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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1908.
sowie aus H-Beobachtungen, und zwar
mit dem Lioyd-Creak-Apparat (L. CC),
aus Totalintensität und Inklination (T und 1),
oder mit D. M.
aus Ablenkungen, oder
aus T und i, oder endlich
aus der Schwingungsdauer der Horizontalnadel.
Es zeigte sich, daß die aus Schwingungsdauer-Beobachtungen abgeleiteten
Werte besonders stark von den übrigen abwichen, daß diese Methode also an
Bord bei dem üblichen Beobachtungsverfahren mit systematischen Fehlern
behaftet ist.
Unsere Beobachtungen erstreckten sich auf die Zeit zwischen August 1901
(Kiel) und Januar 1902 (Kerguelen); von da ab wurden sie wegen ihrer
stärken Abweichungen nicht mehr weiter durchgeführt, Mit zwei Ausnahmen,
wo die schwere Rose des Normalkompasses (»N, K‚-) zu Schwingungsdauer-Beob-
achtungen verwendet wurde, war os die sehr viel leichtere und beweglichere
Nadel von D. M, die hierbei Verwendung fand,
Die Beobachtungen wurden immer möglichst in gleicher Weise angestellt:
sie wurden begonnen bei einem Ausschlag von etwa 50° (von der Mittel-
lage aus) und beendet bei einem solchen von etwa 10°; bei D. M, wurde jeder
dritte, bei N. K, jeder Durchgang beobachtet, Zwischen Anfangs- und End-
schwingung fielen bei D. M. an Land im Durchschnitt 45, an Bord 54, bei N. K.
an Bord 20 Durchgänge. Aus den Zeitmitteln wurde dann (H’:H) ohne weitere
Korrektion aus der Beziehung abgeleitet:
HH’ __ sec?
HF 7 see"
Wir bemerken, daß hier wie später alle an Bord beobachteten Größen zum
Unterschied von den entsprechenden an Land beobachteten mit Index versehen sind.
Die Ergebnisse trennen wir in zwei Teile und vergleichen zuerst die
Schwingungen an Bord im Verhältnis zu den Schwingungen an Land, indem wir
den Mittelwert des obigen Quotienten aus acht äquidistanten Kursen zusammen-
stellen mit dem entsprechenden Mittelwert, der aus T- und i-Beobachtungen ge-
wonnen und als normal anzusehen ist:
x
ns
H
HH’
HH
Instr
Differene
al
br
_ Promille
x 1016 ] DL — 20
Sao Vicente . 7 | LLC — 19
Kapstadt « +. 015 | DM, —23
Kergueleni, . . 28 ' DM —20
Die (H': H) Werte aus Schwingungen sind sämtlich um die gleiche
Größe, um 2%, zu klein, oder: die Schwingungsdauer fällt an Bord
prinzipiell zu groß aus, wenn an Land und an Bord innerhalb der gleichen
Anfangs- und Endamplituden beobachtet wird. Dabei ist der Seegang bzw, die
Stärke der Schiffsbewegung, wie es scheint, oliıne besonderen Einfluß; denn bei
Kiel und Kapstadt war die See fast ganz ruhig, während bei Säo Vicente und
Kerguelen schwerer Seegang herrschte,
Die Erklärung liegt in dem verschiedenartigen Ablauf der Schwingungen
an Bord, verglichen mit denjenigen an Land, worauf schon die verschiedene
Anzahl der Durechgänge zwischen. denselben Grenzen hinweist. Des näheren
wird der Sachverhalt folgender sein: die Nadel ist an Bord viel beweglicher
als an Land, weil außer dem konstanten Erdfeld fortwährend wechselnde,
kleine Impulse wirken, die sich aber in ihrer Gesamtheit aufheben. Obwohl nun
die Grenzamplituden an Land und an Bord gleich genommen sind, werden doch
Anna]