Neuere Veröffentlichungen.
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ler Ethnologic angeht, ist diese an derartigen Arbeiten herzlich avın, Auf Grund einer 494 Buchtitel
zäihlenden Literatur, die in übersichtlicher Weise zum Schlusse aufgetührt ist, führt der Verfasser folgendes aus:
Früh an das Wasser gewöhnt, sind die Indianer mit nur wenigen Ausnahmen vorzügliche
Schwimmer, die sich auf dem Wasser zu bewegen wissen wie auf dem festen Lande, einerlei ob auf
einem Flußlaufe oder auf dem Meere, Nach Landmarken und Gestimen können sie sich orientieren.
Zur Fortbewegung dient ihnen eine Reihe von Schiffstypen, die jedoch sämtlich keine hohe Ausbildung
erreichten. Friecderiei unterscheidet zwei primitive Zufälligkeitsformen, die Balsa, das Floß, und das
Bull-Boot, das Rundboot, ein aus Weidengeflecht hergestelltes und mit einer Bisonhaut überzogenes
Fahrzeug. Diesen Formen gliedern sich die technisch und praktisch wertrolleren Boote an, von denen
sünt Formen unterschieden werden: 1, Das Kanu, aus Birken- oder Ulmenrinde zusammengenäht.
>, Die Dalea, aus zollstarken Planken zusammengenäht (an der chilenischen Küste). 3. Das Fellboot,
Jas dem Kajak und Umink der Eskimo gleicht, +4. Die Canon, der Kinbaum ohne Kiel und Planken-
zufsatz. 5. Die Piragua, den Einbaum mit Kiel und Plankenaufsatz, Die letzten Boote sind die
yrößten gewesen, sie führten bis 60 Ruderer. Die Boote wurden von den Männern gerudert, während
eine Frau steuerte. Vereinzelt fand auch das Segel, Baumwollen-, Fell- oder Mattensegel, Verwendung,
Es konnte bei sämtlichen Bootformen angetroffen werdep. Steinerne Anker, Osfässer vervollständigten
die Ausrüstung.
Im Frieden dienten die Boote dem Verkehr, Reise, Fischfang, Wasserjagd; daß sie auch im
Kriege zu verwenden waren, zeigt die Geschichte uns genügsam in den Kämpfen zwischen Indianern
and Kuropäern,
Im Haushalt fanden die Boote Verwendung als Weinbehälter (»Sautbaume nannten es die
Spanier), als Fischölbehälter und zum Auspressen von Schildkröteneiern, Schließlich war die Sitte weit ver-
breitet, den Verstorbenen in einem Boote beizusetzen. im Glauben an die Schiffahrt der Seele.
Möge das Buch recht viel gelesen und verbreitet werden! Dr. Paul Hambruch,
B. Neneste Erscheinungen im Bereich der Seefahrt- und der Meereskunde
sowie auf verwandten Gebieten.
a. Werke.
Witterungskunde,
Gilbert, O.: Die meteorologisehen Theorien des griechischen Altertums, 8, IV, 6
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Meteorological Office, London. Hints to meteorological observers in tropical Africa with
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of meteorological observakions. ®%. 36p. London 1007, Darling & Son. Od.
Klein, H. J.: Wettervorhersage für jedermann. Allgemeinverständliche Anleitung, 8% VI, 1648,
Stuttgart 1907. Strecker & Schröder. 230 4.
Horner, D, W.: Observing and forecasting the weather. Metcorology without instruments.
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Chun, K.: Die Erforschung der Antarktis. Rektorats-Rede, 8%. 23 8, Leipzig 1907,
A. Edelmann, 060 HE
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DM.
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Government Printing Office
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and of the lights and fog signals of the Dominion of Canada on the coast_of British
Columbia. Corveeted to Äugust 1. 1907. 4%. 91 p., 11 plates, Washington 1907, Ebenda,