Vom Englischen Kanal um Kap Horn.
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64.7” W-Lg. stand, also die Länge von Kap Horn noch nicht passiert hatte.
Nachdem dieses Schiff aber einmal so weit nach Süden vorgedrungen war, vollzog
sich die Umsegelung des Kaps auch für das kleine Schiff ohne besondere Schwierig-
keit, zunächst bei mäßigen nördlichen. bis nordwestlichen, vom 2. Oktober ab bei
südwestlichen und später raumen Winden, Dadurch, daß »Vidar« nach Corral
bestimmt war und einen nördlicheren Kurs steuerte, als die inzwischen zum
Mitsegler gewordene »Marie Hackfeld«, gelang es der »Vidar« sogar, der »Marie
Hackfeld« an Breite einen Vorsprung abzugewinnen, obwohl dieses Schiff bei
weitem größer und schneller ist. Als »Vidar« mit nördlichem Winde in 57.7° S-Br.
von 66 nach 67° W-Lg. segelte, stand »Marie Hackfeld« am 29, September bei
leichtem nordöstlichen Winde nördlich von der Straße Le Maire, durchsegelte
diese mif. raumem Winde und befand sich am 30, September bei NNW, Stärke 6,
1 Sın südlich von Diego Ramirez und ungefähr 80 Sm nordnordöstlich von »Vidare,
Während dann die beiden Schiffe mit nordwestlichem Winde nach Südwesten
segelten, wobei »Vidars von der größeren und schnelleren »Marie Hackfelde
überholt wurde, nahm für dieses nördlicher stehende Schiff der Nordwestwind
zum schweren Sturme zu, so daß es vor Untermarssegeln beidrehen mußte. Bei
einem Barometerstande von 741 mm hielt der Nordwestwind mit Stärke 9 bis 10
zwei volle Wachen an, dagegen verzeichnete die 75 Sm südlicher stehende »Vidar«
bei dem gleichen Barometerstande von 741 mm nur Windstärke 7. Nachdem
dann der Wind am 2. Oktober für beide Schiffe fast gleichzeitig mit dem niedrigsten
Barometerstande von 740 mm auf Südwest herunigegangen war, segelten beide
Schiffe auf B-B-Halsen, wobei natürlich die größere und schnellere »Marie
Hackfeld« die kleine »Vidar« weit zurück ließ, diese jedoch infolge ihres nörd-
licheren Kurses 50° S-Br. noch einen Tag früher als »Marie Hackfeld« erreichte.
(Vgl. hierzu auch die Karte, in der auch der Weg der »Parchim« nachgetragen ist.}
Die Deutsche Seewarte,
Dampferwege von Durban nach der Sundastraße.
Die Dampferwege, die für Reisen von Durban nach der Sundastraße in
Frage kommen, sind. aus Anlaß einer Änfrage der Deutschen Dampfschiffahrts-
Gesellschaft »Hansa« von der Deutschen Seewarte untersucht worden; die Ergeb-
nisse sind in den folgenden tabellarischen Zusammenstellungen niedergelegt.
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Den Zusammenstellungen ist in der Textfigur auch eine Zeichnung sechs ver-
schiedener Dampferwege zwischen Durban und Java Head beigegeben.
Bei Betrachtung dieser Zeichnung sieht man sofort, daß für diese Reisen
oder, in weiterem Sinne, für Reisen von Südostafrika nach der Sundastraße
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