Kleinere Mitteilungen,
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mit Hilfe des Theodoliten selbst bestimmt worden ist, so ist außer dieser
Korrektion eventuell noch eine zweite anzubringen, denn die Beobachtungen zur
Bestimmung von k sind auch beeinflußt durch die Biegung des ganzen Instrumentes.
Wie sich aber leicht zeigen läßt, ist dieser Einfluß verschwindend klein in wohl
allen Fällen, so daß er nicht berücksichtigt zu werden braucht,
Nach Lamonft ist:
log k == log Q + log sin p — log [3 sin # 4 8 sin #' — x" (3 sing + 8 sin g/)],
worin
ds Bag? ,
Q = (7 ET tea Ua Ri
Es bedeuten hierin I die Länge der Nadel und » das Verhältnis der zwei
Entfernungen, in denen die vier Ablenkungen vorgenommen werden. Da die
Neigungen proportional den Entfernungen wachsen, ist 4n=0, und es wird
demnach:
6 LA «de
abgk = 4008Q = ——L 02.0.4048,
» * 4
BE
Für die hiesigen Magnete war bei den früheren Bestimmungen von k nach
der Lamontschen Methode = 1.15 cm, € = 34,5 und # = 5
Mit diesen Werten ergibt sich:
A log k = + 0.000000012
und
Albg CC = + 0000000006 ,
ist also vollständig zu vernachlässigen.
Die erste Korrektion wird aber meist zu berücksichtigen sein, wenn man
nicht den Fehler dadurch umgeht, daß man durch ein Gegengewicht die Schiene
symmetrisch belastet während der Ablenkungsbeobachtungen.
Dr. Meyermann.
5, Eine Dampferfahrt durch die Torres-Straße nach Townsville. Nach
dem der Deutschen Seewarte eingesandten meteorologischen Journal des Dampfers
‚Hessen«, Kapt,-C. Mundt, und nach einem Sonderbericht des IV. Offiziers
dieses Dampfers, Herrn J. Müller, ist folgendes von allgemeinem Interesse zu-
sammengefaßt, Kurse und Peilungen sind rw., dahinter in Klammern mw. gegeben,
Am 23, Dezember 1906 befand sich »Hessen« nach Besteck auf der Reise
von Surabaya nach Townsville auf 10° 35’ S-Br. und 140° 38’ O-Lg. Da trübes,
ansichtiges Wetter herrschte und die Stromverhältnisse nicht genau bekannt
waren, wurde stündlich. gelotet, Gegen 3N. konnte die Länge nach Sonnen-
beobachtung Testgestellt werden und fand man hiernach, daß das Besteck auf
4 Minuten richtig und die Tiefenangaben der britischen Admiralitätskarten zu-
verlässig waren, Man steuerte von Mittag bis 4% N. 99° (0%/.S) 46 Sm und hielt
sich dann auf östlichen Kursen gut frei von den Riffen und Untiefen zwischen
Proudfoot Shoal und der Booby-Insel. Es wurde, wie folgt, gelotet:
[2b mittags auf 210° 35° S-Br. and 240° 33'O-Lg. 29 Faden, 33 m, gelber Sand,
iX. - 109 36 + 10°45 « 26 «<< ‚48 =, Steine,
x 19 38 «© 250% 09500 & Mi « 137 x, &
h x 15 4 @ 252«© 1° 8 x 16 « ‚29 +, Muscheln, Steine und Sand.
„w& 106 42 * HMI « 12 « ‚22 s, & £ * «
% 100 487 » 41050 9 + 16,5=, Sand, kleine Stehie und. Koralla,
Nachdem Booby-Insel gesichtet war, wurde das Feuer in die Peilung 43°
(NO*°LN) auf 11 Sm Abstand gebracht, und in dieser Peilung lief man darauf
zu und passierte es an der Nordseite in etwa 1’, Sm Abstand. Mit 83° (0N074 0)
steuerte man nach Goode Island-Reede, woselbst um 7% 49mie N, geankert wurde,
um den Tag abzuwarten und einen Lotsen für die Durchfahrt durch die Straßen
ım Korallenmeer des Strandriffes bis nach Townsville zu nehmen,
Herr J, Müller macht die Bemerkung, daß in dem Leuchtfeuerbuch von
Ludolph in Bremen das Feuerschiff von Proudfioot Shoal noch aufgeführt sei,