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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1908.
Figur 1 zeigt den Anemographen fortig aufgestellt, Fig, 2 in schematischer
Darstellung, Fig. 3 ist eine Reproduktion von Aufzeichnungen in Originalgröße,
Auf einem Dreifuß ist ein vertikales Rohr 5% befestigt, das dem ganzen Apparat
als Halt, gewissermaßen als Rückgrat dient, Es trägt nach oben hin ein engeres
Tragrohr 7, in dem die Achse A des Schalenrädchens läuft, Diese selbst ist in
der Nähe des unteren Lagers mit einem Schraubengewinde versehen, in das ein
Zahnrad D eingreift. Hat dieses Zahnrad beispielsweise 60 Zähne, so vollführt
65 bei 60 Rotationen des Schalenrädchens Tim 2.
eine ganze Umdrehung, Bei einer jedes-
maligen Umdrehung (in der Pfeilrichtung)
löst es mit einem Stift das KEchappe-
ment X eines Federlaufwerks aus, so daß
das »Steigrad« F um einen Zahn weiter
rückt, Hat dieses 20 Zähne, so vall-
führt es bei 20 X 60 — 1200 Rotationen
des Schalenrädchens eine volle Um-
drehung, Die Drehung des Steigrades
wird durch die in dem Federgehäuse ein-
relegte Triebfeder bewirkt, die wie ein
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Uhrwerk aufgezogen wird, Alle vorhandenen und bei Verstaubung usw. ein-
tretenden. Reibungswiderstände werden demnach lediglich durch die Triebfeder
überwunden, Eine Zahnradachse des Federtriebwerks ist nach außen verlängert
und trägt eine herzförmige Scheibe X. Ein Hebel & legt sich an der Schneide 8
mit leichtem Federdruck tangierend an die herzförmige Scheibe und wird durch
diese hin und her bewegt, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die der Wind.
geschwindigkeit proportional ist. Bei einer vollen Rotation der Herzseheibe
vollführt der Hebel einen Hin- und Hergang, An seinem unteren Ende trägt
der Hebel & eine Schreibfeder 5, die auf der mit Koordinatenpapier bespannten,
in je 26 Stunden voll rotierenden Registrierwalze R in starker Vergrößerung eine
klare Aufzeichnung der Variationen der Windgeschwindigkeit in Meter p. Sek,