Die Witterung an der deutschen Küste im November 1907.
Niederschlag, zun
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
Stat,
= , Ab-ı .
1 B weich. % | =
+5 Ze 5 | vom | SS
1915 "| £ Norm. .
nit Nieder-—. Fr T|2 heiter, trübe,
(Lie mm/3 8 gi mitt mitt
TA alTAA 2 &| Bew, | Bew.
3.2, 1.05.070.01M 185 | BS5- | BY
Meter pro Sek. | Daten der Tage
dittel| Abw. | SEO mit Sturm
Bork. 25, 18' 43 — 21! 13 2,
Wilh. 10; 14, 24—29 7,26.
Keit. | 32 29 61— 6; 21 25.
Ham. | 6; 12, 18:— 30 726.
Kiel | 8 11 19—38 5 %%)
Yus. | 3 11 17—18 4 251
Swin. | % 15. 18—19 628.
8 19 27.— 20; 11° 29.
37 2811 9 14
12.15 97—25 9:30.
Pr
X
6.7 3:
Le a,
a — ıl
48:—02 1
4.6 —0,8! 17
34 —2.4)
3.0 —2.0
| 37 — 15 30.
33 — 12 | 30
39: 6 80
25,
kein Sturm
27.
kein Sturm
‘ kein Sturm
A N
' yo
5 0.00
7 „U DO
a 41 +00
11! 412) 1.00,
3 9 10 5 00
O7) al
1
m A
Rüg.
Neuf,
Men.
6 16
-.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mitt. Windstärke
(Beaufort)
. 9 '91 |e| El El El lE
AISIZ % nz IB Im = 0 | Stile
„1218 |Zıo Bo FE BIS EEE
F
EN 8x
Bork.
Wilh,
Keit,
Ham.
Kiel
Wus,
Swin.
Rüg.
Neuf. | *
Mem. %
2,6
30
3.1;
3.3 |
27
2,5
3.2
27
5
33
3.0
2.1
28 31
3.0 2.4
27 125
21 2° 128 26
a [ 20! 26 [21
ı | 25 | 2422
47
Ur 1 \
Ei
) vv,
vu. 1:
Die Witterung an der deutschen Küste stand im Monat November vorwiegend
unter dem Einfluß hohen Luftdruckes, der sich größtenteils über dem
östlichen Kontinent behauptete, Dementsprechend herrschte verhältnismäßig
ruhiges, ziemlich kühles und sonnenscheinreiches Wetter mit geringen Niederschlägen
und meist südöstlichen Winden vor, Wie aus der vorstehenden Tabelle,
die die meteorologischen Beobachtungen in Mittelwerten wiedergibt, hervorgeht,
war der Luftdruck im Durchschnitt etwa 3'/, mm zu hoch, die Lufttemperatur
etwa 1° zu tief, und die Bewölkung blieb nahezu 15%, hinter dem Mittelwert
zurück, während die Niederschlagsmengen sich annähernd um 50°, unter den
im November zu erwartenden Monatssummen hielten. Steife und stürmische
Winde traten in den ersten beiden Dekaden nur ganz vereinzelt, am 24, 25. und
27. aber in größerer Verbreitung und besonders am 30. im äußersten Osten auf.
Hinsichtlich der allgemeinen Luftdruckverteilung kam die deutsche Küste
vom 13. bis zum 15. und vom 23. bis zum Schluß des Monats in den Bereich
von Depressionen; sonst herrschte eine antizyklonale Wetterlage vor.
Am 1. November lag eine schmale Rinne tieferen Luftdruckes vor dem
deutschen Küstengebiet und trennte Hochdruckgebiete über Süd- und Nordeuropa,
Die Witterung war infolgedessen ruhig, mild und meist trübe, stellenweise fielen
Niederschläge. Am folgenden Tage hatte sich die Furche tieferen Druckes ausgefüllt
und die beiden barometrischen Maxima zu einem umfangreichen, Österreich-Ungarn,
Deutschland, Westrußland und Skandinavien umfassenden Hochdruckgebiet
vereinigt, das, langsam ostwärts zurückweichend, zunächst bis zum
12, November auch für die Witterung an der deutschen Küste bestimmend blieb.
Die Luftströmung war während dieser Tage eine fast andauernd südöstliche, so
Jaß trockene und ziemlich kalte Luft aus dem östlichen Kontinent herbeigeführt
wurde, Das Wetter war deshalb vorwiegend kalt, heiter oder neblig und sonst
trocken. Die Luftbewegung war vorwiegend schwach, nur vom 3, bis 5. wehten