accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Brennecke, W.: Rolf Witting: Beiträge zur Hydrographie des Bottnischen Meerbusens, 543 
Gebiet 
Bottenwiek .., 
Kelten „4 Wa 
\landsmeer. .. 
Oberfl. | 10m | 20m ! 10m ' 60m ' sOm | 100m | 150m | 200m 
36750 | 29750 23450 14550 
66750 | 61850 | 57250 | 48900 
5700| 4900 4200 | 3150 
10.9530 
37 250 
2 600 
6050 10% 2— | — 
25 250 | 13 450 | 2570 | 335 
1950 | 1550 750° 950 
Um einen besseren Einblick in den Anteil der verschiedenen Tiefenstufen 
an dem Gesamtareal zu gewinnen, habe ich die Differenzen zwischen den einzelnen 
Tiefenstufenarealen gebildet. Es ergeben sich dann die Teilareale der Stufen 
(in qkm): 
Gebiet 
Bottenwiek 
Bottensee . .,.. 
Älandsmeer. ... 
0—10 | 10—20 | 20—40 | 40—60 | 60—80 |80—100' 100-— | 150— | 200-— 
m m m m m m ı 150m | 200m 300m 
7 000 6300 
4 900 | 4 600 
O0 Z00 
8900 , 3600 . 4%00 | 4960 | 1080 , — _ 
8350 11650 | 12000 11800 10880 | 2235! 335 
1030 | 550 | 650 400 800 * 300 1 9350 
Im Anschluß an die Arealberechnungen hat Witting die Gebiete aus- 
gemessen, deren Niederschlag in den Bottnischen Meerbusen abfließt, Das 
Speisungsgebiet für den Bottenwiek umfaßt 263800, für den Bottensee 216100, 
für das Schärenmeer 7400, schließlich für das Älandsmeer 25000 qkm. 
11. Die Strommessungen. 
An der Aufgabe, exakte Strommessungen in den verschiedenen Tiefen- 
schichten des Meeres auszuführen, ohne zu große Mittel und zu große Zeit zu 
beanspruchen, arbeitet die Ozeanographie seit geraumer Zeit, jedoch ist eine 
ganz einwandfreie, einfache, auf großen Tiefen und auch bei schlechten Witterungs- 
verhältnissen auszuführende Methode der Tiefen-Strommessung bis heute noch 
nicht erreicht worden, In den relativ flachen nordatlantischen Nebenmeeren, 
welche das Hauptarbeitsgebiet der internationalen Meeresforschung bilden und 
das Schiff zu verankern gestatten, sind heute Methoden exakter Strommessung 
gefunden worden, jedoch ist auch bei diesen Methoden meist oder fast allgemein 
der Übelstand vorhanden, daß sie zeitraubend und nicht bei jedem Wetter aus- 
zuführen sind!) Witting geht sehr ausführlich auf alle technischen und 
methodischen Fragen ein; einiges aus seinen Arbeiten hierüber sei kurz angeführt, 
An brauchbaren Apparaten zur Strommessung sind neben den älteren 
Instrumenten von Aime und Arwidson neuere von Pettersson mit bifilarer 
Aufhängung, von Nansen mit Pendelablenkung und von Ekman mit Flügel und 
Kompaß vorhanden; letzterer scheint sich am meisten einzubürgern, verlangt 
aber auch sehr sorgfältige Behandlung, Von Witting selbst sind zwei Strom- 
messer konstruijert worden, bei welchen sich der Apparat in der Mitte eines 
bifilar aufgehängten 3 m langen Rahmens befindet. Bei der zuerst ausgeführten 
Konstruktion wurde die Auslösung des Strommessers durch ein erstes und die 
Arretierung durch ein zweites größeres Fallgewicht verursacht (ähnlich wie beim 
Ekmanschen Strommesser); bei der zweiten Konstruktion wird, nachdem die 
verlangte Tiefe erreicht ist, ein elektrischer Stromkreis geschlossen, worauf 
Richtung und Geschwindigkeit der Tiefenströmung an Bord registriert werden, 
Wittings Gedanke, fortlaufende Angaben über Stromrichtung und Ge- 
schwindigkeit der betreffenden Strömung vermittels elektrischer Registrierung 
zu erhalten, ist sicher ein Fortschritt, aber die bifilare Aufhängung (Rahmen 
‘) Eine Reihe von Abhandlungen findet sich in den Publications de circonstance, Nr. 24 (1905): 
V. Ekman, Kurze Beschreibung eines Propell-Stromnessers, Nr. 25 (1905): O. Pettersson, 
Beschreibung des Bifilar-Strommessere, Nr. 26 (1905): van Rosendaal und Wind, Prüfung von 
Strommessern und Strommessungsversuche in der Nordsee, Nr. 30 {1905}: Rolf Witting, Kurze 
Beschreibung eines elektrisch registrierenden Strommessers, Nr. 31 (1905): Derselbe, Etliches über 
Strommessung. Nr. 34 (1906): F. Nansen, Methods for Measuring direction and velocity of eurrents 
in the Sea. With an appendix by V. Ekman, Nr, 36 (1907): Dalhuisen und Ringer, Forigesetzte 
Strommessungsversuche in der Nordsee,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.