accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 36 (1908)

Börgen, C.: Ableit, d. Ausdrücke f£, d. bei Kreuzung zweier Gezeitenwellen auftretend, Erscheinungen, 461 
holländischen Küste solche beobachtet wird, und daß sie in der freien Nordsee 
ebenfalls durchweg vorhanden zu sein scheint. Es wird wohl unnötig sein, 
dies durch Anführung der beobachteten Stromrichtungen an verschiedenen 
Plätzen zu belegen; es möge genügen, auf die deutschen Gezeitentafeln, die 
englischen Tide-tables sowie auf die Spezialuntersuchungen in den von nieder- 
ländischen Autoren verfaßten Abhandlungen: De Stroomen op de nederlandsche 
Kust, und v. d. Stok: Etudes des phönomöenes des mareges sur les cötes 
n6erlandaises II, zu verweisen, 
Endlich wären noch die Beziehungen Zwischen der Zeit des Stromwechsels 
und der der Extremphasen, welche durch die Formel (27) und die daran ge- 
knüpften Bemerkungen dargestellt werden, an Vorgängen der Natur zu prüfen. 
Diese Beziehungen sind wichtig für die Erklärung der eigentümlichen Strömungs- 
erscheinungen südlich von der Insel Wight und im Irischen Kanal, welche da- 
durch als Folgen des Vorhandenseins zweier Wellen nachgewiesen werden können, 
Es ist dazu nur notwendig, daß die der Änderung des Phasenunterschiedes der 
beiden Wellen entsprechende Anderung des Zeitunterschiedes zwischen Strom- 
wechsel und folgender Extremphase (27) der Änderung der Hochwasserzeit von 
Ort zu Ort gleich, d. bh. daß Sn => es sei, Im Irischen Kanal, wo dieselbe 
Erscheinung in noch ausgedehnterem Maße auftritt, kommt noch hinzu, daß für 
p = 0° auf der Linie Morecambe Bay — Cranfield point auch H, = H, ist, 
Verfasser glaubt aber hier davon absehen zu können dies weiter auszuführen, 
weil dies in den über die Strömungen in den genannten Gewässern von ihm ver- 
öffentlichten Abhandlungen!) ausführlich geschehen ist und dazu nichts Wesent- 
liehes hinzuzufügen ist. 
Schwingungsbeobachtungen mit der Horizontalnadel auf See. 
Zusammenstellung der Erfahrungen auf der deutschen Südpolar-Expedition. 
Von Dr. Fr. Bidliugmaler. 
Die deutsche Südpolar-Expedition ist die erste der großen magnetischen 
Forschungsreisen gewesen, welche die magnetischen Elemente auf See grund- 
sätzlich nach mindestens zwei verschiedenen Methoden und mit zwei verschieden- 
artigen Instrumenten beobachtet hat. Im Band V des deutschen Südpolarwerkes: 
‚Erdmagnetismus I«, dessen 2, Heft: »Die Grundlagen« soeben im Drucke ist 
(Georg Reimer, Berlin), wird ausgeführt, wie es auf diese Weise gelungen ist, 
systematische Beobachtungsfehler zu erkennen und ein klares Bild von der Zu- 
verlässigkeit der Beobachtungsresultate zu bekommen. 
Im folgenden berichten wir über unsere Beobachtungen der Schwingungs- 
dauer der Horizontalnadel an Bord, einmal weil diese Methode auch in der 
Praxis der Deviationsbestimmungen zur Bestimmung der Größe 4 verwandt wird, 
insbesondere aber, um zu weiteren Untersuchungen über die Brauchbarkeit dieser 
Methode anzuregen. Es erscheint nämlich keineswegs aussichtslos, dieselbe auch 
an Bord so weit auszubilden, daß sie, wie bei den absoluten H-Bestimmungen an 
Land, dazu dienen kann, das magnetische Moment der benutzten Magnete zu 
eliminieren, 
Wie im Kapitel »Schiffseisen« der »Grundlagen« des näheren mitgeteilt 
ist, wurden die Deviationskoeffizienten MA, 3, C, D, € auf unseren. verschiedenen 
Deviationsstationen auf sehr verschiedene Weise bestimmt: 
einmal aus Deklinationsbeobachtungen, und zwar 
mit dem Normalkompaß (N. K.), oder 
mit dem Deviations-Maynetometer (D. M} 
1) Siehe die eingangs angeführten Abhandlungen in den »Ann. d. Hıdr. usw.« 1594 und 1898, 
Atın. d. Hydı. usw... 1908, Heft X.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.