accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

538 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1908, 
= 0,5772, b die Breite der Bucht und der log der natürliche Logarithmus ist, 
worauf besonders hingewiesen werden muß, da die Abkürzung log in der Regel 
Briggs Logarithmus bedeutet, Im Vorbericht sowchl wie im Auszug im 
Philosophical Magazine lautet der Ausdruck für P: 
ı /3 zb 
= 75-7 — Tog Zi 
Welcher von beiden Werten der richtige ist, ließ sich nicht feststellen, da 
dem Referenten die Originalabhandlungen von Lamb und Lord Rayleigh nicht 
zugänglich waren, Die folgende Tabelle enthält für einige Werte von b: 1 die 
entsprechenden Werte von T : Tr. 
T:Tx 
mgenane Werte der Haupt- 
abhandlung .. 0 - 
T: Ti . 
Jieselben genatt +... 00) 
TıTx 
1.240 
1.262 
1218 
1187 
1.163 
1107 
1.064 
1.290 
| 251 
1917 
1.156 
1163 
1.105 
1.044 
ve. .} 1576 | 1477 | 1401 ! 1346 | 
Jedenfalls zeigt diese Zahlenreihe, daß bei Buchten von gleichförmiger 
Breite, bei denen das Verhältnis von Breite zur Länge größer als 1 ist, die 
Korrektionsformel wenig sichere Ergebnisse mehr liefert. Strong genommen gilt 
sie nur für rechteckige Buchten von konstanter Tiefe, Für unregelmäßig ge- 
staltete ist ebenfalls eine Korrektion mitgeteilt, und zwar ein Spezialfall der 
von Professor Chrystal in seiner hydrodynamischen!} Theorie der Seiches 
zegebenen. Doch ist die Darstellung nicht durchsichtig genug, als daß man im- 
stände wäre, an ihrer Hand dieselbe benutzen zu können, trotzdem im folgenden 
Abschnitt Beispiele dazu mitgeteilt werden. Jedenfalls ergibt sich die Tatsache, 
daß eine Verschmälerung der Bucht an der Mündung dio Periode verlängert, 
während eine solche nach dem Ende zu sie verkürzt und umgekehrt, Im ersteren 
Falle ist die Korrektion also positiv, im letzteren negatir und umgekehrt. Da 
Jie Mündungskorrektion stets positiv ist, so wird sie durch diese Gestaltskorrektion 
bei Buchten, die sich nach dem Ende zu verschmälern bzw. nach der Mündung 
zu sich erweitern, zum Teil oder ganz aufgehoben, so daß in solchen Fällen die 
einfache Formel 
Tu AL 
Vıh 
ein mit der beobachteten gut übereinstimmendes Ergebnis liefert, 
Falls die Bucht durch eine sehr enge Mündung mit dem offenen Meere 
kommuniziert, ist statt der beiden Korrektionen eine andere anzuwenden. 
T=3z Ve | + 5 (0.923 + log nat 7) 
wo S den Oberflächeninhalt der Bucht und L ihre Länge in der wahrscheinlichen 
Richtung des Fortschreitens der Welle bedeutet, 
Der folgende Abschnitt enthält eine Anwendung der einfachen Formel auf 
68 Orte. Allerdings liegen bisher nur von 31 derselben Beobachtungen vor, Für die 
Buchten von Aomorij, Ofunato, Tsuruga und Osaka sind außerdem die Korrektionen 
berechnet und angebracht, Die Zusammenstellung zeigt, daß in den allermeisten 
Fällen die einfache Formel für die Periode gut übereinstimmende Ergebnisse 
liefert, was nach Meinung der Verfasser seinen Grund darin hat, daß Mündungs- 
und Gestaltskorrektion sich nahezu aufheben. Nun sind aber, wie schon ein 
flüchtiger Blick auf die Kärtchen der Buchten lehrt, ihre mittleren Tiefen in den 
meisten Fällen viel zu eroß, indem oft die größte Tiefe als solche angenommen 
1 Trans, Ror, Soc. Edinbe, vol. XLIL 1905, pe, 309.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.