Chrono-
meter Nr. 49.
).
Die Chronometer der 30. Wettbewerb- Prüfung verteilten sich in folgender
Weise auf die einzelnen Klassen, wobei zu beachten ist, daß sämtliche Instrumente
den Bedingungen der drei ersten Klassen genügten:
Klasse. .... I X HI
a u m
Anzahl der Chronometer... 33 12 7
Prozentische Verteilung.... 64 23 13
Ein eingehender Bericht über die besprochene Wettbewerb - Prüfung wurde
im August-Heft der „Annalen der Hydrographie u. s. w.“ veröffentlicht.
Nach Beendigung der Prüfung gingen 11 Chronometer der ersten Klasse und
ein Chronometer der dritten Klasse, im ganzen also 12 Instrumente in den Besitz
der Kaiserlichen Marine über.
Am 3. November begann die 31. Wettbewerb-Prüfung. An dieser beteiligten
sich 9 deutsche Fabrikanten durch Einsendung von 51 Chronometern. Unter
diesen Instrumenten befanden sich 37, welche mit der Antwartschaft auf Preis-
erteilung eingeliefert wurden. In dem Berichtsjahre wurde zum erstenmale eine
Prüfung der technischen Ausführung der eingelieferten Instrumente mit den damit
verbundenen rechtlichen Wirkungen durch eine Sachverständigen-Kommission vor-
genommen. Auf Grund dieser Prüfung konnten 4 Instrumente zu der Wettbewerb-
Prüfung nicht zugelassen werden, da dieselben von der Kommission als minder-
wertig in der technischen Ausführung bezeichnet wurden.
Auch bei der 31. Wettbewerb-Prüfung sind auf Grund einer Verfügung des
Reichs-Marine-Amts zur Anwartschaft auf Preiserteilung ausnahmsweise auch solche
Instrumente zugelassen worden, bei denen im Auslande angefertigte Palladium-
Spiralen und Nickelstahl-Unruhen verwendet wurden, im übrigen aber die durch die
dritte Chronometer-Konferenz festgesetzten Bedingungen bezüglich des deutschen
Ursprungs erfüllt sind. Die soeben erwähnten Ausnahme-Bestimmungen sollen,
soweit sie sich auf Nickelstahl-Unruhen beziehen, demnächst (wahrscheinlich vom
Jahre 1910 ab) fortfallen. Das Ende der 31. Wettbewerb-Prüfung findet im April
1908 statt.
Seit dem Inkrafttreten der durch die dritte Chronometer-Konferenz (1898)
aufgestellten Grundsätze für die Preiserteilung ist die Anzahl der Chronometer
rein deutschen Ursprungs folgende gewesen:
22. bis 25. Wettbewerb-Prüfung von 1898 bis 1901,
durchschnittlich 13 Chronometer oder 28% der Gesamtzahl.