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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1908.
Als Folge der Achsendrehung zeigt sich ein großes C == —19.9°, früher
+2,77” und ein etwas abgeschwächtes B = -3,7° früher +8.5°.1}
Der Steuerbordwinkel vergrößerte sich von 17° auf 281°, |
Der Blitz hatte, wie beobachtet wurde, ganz nahe der achtern Backbord-
planken eingeschlagen,
4, Über eine eventuelle Korrektion der Reduktionskonstanten eines
magnetischen Theodoliten,
Bei der Beobachtung der Horizontalintensität bewirkt die einseitige Belastung
der Ablenkungsschiene durch den Magneten und seinen Träger eine Deformation
des Instrumentes, die nicht ohne Einfluß auf die Beobachtung bleibt, Erstens
wird die Schiene ein wenig nach unten gebogen und zweitens das ganze Instrument
nach der belasteten Seite hin geneigt, Die Folge davon ist, daß sowohl der
vertikale als der horizontale Abstand zwischen Magnet und Nadel sich ändert,
Während der Einfluß der Anderung des vertikalen Abstandes immer unmerklich
sein wird, kann der aus der Änderung des horizontalen Abstandes entspringende
Fehler, wenn die Nadel nicht an einem sehr kurzen Faden aufgehängt ist, einen
Grad erreichen, der seine Berücksichtigung erfordert. Ich habe an dem Wilhelms-
hayener magnetischen Hauptinstrumente, dem Bambergschen Theodoliten Nr. 1849,
die Größe der Neigung bei einseitiger Belastung der Schiene mit dem Ab-
lenkungsmagneten bestimmt. Da die Empfindlichkeit des sich am Instrument
befindenden Niveaus nicht ausreichte, wurde ein empfindlicheres auf das Nadel-
gehäuse parallel zur Ablenkungsschiene aufgesetzt und der Ausschlag der Blase
bei abwechselnd östlicher und westlicher Belastung‘ durch den Magneten und
seinen. Träger beobachtet. Da hier in den Entfernungen 24.5 und 31,5 cm die
Ablenkungen beobachtet zu werden pflegen, so wurden auch für diese Entfernungen
des Magneten die Neigungen bestimmt, Es ergab sich bei den Untersuchungen
sine Neigung‘ des ganzen Instruments von 8,4” bei 24,5 cm und 10.8” bei 31.5 cm
Entfernung, Es wächst demnach die Neigung proportional mit der Entfernung
des Auflagepunktes, da 8.4: 10.8, 24.5; 31.5, und es ist allgemein anzunehmen,
daß dies bei den geringen auftretenden Kräften und Deformationen für alle
Instrumente der Fall sein wird, daß also für jedes Instrument . und damit sr
d. h. 4log e eine Konstante ist, ; 6
Bei dem hiesigen Instrumente hat der Faden, an welchem die Nadel hängt,
eine Länge von 51 em. Es ist daher:
de S+4-31 - ein 17
TU
— 10.8.51->8in17
a
= 0000084
Die Reduktionskonstante ist in der üblichen Bezeichnung:
= a]
Be?
und
demnach
2 ©
Für das hiesige Instrument wird also
Alp C == (000055
Bei einer Horizontalintensität von 0.18 bedeutet dies eine Zunahme von 2.37.
Wenn die Konstante k in C nicht nach. der neueren und an sich sichereren
Methode von Professor Börgen, sondern nach der alten Lamaontschen Methode
Y Diese hier malte Pe rinnons Ale ist In Übereinstimmung mit den bisher bekannt
gewordenen ähnlichen Fällen, z. B. denen der britischen Kriegsschiffe »Raleighe und »Hawke«
‘Admiralty Mannal 1004, 8. 13) und des D, »Calabria« (Ann, d. Hydr. usw, 1905, S. 131), In allen
diesen Fällen trat die größte Veränderung in der Querschiffskomponente des permanenten Magnetismus
ein, ebenso wie Int orkeqenden Falle, Süne nenere Mitteilung über die Wirkung eines Blitzschlapes
zuf den Kompaß am 11. Oktober dA. J, auf dem Norıdentschen Liord-Dampfer » Hohenzollemn«, Kapt.
Gerdes, im Mittelneere (Hansa 1907, S, 934) enthält keine Angaben über danach erfolgte Unter
zuchung‘ der Deviation, PD. Red.