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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorolagie, Dezember 1908, 
Verdunsteng In mir über dem Meer,1) 
sa lan av vl ya vr va ax | x | x am 
1904 
Bottenwick 18 
Dattensen | 15 
1905 | 
Bottenwiek 
Bottenses 
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20 Bw 10, 912 38 38 A | 
Berücksichtigt man die Niederschlagssummen der einzelnen Monate, so 
erhält man: 
Zufuhr und Verlust in mm an der Oberfläche des Meeres. 
wo Sin ara ylviılyn vmlax x Ixı | zur 
Pottenwiek —{lr 
Dottensee 0 — 
1905 ; . | 
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-B8; 2 —9 
84 82 
Im Jahre 1904 beträgt hiernach die Zufuhr zur Bottenwiek: 160 mm 
(5,8 cekm); 1905: 229 mm (8,5 ckm); 1904 zur Bottensee 205 mm (13,7 ekm}; 
1905: 193 mm (12,8 ekm), 
Ich habe den Gang der Untersuchung nebst einigen Ergebnissen kurz 
darzustellen versucht, da die Ozeanographie überhaupt noch keine befriedigenden 
Werte über den Faktor der Verdunstung an der Meeresoberfläche besitzt, Aller- 
dings haftet den Wittingschen Zahlenwerten auch eine große Unsicherheit an, 
da neben den zahlreichen, auf Schätzung beruhenden Werten z, B. nicht der 
Dampfdruck, welcher über der freien Wasseroberfläche selbst beobachtet ist, 
nenutzt wird, sondern Werte von auf Land gelegenen Stationen; auch zeigt der 
jährliche Gang der Verdunstung und demzufolge auch der Zufuhr- und Verlust- 
mengen manche wohl schwer zu erklärende Eigenheiten, 
V. Der Wasserstand. 
Den letzten Abschnitt des Bandes bilden die Untersuchungen über die Ver- 
änderungen des Wasserniveaus; hierbei werden auch die angrenzenden Meeres- 
teile mit herangezogen, Auf Grund der Pegelbeobachtungen der ganzen Ostsee- 
küste und unter Berücksichtigung etwaiger Fehler in dem Anschluß der 
Präzisionsnivellements werden die Unterschiede im Mittelwasser der verschiedenen 
Küstenpunkte erörtert, Die für den Bottnischen Busen erhaltenen Zahlen ergeben 
an der schwedischen Seite ein Gefälle nach Norden, dies widerspricht aber, 
wie Witting bemerkt, der abnehmenden Dichtigkeit des Wassers mit nördlicherer 
Breite, Zieht man die Winde hierfür heran, so ergibt sich auch keine einwand- 
freie Erklärung; da der mittlere Fehler der Nivellements an der schwedischen 
Seite. die gefundenen Unterschiede übersteigt, so ist ein exakter Schluß aus den 
Beobachtungen nicht möglich. Auf Grund der Pegelbeobachtungen an der 
Finnischen Küste und unter Zugrundelegung der Gefällsverhältnisse des übrigen 
Östseegebiets zieht Witting den Schluß, daß die Oberfläche des Bottnischen 
Meerbusens von Norden bis Äland ein Gefälle von nicht mehr wie 10 cm auf- 
weist. Nach Engelhardts Untersuchungen über die Dichtigkeitsfläche ist der 
Spiegel des Bottnischen Meerbusens um 14 om höher wie die Beltsee*) ein Wert, 
welcher sich. mit Wittings Schätzung gut verträgt, Die jährliche Periode des 
Wasserstands im Bottnischen Meerbusen hat im Mittel längerer Zeiträume ein 
Maximum im August bis Oktober und ein Minimum im März bis Mai (auch in 
45 Das Zeichen — bedentet Kondensation, 
%} Aus dem Archiv der Deutschen Scewarte Bd, XXIU Nr 60 vgl. auch Krümmel, Handbuch 
der Özeanographie Bd. I, 2. Aufl. 8. 55,
	        
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