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Annalen der Hydrographie und Maritinen Meteorologie, Februar 1908,
Die beiden vorletzten Reihen. sind in Fig. 1 graphisch dargestellt, Die
häufigsten Richtungen waren unten SW bis W, oben WSW bis WNW, Die
Richtungen SSW und SW sowie alle Östlichen waren unten, die Kichtungen
WSW bis N oben stärker vertreten.
Die bekannte Tatsache, daß das
Übergewicht der westlichen Winde in
der Höhe stärker ist als am Erdboden,
spricht sich auch in diesen Zahlen aus:
am Erdboden kamen 34% der Winde
aus der östlichen Hälfte des Horizonts,
oben dagegen nur 26%, Von größeren
Interesse ist die Frage, wie sich dieses
stärkere Vorwalten der westlichen Winde
in der Höhe bei den verschiedenen
Richtungen des unteren Windes gestaltet.
Unserem Material lassen sich wertvolle
Auskünfte über die Unterschiede in der
gleichzeitigen Windrichtung am KErd-
boden und in der Höhe entnehmen, Die
Tabellen 2 bis 4 geben zunächst ohne
Unterschied der Jahreszeiten die Anzahl
der Fälle, in denen die obere Wind-
richtung um 2, 4, 6 usw, Strich von
der in der ersten Spalte angegebenen Windrichtung am Erdboden abwich, und
zwar im Sinne der Bewegung des Uhrzeigers als +, im entgegengesetzten als —
gerechnet, Es war also beispielsweise in 25 Aufstiegen unter 1000 m (Tabelle 4),
bei denen am Boden SW-Wind herrschte, am obersten Punkt in 2 Fällen der
Wind SSW, in 6 Fällen WSW und in 5 Fällen W, zwölfmal aber war er oben
ie unten SW,
Tabelle 2. Unter- und Oberwind in 634 hohen
Aufstiegen von über 1000 m; mittlere Höhe
etwa 2200 m. a
A. Richtungsunterschied zwischen Erdboden
und der erößten Höhe.
B. Richtungsunterschied zwischen
Frdhaden und 1000 m Höhe.
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Der mittlere Winkel zwischen Unterwind und Öberwind ist in allen drei
Zahlenreihen bei WNW am kleinsten, bei SO oder SSO am größten, und zwar
beträgt der Unterschied 3 bis 4 Strich. Der Gang der Zahlen ist, im ganzen
genommen, schr regelmäßig, selbst bei den kleinen Aufstiegen, deren durch-