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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1907, 
gemacht. Seit dem 1. November bezieht Petersburg in dem 1. Sammeltelegramm, 
das Hamburg um 9 Uhr verläßt, als Hinzufügung die Abend- und die Morgen- 
beobachtungen von Malinhead, Shields, Scilly, Aberdeen, Skegneß und Portland 
Bill, sowie in einem II. Sammeltelegramm um 9'/4 Uhr die Abend- und Morgen- 
beobachtungen von Stornoway, Valencia, Holyhead und Dunrossness. Auch 
Helsingfors hat dieserhalb bereits Verhandlungen angeknüpft. 
In den Sammeltelegrammen nach Wien und Budapest sind am 1. Dezember 
die Beobachtungen von Skagen an die Stelle von Keitum und von Bodö an die- 
jenige von Haparanda getreten. 
In dem 1. Wetter-Abonnements-Telegramm sind die Beobachtungen 
von Thorshavn und Seydisfjord. von 7 Uhr Gr. Zt. als No. 52 und 53 hinzugetreten. 
Sonst hat eine Änderung der Abonnements-Telegramme nicht stattgefunden. 
Die Zahl der ausgegebenen Wetter-Abonnements-Telegramme 
zeigt die folgende Zusammenstellung: 
Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 
1. Wetter-Ab,-Tel. 41 40 40 40 42 42 42 41 41 41 Al ar 
2. » »*» . 37 36 34 31 30 29 30 28 28 28 28 99 
Extra-Telegramm . 25 25 25 25 26 26 26 25 25 95 25 295 
Obs. Ergänz, Eins. 14 15 15 15 16 16 16 16 16 16 16 16 
Zwei. 9 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 
Drei. 7 6 6 6 6 6 6 5 5 5 5 5 
5x 
b. Normal-Beobachtungs- und Ergänzungsstationen 
der Deutschen Seewarte. 
Im Verlaufe des Jahres wurden sowohl auf der Beobachtungsstation der 
Deutschen Seewarte selbst als auch auf einigen Normalbeobachtungsstationen und 
Sturmwarnungsstellen instrumentelle Änderungen vorgenommen. Zunächst erschien 
es zweckmäßig, allmählich Regenmesser nach Hellmann allgemein ‚einzuführen, 
da die bisher benutzten, den Übelstand zeigten, daß der Wasserablaßhahn im 
Laufe der Zeit undicht wurde und ein langsames, unkontrollierbares Austropfen 
des Inhalts an Regenwasser zur Folge hatte. Außerdem zeigten sich auch starke 
Schmutzansammlungen über den Hähnen. Bisher erhielten neue Regenmesser: 
die Normalbeobachtungsstationen in Hamburg und Wilhelmshaven, die Drachen- 
station der Deutschen Seewarte in Groß-Borstel, sowie die Sturmwarnungsstellen 
in Brake, Brunsbüttelkoog, Leba, Nesserland, Schleimünde und Groß-Ziegenort. 
Ferner wurde das für die täglichen Temperaturablesungen dienende, am 
Fenster der Nordostfront des Seewarten-Hauptgebäudes angebrachte Thermo- 
metergehäuse am Mauerwerk unbeweglich befestigt und die Einrichtung ge- 
troffen, daß die Ablesungen nunmehr von außen erfolgen können; die Änderung 
erfolgte vom 15. bis 28. Mai, während welcher Zeit die Thermometer in einer 
Englischen Hütte auf dem Reservoir zur Ablesung benutzt wurden. Es hatte 
sich nämlich der Übelstand gezeigt, daß die- Extremthermometer bei den Ab- 
lesungen vom Zimmer aus infolge Heranziehens des Gehäuses an das Fenster 
gelegentlich eine Veränderung ihrer Einstellung erlitten, und des weiteren wurde 
bei dem unvermeidlichen Öffnen des Fensters im Winter das Gehäuse von warmer 
Zimmerluft umspült, sodaß die Gefahr einer Beeinflussung des Maximum-Thermo- 
meters bestanden hatte. Erwähnung verdient, daß die Frage, ob sich eine „Eng- 
lische Thermometerhütte“ nicht vielleicht besser eigne als ein Fenstergehäuse, 
durch Vergleichsbeobachtungen, die sich über 3 Jahre erstreckten, im negativen 
Sinne beantwortet wurde; es zeigten sich vor allem an Tagen mit starker Sonnen-
	        
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