Meldau, H.: Beschreibung eines Drehtisches für Kompaßuntersuchungen. 507
II. Zweinadelrose, Nadellänge 160 mm, Nadelabstand 37,5 mm von der Nard-
zsüdlinie, Moment etwa 30 Millionen GG E.:
NNO — 0.69%
NO — 04°
80 — 07°
SSO — 06°
SW — 06°
WSW. = — ame
WNW — 0.9°
NW — 0,8%
28° — 25
1850 4
— 030% 8 — 0.05
Die Nadelanordnung ist demgemäß einwandfrei,
H =
1X. Viernadelrose, Nadelanordnung der iheoretischen Forderung ent-
sprechend, d, h,. Pole im Winkelabstand 15° und 45° von der Nordsüdlinie (Pol-
abstand gleich 5 der Nadellänge angenommen), Nadellängen 130 mm und 95 mm,
Abstände von der Nordsüdlinie 14,5 und 39,6 mm. Moment 34 Millionen G. E.:
NNO +1,90
NO L0.6
380 + LL*
SSO 00°
SSW 4 10°
WSW 0.59
WNW 1.79
NNW A109
L50 EL
BIO at
HE = 86°: 8= 10.450
Wie die D-Korrektoren bei falscher Nadelanordnung zu oktantalen
Störungen, so können die festen Pole der Kompensationsmagnete bei falscher
Nadelanordmung bekanntlich zu sextäntalen Störungen des Deviationsverlaufes
Veranlassung geben, Wirkt der D-Korrcktor nur durch erdmagnetische Induktion
(d.h. ohne Nadelinduktion), so ist das Nadeleystem frei von jenen oktantalen
Störungen, wenn es frei von diesen sextantalen ist, und umgekehrt.!) Man kann
demnach in diesem Falle die Nadelanordnung, statt durch die D-Korrektoren,
auch durch eine geeignete Anordnung fester Pole prüfen. Man wählt dazu eine
Polanordnung, bei der sich alle Deviationen bis auf die Störungsglieder gegen-
zeitig aufheben, während diese sich addieren.“) Um eine solche Polanordnung am
Drehtisch leicht herstellen zu können, lassen sich auf die zwei Seitenkonsolen
ängslaufende Latten in fester Lage auflegen. Diese Latten tragen an ihren
Enden vertikalstehende, unten geschlossene Messinghülsen. Zwei ebensolche Hülsen
lassen sich in vertikaler Stellung an der vorderen und hinteren Konsole be-
festigen. (Siehe das obere Bild auf Tafel 17.) Die Hülsen bilden dann die
Ecken eines regulären Sechsecks, In sie werden Magnetstäbe abwechselnd mit
dem Nordpol und dem Südpol nach oben eingesteckt, Diese oberen Pole be-
finden sich dann in der Rosenebene und bilden eine außerordentlich wirksame
»sextantale Polanordnung«.
; sAnn, d. Hydr. usy.« 1908 SS. 266,
% Schon Arch, Smith und F, J. Evans machen in Ihrer Abhandlung: On the effert produced
on the deviations of the compass by the length on arrangement of the compass-needles, Phil. Trans.
Kor. Soc. 1561 auf eine solche »sextantale Polanordnung« aufmerksam: Hence it the deviation produced
br two short needies at cqual distances, placed sideways on the east and west side of the nerdles, be
vorrected by one short maysnet of the same kind placed on the north side and directed endwars. the
‚esicual error will be $ a Bat Bat, 815 u -
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5 that by such an arrangement the sextauntal and decantal errors may be obtained alınost fraed
from the semicireular error, and the effect of different arrangements of needies in
Jiminishing these errors more ensily tested,