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Annalen der Hrdrographie uıxi Maritimen Meteorologie, Januar 19008,
an der deutschen Nordseeküste vereinzelt steife Östliche bis südöstliche Winde,
die durch Ausläufer einer im Westen gelegenen Depression verursacht wurden,
Eine wesentliche Änderung der Wetterlage brachte sodann der 13, November,
Ein Teilminimum war von Island her nach der Nordsee vorgedrungen und gleich-
zeitig ein bis nach den Alpen reichender Ausläufer nach Polen vorgedrungen,
Das Tags zuvor über Österreich-Ungarn und Westrußland gelegene Hochdruck-
gebiet hatte sich nach Innerrußland zurückgezogen, während ein intensives
Maximum über der Biscayasee sich geltend machte. Infolgedessen drehte der
Wind nach Südwest und frischte bis zu steifen und stürmischen Winden auf.
Zugleich traten bei steigenden Temperaturen allgemeine Trübung und Regenfälle
ein. Das Minimum entfernte sich am folgenden. Tage nach Rußland, nicht ohne
den östlichen Teilen des deutschen Küstengebietes noch ergiebige Niederschläge
zu bringen, An demselben Tage trat ein neuer Ausläufer der andauernd im
hohen Norden gelegenen Depression nach der Nordsee vor, der an den folgenden
Tagen nur für die deutsche Nordseeküste Bedeutung gewann, da er durch ein
am 16. aus dem Nordosten Europas vordringendes intensives Hochdruckgebiet
von der Ostsee fern gehalten wurde.
Letzteres behauptete seine Herrschaft bis zum 22. Tage des Monats uud
verursachte bei einer rorwiegend südöstlichen Luftströmung ruhiges und meist
trockenes Wetter mit sinkenden Temperaturen, An der deutschen Nordseeküste
setzta die kältere Witterung erst am 20, November ein, da hier noch Ausläufer
der nordischen Depression etwas wärmere ozeanische Luft herbeiführte. In
diese Witterungsperiode fielen die kältesten Tage des Monats, Am 19, verzeichnete
Memel ein Temperatur-Minimum von —8.2° und die übrigen Normal-Beobachtungs-
station an den beiden folgenden Tagen Minima von 8 bis 7° unter NuH,
Am 23, November setzte sodann eine bis zum Schluß des Monats anhaltende
Regenperiode ein mit vorwiegend südwestlicher, an den letzten Tagen nordwest-
licher ozeanischer Luftströmung,. Am 23. begann das letztgenannte Hochdruck-
gebiet sich nach Innerrußland zurückzuziehen, da eine Depression von Island
her nach der Nordsee vordrang, die an der Nordseeküste am 24, 25. und 27,
vielfach steife Winde hervorrief. Da die Winde noch bis zum Morgen des 24,
meist ihre südöstliche Richtung behielten, blieb die Temperatur bis zu diesem Tage
noch unter der Normalen, an der östlichen Ostseeküste sogar noch bis zum 26,
da hier erst am 26. die südwestliche ozeanische Luftströmung bei dem weiteren
Vordringen der Depression einsetzte, Die Temperatur stieg besonders am
27, an der Nordseeküste und am 28, an der Ostseeküste erheblich (um nahezu 10°),
An diesem letzteren Tage vollzog sich sodann eine Veränderung der Wetterlage
dadurch, daß die Tags zuvor fast den ganzen Erdteil bedeckende Depression in
zwei Teile geteilt wurde, indem von Island her ein Hochdruckgebiet vordrang
and. mit dem hohen Druck über dem Balkan in Verbindung trat, Ein Teil der
Depression zog nach dem Nordosten ab, der andere verlagerte sich nach der
Biscayasee, so daß amı 30. November das deutsche Küstengebiet nordwestliche bis
nördliche Winde hatte, die im äußersten Osten noch zu Stärke 8 und 9 nach
der Beaufortskala auffrischten,
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