Wegemann: Über sekundäre Gezeitenwellen.
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and Größe der sekundären Schwankungen ohne Belang ist, so müssen auch
größere Gebiete auf die Gezeitenwelle z. B, wie Resonatoren ansprechen und die
Teiltide verstärken, deren Periode der der Bucht am nächsten kommt. Hierfür
werden fünf Beispiele beigebracht:
Länge
1 km
Tiefe
k m
Stenden und Zehntel
Berochnote | Beobachtete
Periode Periode
Teiltide
Fundy Bayı .v 270. 141 8103 | RA MM,
Busen. von Bengalen . .. 1950 32.00 12.00 8,
Madurastraße ‚0. 30 88 voder SR u
PP, Adalaide . 2.0.0.0 LG 21.5 | 108 16,9 Eigenschwingung
P, Phillip ...0..00004]1 200 185,4 839 |! 83 | Seiche
Bedenkt man, daß in der Fundy Bay, St. Malo Golf, Busen von Bengalen
z.B. nur die Halbtagstiden, deren Periode etwa 12 Stunden beträgt, an der
Steigerung der Amplitude mach dem Innern der Bucht zu teilnehmen, während
die Ganztagstiden durchweg unverändert bleiben, so gewinnt die vorliegende
Erklärung sehr an Wahrscheinlichkeit. Doch ist es zuviel verlangt, wenn sie für
alles aufkommen soll, Verengerung und Seichtwerden sowie Interferenz zweier
Systeme von Wellen spielen häufig die Hauptrolle, z, B, im Golf von Martaban.
AÄAnderseits ist in manchen Fällen doch die Verstärkung der fortschreitenden
Gezeitenwelle durch Resonanz zu erklären, wo der theoretische Wert nicht recht
paßt wie im Golf von St. Malo, wo letzterer sieben Stunden ist, Ähnlich Hegen
die Verhältnisse für andere Gebiete wie das Adristische Meer, Bristolkanal,
Hudsonstraße, Mozambiquekanal, Bristol Bay Alaska u.a. Doch lassen sich durch
Berücksichtigung der Korrektionen und Verlegung der Knotenlinien erheblich
günstigere Übereinstimmungen zwischen berechneten und beobachteten Werten
erzielen, z, B. Golf von St, Malo unter Anbringung der Mündungskorrektion und
Verschiebung des Knotens 11 Stunden statt 7. Hätte man die Gezeiten des
Golfes von Mexiko entsprechend zu erklären versucht, so hätte man unter An-
bringung der Mündungskorrektion ein brauchbareres Resultat erhalten als Endrös,
der eine Seiche des Amerikanischen Mittelmneeres zur Erklärung der Eintags-
Muten dieses Gebietes zu Hilfe nimmt, Ein roher Überschlag ergibt für 1] =
1650 km von Cuba nach Vera Cruz und lı = 875 m mittlerer Tiefe, T = 19,8
Stunden, Korrektionsfaktor wegen der Mündung‘ 17/,, also LT = 24.8 Stunden dem
Mittel aus der K, und O, Tidenperiode.
Trotz mancher ungelöster Fragen, trotz der Ungenauigkeiten und anderen
Mängel, die im vorstehenden erwähnt sind, bleibt das Werk als Ganzes doch
eine hervorragende Leistung und einer der bedeutsamsten Beiträge für die Er-
{orschung der sekundären Schwankungen des Meeresspiegels. ;
Rolf Witting: Beiträge zur Hydrographie des Bottnischen Meerbusens.)
Von Dr. W. Brennecke,
Der vorliegende erste Teil der Untersuchungen Wittings über den Bott-
nischen Meerbusen beabsichtigt die Grundlagen für die im zweiten Teil erfolgenden
Studien über die Wasserbewegungen und die Wasserumsetzung in den Finnland
umgebenden Meeren zu schaffen, Der Einfluß der einzelnen hierbei in Betracht
kommenden Faktoren wird quantitativ festzustellen versucht: ausgehend von der
z Untersuchungen zur Kenntnis der Wasserbeireizungen und der Wasserunmetzang: ix den
Finnland umgebenden Meeren, I von Rolf Witting, Der Bottnische Meerbusen in den Jahren 1904
and 1905. Erster Teil: Geographische Zahlenwerte, Beobachtungsmaterial, Strommnessung, Waschen.
posten. Windverbäültnisse, Fisverhältnisse, Süßwasscrznfnhr, Mittelwasser, Gezeiten, Bewegungen der
Wasseroberfläche, deren Ursachen. Finnlämdlische Hydrographisch-Biologische Untersuchnugen Nr. 2,
X u. 2465, Mit 18 Tafeln und 27 Toxtfig, Helsingfors 1908.
Ann. 4, Hydr. agw.. 19008, Heft XIL