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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1908. 
Das Grundprinzip des photometrischen Verfahrens ist gegen das alte Modell 
unverändert geblieben, Nur gestattet die Anordnung des Apparates die Verwendung 
einer 4 em im Durchmesser großen Filterskala, Das Filter wird aus Pauspapier 
hergestellt, das eine bestimmte Transparenz besitzt und von dem sektoren- 
weise verschieden viele (bis zu 9) Schichten übereinander geklebt werden. Dies 
Sektorenfilter kommt zwischen zwei Glasplatten in eine Fassung zu liegen. Die 
vom Licht abgyewandte Platte enthält auf undurchsichtigem Grunde durchsichtige 
Ziffern, so daß auf dem lichtempfindlichen Papier, das auf die Fassung gelegt 
und dort durch eine Feder angedrückt 
wird, nacheinander die Ziffern 0 bis 9 
erscheinen, 
Der Expositionsapparat (Fig. 1) 
besteht aus einem Messingzylinder A, 
der um eine Achse B in einem Messing- 
vahmen drehbar ist, Auf die gleiche 
Achse ist ein an der Peripherie gekerbtes 
Rad R montiert, in dessen Kerbe eine 
starkegeklöppelte und gewachsteSeiden- 
schnur liegt, Die Schnur ist am unteren 
Ende des Rahmens über eine Rolle ge- 
leitet und trägt ein kleines Bleigewicht, 
Dieses Gewicht hat die Tendenz, den 
Zylinder bis zum völligen Ablaufen der 
Schnur in einer Richtung herumzu- 
drehen. Ein Hebel H, welcher in einen 
Anschlag C, des Messingrades eingreift, 
hält den Zylinder jedoch in einer ge 
gebenen Stellung fest, Erst wenn ein 
Fallgewicht den Hebel etwas anhebt, 
wird diese Arretierung losgelassen, und 
der Zylinder kann, dem Zug des Ge- 
wichts folgend, eine Drehung machen, 
die jedoch nach einer halben Tour durch 
einen zweiten Anschlag des Hebeis am 
Messingrade bei C, unterbrochen wird, 
Erst ein zweites Fallgewicht, welches 
den Hebel H auch über diesen Anschlag 
forthebt, bewirkt die weitere Drehung, 
die am Ende der zweiten halben Tour 
durch einen. Anschlag, der mit dem ersten 
verbunden ist, gehemmt wird, Befand 
sich also der Zylinder am Anfang in der 
Stellung, daß die Expositionsöffnung 
nach unten lag, so ist er nach der ersten 
Auslösung in der Öffnungsstellung, mit 
nach oben gewendetem Lichtfilter, Erst 
das zweite Fallgewicht dreht die Öffnung 
wieder nach unten. 
Der Verschluß wird sehr einfach bewirkt durch einen seitlich des Zylinders 
gelagerten Deckel D, der in einen Falz des Zylinders eingreift. Da er außerdem 
mit einer Gummiplatte ausgelegt ist, schließt er vollkommen lichtdicht. Er wird 
durch ein Gegengewicht E in der SchlieBungsstellung gegen die Öffnung des 
Zylinders A gedrückt, während das Gegengewicht ihn in der Öffnungstellung von 
selbst abhebt und in einem Winkel von 48° zum Einfallslot stellt, so daß eine 
Beschattung der Lichteinlaß-Öffnung ausgeschlossen ist, Beim zweiten Überkippen 
schließt er sich natürlich wieder automatisch, Ein Haken dient dazu, den Deckel 
beim. Aufkommen des Instruments vor der Entnahme des lichtempfindlichen 
Papiers fest zu schließen. G, und G, sind Balanciergewichte,
	        
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